Projekte und Aktionen
unter Beteiligung von Gruppen rund um die Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen
06401/90328-3, Fax 03212-1434654, saasen@projektwerkstatt.de (Kontaktformular)
Projekte und Aktionen sind das Herzstück der Projektwerkstatt. Dafür sind die Räume und auch das Tagungshaus geschaffen. Neben den politischen Gruppen, Projekten usw., die z.B. für ein Wochenende oder eine Woche im Tagungshaus unterkommen und die Projektarbeitsräume nutzen, laufen rund um das Haus auch ständige Projekte. Vielfach sind es Kooperationen mit teilweise vielen anderen Gruppen regional, überregional und international.
Alle Projekte treten unter ihrem Namen auf, niemand kann sich "Projektwerkstatt" nennen. Dafür sind aber auch alle Projekte in ihren Entscheidungen autonom. Hierarchien lehnen wir ab.
- Die Liste der überregionalen Projekte in der Debatte um "Organisierung von unten & Kreativer Widerstand"
- Aktuelle Aktionen
- Terminübersicht
- Direct-Action-Ideen
Regionale Projekte (in und um Saasen bzw. Giessen)
Vieles läuft spontan - wer Lust hat, die aktiven Menschen und ihre Ideen kennenzulernen, sollte mal in der Projektwerkstatt vorbeigucken. Zur Zeit sind die Aktivitäten in der Region stark zurückgegangen, da kaum noch Leute aktiv sind.
Zeitungsprojekte & Co.
- Abriss - politischer Terminkalender für Gießen und Umgebung
Ab Ende 2002 bis 2004 gab es ein 1-3monatliches Termin- und Infoblatt geben. Nachgucken ... - bunter.nachrichten.dienst
2003 bis 2005 entschien der 1-2wöchentliche Infodienst für unterdrückte Nachrichten aus Gießen. Auch im Internet ... - Contraste - Monatszeitung für Selbstorganisation
In zwei Redaktionen werkeln wir mir: Umweltschutz von unten & Selbstorganisierung im Alltag. Internetseite ... und bei Wikipedia - Fragend voran ... Hefte für Widerstand & Utopie
Eine Reihe von Heften mit jeweiligen Schwerpunkt und Projektberichten. Mehr ... - Früher gabs noch die kreisweite Politik-Zeitung "Widerhaken" und die bundesweite Umweltzeitung "Ö-Punkte".
- Immer wieder schreiben Menschen aus dem Umfeld der Projektwerkstatt in der Umweltzeitung "grünes blatt" oder helfen dort mit.
Selbstorganisierung im Alltag
In der Projektwerkstatt sowie in kooperativem Austausch mit einigen anderen Projekten in der Region versuchen wir, uns möglichst stark jenseits des Marktes zu bewegen. Einzelne konkrete Projekte sind:
- Geschenk- und Tauschökonomie mi Lebensmitteln (Brot, selbstgemachten Brotaufstrichen usw.)
- Umsonstläden in Marburg (bis 2005), Gießen und Saasen
- Gemeinschaftsökonomie und Eigentumslosigkeit aller Geräte, Bücher, Materialien usw. in der Projektwerkstatt
- Umsonstladen in Gießen
... und die Projektwerkstatt selbst
Eines der wichtigsten Projekte ist das Haus selbst - und zwar in ganz verschiedenen Formen. Hier gehts es ständig um ...
- Ausbau, Umgestaltung oder Renovierung von Räumen, Werkstätten, Projektecken, Gelände usw. Wir basteln ständig was um, weil neue Ideen für Ausstattungen hinzukommen, die Wände neu gestaltet werden usw. Was gerade gesucht ist, ist hier zu lesen ...
- Archive und Bibliotheken: Die sind in kleine, thematische Teile geteilt - und viele suchen noch Menschen, die sie regelmäßig bzw. ab und zu "betreuen" ... gestalten, neue Unterlagen einsortieren usw.
- Seminare, Treffen ... vielleicht entstehen auch mal Kino, Lesecafe oder worauf Menschen Lust haben.
- Selbstorganisierung und die Polit-"WG der Wahnsinnigen" (ein Wohnraum für alle, die ehrenamtlich die Projektwerkstatt aufrechterhalten - von Renovierungen über Betreuung der Projekt- und Seminarräume bis zu Archivarbeiten)
Kommunalpolitik
Auch wenn die Projektwerkstatt gar nicht selbst agiert, sondern ein Ort ist, wo alle, die das wollen (durchaus schlau ...), ihre Ideen und Projekte umsetzen, entwickelt sich doch aus der Idee eines FreiRaumes und des selbstorganisierten, herrschafts- und verwertungskritischen Grundansatzes sowie aus den Aktivitäten von Projektgruppen immer wieder auch eine Wirkung im direkten Umfeld. Mitte der 90er Jahre war die politische WG der Projektwerkstatt zusammen mit vielen weiteren ständig kommunalpolitisch aktiv - Proteste gegen Umweltzerstörung, Abschiebungen usw., lokale und regionale Zeitungsprojekte, Food-Coops und mehr. Nach dem Auszug der letzten WGlerInnen 1997 war es deutlich ruhiger geworden. Doch seit Sommer 2002 lebt die Projektwerkstatt wieder richtig auf - und es ist durchaus noch Platz für weitere Menschen, die bei Aktionen, in Projekten oder auch als Mitlebende im Haus den Flair von Utopie und Widerständigkeit hautnah mitgestalten wollen ... Ganz kurz folgt hier eine Übersicht, was noch geblieben ist oder neu entstand:
- Kritik an Repression, Polizeigewalt, Justizwillkür und dem Filz von Politik, Presse und Polizei in und um Gießen. Mehr ...
- Widerstand gegen den inneren Sicherheitswahn und die Gießener Gefahrenabwehrverordnung mit richtig vielen Aktionen sowie der Formulierung von Utopien ohne Herrschaft. Fotos, Berichte, Hintergründe und mehr hier ...
- Antirassistische Aktionen, z.B. viele kleine Aktionen (Theater, Aufkleber usw.) und zwei Aktionstage am 14.9.2002 und am 20.6.2003.
- Anti-Wahl-Aktionen zur Bundestagswahl 2002 sowie zu den Landtagswahlen Hessen und der Bürgermeisterwahl 2003 in Gießen. Mehr ...
- Debatte um Sozialrassismus und patriachale Dominanzstrukturen in Saasen (und überall anders auch): Diese Debatte entstand aus der Aufarbeitung und politischen Auseinandersetzung des pogromartigen Übergriffs auf die Projektwerkstatt am 1. Mai 2001. Siehe dazu ...
- Golfplatz Winnerod: Noch immer gibt es Nachbeben des Mitte der 90er Jahre erbittert geführten Kampfes gegen die Verwandlung von 1 Quadratkilometer Fläche mit dem wunderschönen Hofgut Winnerod. Auch nach der Fertigstellung kommt es ab und zu zu direkten Aktionen gegen den Golfplatz - u.a. im Herbst 2000, wo laut Zeitungsberichten mit eingekratzten Sprüchen wie "Eat the rich!" etliche Greens zerstört wurden. Gegen einen Akteur der Projektwerkstatt läuft deswegen ein Ermittlungsverfahren.
- Kommunalpolitisch aktiv sind verschiedene Gruppen, die mit der Projektwerkstatt im Kontakt stehen, hier Räume oder Materialien nutzen bzw. im Einzelfall Kooperationen erfolgen - angefangen von den vielen direkten Aktionen (Direct-Action-Seite und aktuelle Berichte) bis zu verschiedenen Umwelt- und politischen Gruppen der Region.
- Richtig schön als rechnerischer Beleg, daß die repräsentative Demokratie (die ohnehin scheiße ist, weil die Menschen das Geschehen nicht mit unmittelbar gestalten, sondern Möglichkeiten und Verantwortung abgeben in ein unkontrollierbares Nichts ...) schon dort nicht funktioniert, wo sie das immer behauptet - nämlich beim Mehrheitsprinzip. Die Ortsbeiratswahlen in Ettinghausen (Ortsteil von Reiskirchen, wie Saasen auch einer ist) ... auf Platz 4 der CDU-Liste kandidiert Petra Süße (Name spielt eigentlich keine Rolle). Durch das Kumulieren bei der Wahl haben die WählerInnen die Möglichkeit, einzelne Personen "hoch-", aber auch "runter"zuwählen. Das taten sie bei Petra Süße auch - sie viel von 4 auf Platz 7. Durch Rücktritte von Personen vor ihr kam sie dennoch in den Ortsbeirat ... und wurde zur Ortsvorsteherin gewählt. PolitikerInnen interessieren sich für die WählerInnen gar nicht ...
- Seit 2006 ist Gießen ein Hauptstandort für Gentechnik in Deutschland - eine Feldbefreiung und weitere Proteste sind bisher geschehen. Mehr ...
Es ist klar das so ein Forum die reale Diskussionen nicht ersetzen kann, es ist eher ein Angebot unverkrampfter an die Sache heranzugehen. In diesem Sinne bleibt zu hoffen, das dieses Angebot auch angenommen wird.
Das Forum ist erreichbar unter: http://www.rosso-e-nero.de.vu/
Überregionale Medien
Ö-Punkte (Ende 2001 eingestellt)
Viermal im Jahr erschien die bundesweite Ökozeitung "Ö-Punkte", voller Infos zu verschiedenen Umweltthemen, direkten Aktionen, Tipps für Gruppen und spannenden Schwerpunkten von Ökostrom bis Utopien. Mehr zu den Ö-Punkten....
In Saasen waren die Endredaktion und die Redaktionen "Politik von unten" und "Ökonomie von unten" angesiedelt.
Contraste - Monatszeitung für Selbstorganisation
Regelmäßig agieren wir in zwei Redaktionen der Zeitung mit: "Selbstorganisierung im Alltag" und "Umweltschutz von unten". Mehr Infos zur Zeitung unter www.contraste.org
Grünes Blatt
Neue emanzipatorische Umweltzeitung aus Magdeburg: www.gruenes-blatt.de.
Fragend-voran
Hefte für Widerstand und Vision ... jeweils ein Schwerpunkt und immer eine dafür neu zusammenkommende Redaktionsgruppe. Mehr ...
Direct-Action-Kalender
Jedes Jahr neu mit vielen Tipps und Berichten. Mehr ...
Verlag und Versand
Bücher, Broschüren und CDs gibts bei www.aktionsversand.de.vu. Für BuchhändlerInnen und Läden sind die Bücher inzwischen auch über den nicht-kommerziellen Verlag SeitenHieb zu bestellen.
Gruppe Gegenbilder
Freie Menschen in Freien Vereinbarungen - Widerstand und Vision
Nach dem Buch "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen" will die Gruppe Gegenbilder einen neuen Anlauf nehmen zu weiteren Schritten. Hinzugestossen sind einige weitere Personen, die in der Vergangenheit emanzipatorische Gesellschaftsentwicklungen beschrieben und diskutiert haben. Die gesamte Arbeit soll als transparenter und offener Prozeß vollzogen werden. Erstes Ziel ist ein neues Buchprojekt - eine umfassendere Abhandlung gesellschaftlicher Visionen ...
Infos:
- Infoseite gegen Herrschaft
- Das erste Buch "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen" als Diskussionsforum im Netz
- In Buchform: Zweite Auflage für 14 Euro (plus Porto) bei der Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen
- Das neue Projekt - als offener Diskussionsprozeß im Netz
- Das Projekt "Alternativen - Bibliothek und Diskussion zu Utopien"
- Diskussionsforum zu "Widerstand und Vision" und zu "Entscheidungsfindung von unten/kreative Gruppenprozesse" für das neue Projekt (als Diskussionsforum)
Ökostrom von unten
Diese überregionale Kampagne für atomstromfreie Energieversorgung, neue regenerative Energieanlagen und vor allem regionale Mitbestimmung statt Umweltschutz von oben gibt es seit Anfang des Jahres 2000. Die Projektwerkstatt in Saasen ist Koordinationspunkt bundesweit und Anlaufadresse für Mittelhessen. Leider haben kaum Basisgruppen an dieser Ideen mitgewirkt - kapitalistische Ökologie ist halt mehr "in" so ist alles eingeschlafen - kann aber jederzeit erweckt werden. Mehr ...
Widerstand und Direct-Action
Rückblick auf einige konkrete Aktionen
Gruppen rund um die Projektwerkstatt beteiligen sind an direkten Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit gegen Herrschaft,
Kapitalismus, Weltwirtschaft usw. Wir verstehen uns dabei grundsätzlich als Teil politischer Bewegung - Inseldasein ist sinnlos. Wir streiten für eine "Bewegung von unten" ohne zentrale Strukturen, getragen von unabhängigen, selbstorganisierten Basisgruppen.
Beispiele für direkte Aktionen im Zeitraum bis 2002:
- Ökohof statt Golfplatz! (Aktionen in und um den Golfplatz Winnerod 1995-97 ... mit Besetzung, Sabotage, Knast usw.). Übrigens: Es hat auch in jüngster Zeit Attacken auf den Golfplatz gegeben, z.B. Zerstörungen von Greens mit der Schrift "Eat the rich" usw. Infos zum Golfplatz (mit passendem Aufruf zum Umgraben als kleines Baustellen-Element) unter www.golfpark.de.
- Besetzungen und Aktionen gegen Genfelder in Melbach, Rauischholzhausen und Iba (bei Bebra)
- Einige Monate lang jeden ersten Mittwoch im Monat: Critical Mass in Marburg (17 Uhr ab Stadthalle). Mehr ...
- Global Action Days am 30.11.1999 (zeitgleich zu den Blockaden von Seattle ... mehr Infos deutsch und international)
- Expo-Widerstand (Infos allgemein zur Aktionswoche rund um die Expo-Eröffnung, Abschlußbericht zur Aktionswoche). Zum Foto: "Unsere" Aktion am 1.6., eine Stunde Autobahnsperrung am Expo-Gelände. Infos zu Umweltschutz und Expo.
- IWF-Tagung in Prag, Anti-NATO in München, Atomforum in Stuttgart usw. - wir haben uns da überall beteiligt ... Auswertungen über die Hoppetosse-Internetseite
- Anti-Weihnachts/Christentum-Aktion am 24.12.2001. Mehr ...
- Anti-Castor im November 2002. Mehr ...
- Anti-Bundestagswahl im Sommer 2002 und Landtagswahl Hessen sowie Bürgermeisterwahl Gießen in 2003. Mehr...
- Hausbesetzungen: Unterstützung u.a. für Marburg, Mannheim und anderen Orten
Ab 2002 gibt es eine Chronologie ... Aktionen Monat für Monat!
Angebote für Workshops und Trainings
- Siehe im Gesamtangebot an Themen
Mehr ...
- Aktionsmobil: Projektraum on the road
- www.aktionsversand.de.vu: Büchertische, Materialversand
Widerstand organisieren! Bewegung von unten aufbauen!
In dieser Vernetzung mit ganz verschiedenen Gruppen und AkteurInnen bundesweit geht es um die Diskussion politischer Strategien und Positionen über Themen- und Verbandsgrenzen hinweg. Das ganze segelt unter dem Namen Hoppetosse - Netzwerk für kreativen Widerstand ohne konkrete Form durch die Bewegung ... Beispiele für Aktivitäten sind die Initiative eines Direct-Action-Netzwerkes, die Öffentlichkeitsarbeit für emanzipatorischere Visionen, die Diskussion um eine Praxis von Gender und Antisexismus in politischen Gruppen, die Überwindung der Lähmung politischer Aktionsfähigkeit im allgemeinen sowie durch hierarchische Gruppenstrukturen, zerredende Plena (Entscheidungsfindung von unten) usw. im besonderen. Mehr zu Hoppetosse und zu Direct Action ...
Konkrete Projekte:
- Projekt HierarchNIE! ... Entscheidungsfindung von unten und kreative Gruppenprozesse
- Direct-Action-Kalender (erstmals für 2004 erschienen)
- Heftreihe "Fragend voran ..."
- Viele Bücher, Hefte, CDs und mehr ...
Umweltschutz von unten
Bundesweites Netzwerk ökoanarchistischer Gruppen, Einzelpersonen und Basisgruppen aus Umweltverbänden, Initiativen usw. mit dem Ziel, Umweltschutzideen zu entwickeln, die die Menschen zu den Bestimmenden machen, d.h. Umweltschutz und Mitbestimmung verknüpfen. Kritik an Ökologie von oben durch Ökosteuern, Schutzgebiete, Nachhaltigkeit, Agenda 21 usw. Mehr ...
Ein konkretes Projekt ist die Aktion "Ökostrom von unten" sowie geplante Aktionen zu Rio+10.
Und vieles mehr ...
- Kritik an Religion (Aktionsschwerpunkt: Gegen den Luther-Kult!)
- Gender und Geschlechterdekonstruktion
- Antirepression und Dokumentation von Polizei-/Justizstrategien
- Sich wehren gegen Prozesse, Strafen & mehr
- ... und viele ungenannte
