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(Selbst-)Organisierung
Tipps für den Alltag, Trampen, Containern & Co.

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Methoden der politischen und Bildungsarbeit

HierarchNIE! - Ideen für den Abbau von Dominanzen (Seminar)

Beschreibung
Wer kennt sie nicht: Das zerredete Plenum, die intransparenten Zirkel der Wichtigleute, die immer schon alles vorher klarhaben, mit Sachzwängen und dominanter Stimme alles an sich ziehen bis hin zu den formalen Herrschaftsstrukturen der Vorstände oder Gesprächsleitungen. Gibt es keine Alternativen? Und zwar solche, die nicht alles verregeln, tot-bürokratisieren und damit Kreativität und Spontanität gänzlich abwürgen (ohne die verdeckten Dominanzen tatsächlich aufheben zu können).
Im Seminar geht es um konkrete Methoden - sie sollen erläutert, diskutiert, bei Bedarf weiterentwickelt und auch ausprobiert werden. Dauert das Seminar ein Wochenende oder sonst mehrere Tage, kann es Phasen geben, in denen z.B. Open Space, Selbstmoderation, eine Fish Bowl als Streitmethode und einiges mehr auch praktisch ausprobiert werden.
Ziel aller Methoden ist die Entscheidungsfindung „von unten“, d.h. der Abbau von Hierarchie und Zentralität in den Entscheidungsprozessen sowie das Fördern von Gleichberechtigung zwischen den Akteur_innen (in Gruppen, Projekten, WGs usw.) bzw. den selbstbestimmt handelnden Gruppen (in Netzwerken, Bündnissen, Einrichtungen usw.). Gleichzeitig geht es um die Förderung von Kreativität und Selbstentfaltungsmöglichkeiten. Uniformität ist Sache von Herrschaftsstrukturen, Kreativität und Organisierung von unten das Gegengift – intern und als politische Strategie.
Ideen und Wünsche der Teilnehmer_innen sollen im Seminar/Workshops Platz finden - wer also Vorschläge, Fragen, konkrete Situationen oder Projekte im Kopf hat und dafür nach Lösungen sucht, sollte die einbringen.

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Hierarchiearme Organisierung von Camps, Kongressen und anderen Großtreffen
(Workshop oder Beratungsgespräch)

Camps, Kongresse, große Aktionen und Hauptversammlungen weisen oft formale Hierarchien auf. Daneben sind sie durchzogen von intransparenten Dominanzen, ausgelöst zum einen vom Machtanspruch oder Ungeschicklichkeiten organisierender Kreise sowie zum anderen von der Neigung vieler Teilnehmender, sich gerne fremd orientieren und zu Mitläufer_innen degradieren zu lassen. Das Seminar soll Methoden vermitteln, wie Dominanz- und Hierarchieabbau auf Camps, Kongressen usw. abgebaut werden können.

Offene Räume

Als "offener Raum" kann ein Aktionsfeld bezeichnet werden, in dem es keine Beschränkungen gibt, diesen zu nutzen und zu füllen - außer die anderen Akteur_innen, mit denen bei Interessenkollision (z.B. Nutzung der gleichen Infrastruktur, Flächen u.ä. zur gleichen Zeit) eine direkte Vereinbarung geschlossen wird. Ein Raum und seine Ausstattung (Technik, Räume, Wissen, Handlungsmöglichkeiten usw.) ist dann offen, d.h. gleichberechtigt für alle nutzbar, wenn die Beschränkungen formal und praktisch nicht bestehen, d.h. der Zugang zu den Handlungsmöglichkeiten darf weder durch verschlossene Türen, Vorbehalte, Passwörter usw. verwehrt werden können noch dürfen Wissensbarrieren hingenommen werden, die Einzelne von der Nutzung des offenen Raumes und seiner Teile ausschließen. Dieses bedarf in der Regel eines aktiven Handelns, um Transparenz herzustellen, Zugänge zu Informationen zu ermöglichen und Erklärungen z.B. für technische Geräte bereitzustellen. Die Idee offener Räume tritt als Gegenkultur zu Haus- und Eigentumsrechten auf, lehnt formale Hierarchien und Privilegien (exklusive Passwörter, Definitionsmachten usw.) auf. Sie stößt dabei auf Probleme. Im Seminar/Workshop sollen Idee, Funktionsweisen, Schwierigkeiten und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert werden.

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Organisierung von unten
Organisierung von unten ist der Sammelbegriff für eine Vielzahl von Einzelaspekten hierarchiefreier, kreativer, selbstbestimmter und horizontaler Organisierung - in Gruppen, bei Aktionen, in Häusern und Projekten. Von konkreten Aktionsformen (z.B. Direct Action) bis zu Dominanzabbau reicht das Spektrum. Die konkreten Fragen sind u.a.:
  • Keine Hierarchien, d.h. Kooperation gleichberechtigter Menschen sowie Netzwerk gleichberechtigter Gruppen
  • Herstellung eines diskriminierungsfreien Raumes
  • Gruppen behalten Handlungsautonomie
  • Mehr Vielfalt, mehr Lösungsvorschläge, Kreativität und Handlungsmöglichkeiten
  • Emanzipatorischer Prozeß auch in der Organisierung umsetzen
  • Schwerer dominier-, unterwander- und fremdbestimmbar
  • Wirkungsvoller und flexibler: Stärken kommen zur Geltung
  • Atmosphäre herstellen, in der Menschen sich trauen, Fragen zu stellen, abweichende Vorschläge zu machen usw.
  • Emanzipatorische Positionen und Visionen nach außen benennen
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Kritik an NGOs und sozialen Bewegungen

Filz im Naturschutz

Übersicht über die Verflechtungen zwischen Umweltverbänden und -gruppen mit Parteien, Wirtschaft, Regierungen, rechten und esoterischen Gruppen.

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Rechte Ökologie

Es geht um Inhalte und Strukturen: Welche inhaltlichen Positionen von Umweltschützer_innen und rechten Gruppen überschneiden oder ähneln sich? Welche Anknüpfungspunkte gibt es daher z.B. in Richtung Landschafts- und Heimatschutz, in Richtung der Erfindung von Überbevölkerung, dem Glaubenskrieg gegen Finanzkapital-Schurken, Lebensschutz und mehr? 2004 verabschiedeten die Chefs der deutschen Umweltverbände und Angela Merkel zusammen eine Presseerklärung. Zwischenüberschrift: „Naturschutz ist angewandter Patriotismus“ ...
Zweitens konkrete organisatorische Verknüpfungen: Rechte Aktivist_innen in Umweltgruppen, Kooperationen mit rechten Gruppen, die Lage bei der ÖDP, die Rolle von Fascho-Organisationen in der Entstehung der „modernen“ Umweltbewegung (ab dem Kampf gegen Atomkraft, bei der Gründung der Grünen) oder die Geschichte des Naturschutzbundes als Reichsvogelschutzbund während der Nazi-Herrschaft.

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Den Kopf entlasten: Kritik an vereinfachten Welterklärungen

"Monsanto ist schuld ... Nein, die Bilderberger ... Quatsch, das Finanzkapital macht alles kaputt ... Hinter allem stecken zwei Bankierfamilien ... Europa wird immer mehr amerikanisiert ... Geht doch gar nicht, weil die BRD ohnehin von den USA besetzt ist ... oder gar nicht existiert ... zumindest sollen die vielen Flüchtlinge Deutschland kaputt machen, das ist alles geplant ..."
So oder ähnlich erklären Reichsbürger, Chemtrailsgläubige, AfD, USA- und Israelhasser die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung. Mit plumpen Feindbilder und verkürzten Ursache-Wirkungsketten stacheln viele zum Hass gegen unerwünschte Bevölkerungsgruppen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, welche Folgen das haben kann.
Der Referent hat sich einige Zeit in solchen Gruppen umgeschaut. Er benennt Prinzipien vereinfachter Welterklärungen und stellt Beispiele vor, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind. Den Abschluss bilden praktische Tipps für skeptisches Denken. Infoseite: www.kopfentlastung.tk

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Frühere Vorträge: Anti-emanzipatorische Strömungen ... Diese Übersicht ausblenden ++ Alle Zitate aus / einblenden
Statt selbst denken: Religion, Esoterik, Verschwörungstheorien und Biologismen
Was haben so unterschiedliche Sachen wie Papstworte, morphogenetische Felder, Rassenkunde, Schwarmintelligenz und Bilderberger gemeinsam? Sie enthalten scheinbare Erklärungen für hochkomplexe Natur- oder Gesellschaftserscheinungen, die mit krassen Vereinfachungen arbeiten. Wenn Gott allmächtig oder das Schicksal vorherbestimmt ist, wenn Karma oder die Bilderberger alle Geschicke leiten, Recht und Ordnung höhere Weihen hat oder vom Volk stammt, wenn alles wie in Herden oder nach kosmischen Gesetzen abläuft, während Männer und Frauen, Schwarze und Weiße, Alte und Junge eindeutige Schubladen bilden, dann ist alles schön einfach. Genau deshalb sind solche Theorie auch so attraktiv: Sie entlasten den eigenen Kopf. Die so unbegreiflich und deshalb bedrohlich wirkende Welt wird wieder übersichtlich. Doch damit geht schlicht eine Selbstkastration analytischen und skeptischen Denkens einher. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wollen sie billige Zustimmung einfangen für ihre Glaubensgemeinschaften, Zirkel oder "Theorien". Sie sind damit doppelt anti-emanzipatorisch: Sie betäuben das Denkvermögen der Menschen - und sie sortieren Welt in schematische Modelle, oft verbunden mit dem Glauben an höhere Gewalten und Einteilungen in Gut und Böse. Offene Flanken nach rechts? Antiemanzipatorische Positionen von Heimat, Nation bis Bevölkerungsexplosion in Umwelt- und politischen Bewegungen
Immer wieder können rechte Gruppen an politische Bewegungen andocken. Ein Grund dafür sind inhaltliche Schwächen, vereinfachte politische Erklärungsmodelle, populistische Forderungen und ein Mangel an emanzipatorischer Analyse und Utopie. An Beispielen zunächst aus der Umweltbewegung mit ihren vor allem früher sehr ausgeprägten Grauzonen zu rechten Positionen und Gruppen sowie dann heute aktueller Forderungen politischer Gruppen sollen die Schwachpunkte aufgezeigt werden. Autoritäre Ordnungskonzepte im Umweltschutz, nationale Reregulierung statt Globalisierung, biologistische Bevölkerungspolitiken oder vereinfachte Welterklärungen sollen vorgestellt und auf ihre anti-emanzipatorischen sowie nach rechts offenen Anteile untersucht werden. Dabei besteht jeweils die Möglichkeit zu Nachfragen und Diskussion. Abschließend soll Platz sein für Perspektiven: Welche Inhalte und Aktionsformen stärken emanzipatorische Positionen und machen damit immun gegen die Vereinnahmung von rechts?
Film "Empörung und Verschwörung - Porträt einer Person auf dem Weg in rechte Ideologien"

Holger Strohm war einer der ersten bekannten Autoren der Anti-Atom-Bewegung. Sein Buch "Friedlich in die Katastrophe" bildete einen Meilenstein und zeigte Gefahren, Hintergründe und politische Seilschaften auf. Danach verfasste er etliche Umweltbücher, aber auch zu kinderfreundlichen Schulsystemen oder gegen die Gentechnik. Seine Hoffnungen auf eine Wende erfüllten sich nicht. Mehr und mehr sah er die Welt am Abgrund. Aus Verzweiflung wuchs Empörung - und die ebnete den Weg in rechtes Gedankengut und absurdeste Verschwörungstheorien. Als 2012 der Anti-Atom-Klassiker verfilmt wurde, streute Filmemacher Marcin El dort solche Gedanken ein. Es war der Anfang einer geistigen Entwicklung, die aus Holger Strohm und seinen Unterstützern vielgefragte, rechtsextreme Redner und Interviewpartner gemacht haben - voller Hass gegen Flüchtlinge, Juden, die USA und Israel, Linksfaschisten und zensierte Medien. Der Film "Empörung und Verschwörung" zeichnet das alles nach - ist aber mehr: Eine grundlegende Kritik an vereinfachten Welterklärungen, an Gut-Böse-Stigmatisierungen und dem Glauben an eine Machtpyramide mit nur wenigen Strippenziehern an der Spitze. Strohm ist ein Beispiel für viele - aber er zeigt, dass auch ein "linker Anarchist" (Selbstbezeichnung Holger Strohm) zum Verkünder wirrer und rechter Welterklärungen werden kann. ++ 71min ++ Creative Commons (NC-SA) ++ Weitere Quellenangaben am Filmende und auf Youtube

Grüne, Die Linke & Co. - können Parteien soziale Bewegungen stärken?

Die Gründung von "Die Linke" war ein Musterbeispiel für die Produktion von Diskursen - was vorher unbeachtet und langweilig war, wurde binnen kürzester Zeit zum zentralen politischen Gesprächsthema. Alte Kamellen und abgehalfterte Politiker wurden zu dynamischen Stars gemacht. Lafontaine, einst als Programmkommissionschef der SPD und Ministerpräsident im Saarland neoliberaler Vormann der immer noch "sozial"demokratisch genannten Standortpartei, und Gysi, eher ein Rechtsaußen der PDS, wurden plötzlich als "Fundis" bezeichnet und repräsentierten "die Linke". Fast jede Nachrichtensendung und jede Tageszeitung brachte tagelang die Parteigründung und ihre Superstars als Aufmacher bzw. erste Nachricht. Sonderseiten und -sendungen putschten das Thema, bis es zum Selbstläufer wurde und dann von selbst in den Nachrichten nach oben kam.
Dieser Hype produzierte Wahrnehmungen und Diskurse. Auf ähnliche Art war wenige Jahre zuvor Attac zur zentralen politischen Bewegung gemacht worden und kanalisierte rund um die Ereignisse in Göteborg und Genua 2001 einen unberechenbaren Protest. In der WASG/PDS-Hochzeit versandeten viele Proteste gegen soziale Ungerechtigkeit - Assimilierung als moderne Herrschaftsstrategie. Aktuelle Beispiele sind die Syriza in Griechenland, andere linke Parteien in weiteren Ländern oder die Kanalisierung von Empörung durch Campact & Co.

Inhalte:

Mehr Infos:

Selbstorganisierung

Selbstorganisierung: Allgemeine Einführung

Beschreibung
Konkrete Hinweise und Möglichkeiten für politische Gruppen und einen vom Geldzwang befreiten Alltag
Zwei bis drei Jahre mit vollem Idealismus, dann ist meist die Batterie leer ... politische Akteur_innen, kurz zuvor noch auf der Suche nach Alternativen zu Ausbildung, Job, Verwertung usw., passen sich den Gegebenheiten an, werden spießiger oder modern-kapitalistischer als alle, die früher ein abschreckendes Beispiel für sie waren. Politischen Gruppen und Einrichtungen geht es oft noch schlimmer: Der scheinbare Zwang zu finanziellen oder formalen Absicherungen, der unreflektierte Hang zu Verregelungen der Zusammenarbeit sowie der Druck der äußeren Verhältnisse führen meist sehr schnell zu Anpassung und Abhängigkeit von Zuschüssen, öffentlichen Räumen, Medien usw.
In diesem Seminar sollen Alternativen aufgezeigt und, viel wichtiger, gemeinsam erarbeitet werden. Kreative Diskussionsformen sollen dabei die Chance bieten, sich zu lösen von dem, was uns Jahrzehnte als einzig möglicher Lebensweg oder einzig erfolgversprechende Organisationsform vermittelt wurde. Es geht um ein Leben ohne Beruf, Organisieren statt Finanzieren, offene Freiräume , eigene Medien, gemeinsam genutzte Infrastruktur aufbauen und vieles mehr.

Vorschlag für Ablauf Fr-So:

Mehr Infos:

Gratis-Leben: Containern, Schnorren, Aneignen (Workshop)

Lohnarbeit und Abhängigkeit von Staatsknete prägen das Leben vieler, die eigentlich gegen Kapitalismus und Fremdbestimmung kämpfen. Widerstand und Selbstentfaltung bleiben auf die "Freizeit" beschränkt. Das Gegenmittel heißt Selbstorganisierung ein Mix aus Kreativität und dem Wissen um die vielen Möglichkeiten, "umsonst" zu leben. Das Seminar soll Raum bieten, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie mensch sich den Zwängen des Marktes entziehen kann.

Schnüffeln, recherchieren, Undercover - Tipps zum Recherchieren

Um in den Kochtöpfen der Macht herum zu rühren oder in diese zu spucken, ist eine Mischung aus kreativen Aktionen, emanzipatorischen Inhalten und tiefen Einblicken in Strukturen, Handlungsweisen und Ziele der Mächtigen nötig. Letzteres bedarf einigen Geschicks. Der Workshop soll Wissen und Ideen geben, wie über Internet, Undercover-Recherche (Schnüffeln wie Wallraff), Akteneinsicht und einiges mehr Informationen besorgt werden können.
Angesprochen werden (auf Wunsch auch vertieft und mit Übungen):

Mögliche Form der Veranstaltung: Workshop von einigen Stunden oder (besser) als Tagesseminar

Links und Infos