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(Selbst-)Organisierung
Tipps für den Alltag, Trampen, Containern & Co.

Methoden in der Gruppenarbeit ++ Kritik an NGOs und Bewegung ++ Selbstorganisierung ++ Links

Methoden der politischen und Bildungsarbeit

Hierarchieabbau (Seminar)

Beschreibung
Wer kennt sie nicht: Das zerredete Plenum, die intransparenten Zirkel der Wichtigleute, die immer schon alles vorher klarhaben, mit Sachzwängen und dominanter Stimme alles an sich ziehen bis hin zu den formalen Herrschaftsstrukturen der Vorstände oder Gesprächsleitungen. Gibt es keine Alternativen? Und zwar solche, die nicht alles verregeln, tot-bürokratisieren und damit Kreativität und Spontanität gänzlich abwürgen (ohne die verdeckten Dominanzen tatsächlich aufheben zu können).
Im Seminar geht es um konkrete Methoden - sie sollen erläutert, diskutiert, bei Bedarf weiterentwickelt und auch ausprobiert werden. Dauert das Seminar ein Wochenende oder sonst mehrere Tage, kann es Phasen geben, in denen z.B. Open Space, Selbstmoderation, eine Fish Bowl als Streitmethode und einiges mehr auch praktisch ausprobiert werden.
Ziel aller Methoden ist die Entscheidungsfindung „von unten“, d.h. der Abbau von Hierarchie und Zentralität in den Entscheidungsprozessen sowie das Fördern von Gleichberechtigung zwischen den AkteurInnen (in Gruppen, Projekten, WGs usw.) bzw. den selbstbestimmt handelnden Gruppen (in Netzwerken, Bündnissen, Einrichtungen usw.). Gleichzeitig geht es um die Förderung von Kreativität und Selbstentfaltungsmöglichkeiten. Uniformität ist Sache von Herrschaftsstrukturen, Kreativität und Organisierung von unten das Gegengift – intern und als politische Strategie.
Ideen und Wünsche der TeilnehmerInnen sollen im Seminar/Workshops Platz finden - wer also Vorschläge, Fragen, konkrete Situationen oder Projekte im Kopf hat und dafür nach Lösungen sucht, sollte die einbringen.

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Hierarchieabbau in Gruppen (Workshop oder Beratungsgespräch)

Thema wie oben, aber speziell für kleine Gruppen

Hierarchiearme Organisierung von Großtreffen (Workshop oder Beratungsgespräch)
Layout

Kritik an NGOs und sozialen Bewegungen

Filz im Naturschutz

Übersicht über die Verflechtungen zwischen Umweltverbänden und -gruppen mit Parteien, Wirtschaft, Regierungen, rechten und esoterischen Gruppen.

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Rechte Ökologie

Es geht um Inhalte und Strukturen: Welche inhaltlichen Positionen von UmweltschützerInnen und rechten Gruppen überschneiden oder ähneln sich? Welche Anknüpfungspunkte gibt es daher z.B. in Richtung Landschafts- und Heimatschutz, in Richtung der Erfindung von Überbevölkerung, dem Glaubenskrieg gegen Finanzkapital-Schurken, Lebensschutz und mehr? 2004 verabschiedeten die Chefs der deutschen Umweltverbände und Angela Merkel zusammen eine Presseerklärung. Zwischenüberschrift: „Naturschutz ist angewandter Patriotismus“ ...
Zweitens konkrete organisatorische Verknüpfungen: Rechte AktivistInnen in Umweltgruppen, Kooperationen mit rechten Gruppen, die Lage bei der ÖDP, die Rolle von Fascho-Organisationen in der Entstehung der „modernen“ Umweltbewegung (ab dem Kampf gegen Atomkraft, bei der Gründung der Grünen) oder die Geschichte des Naturschutzbundes als Reichsvogelschutzbund während der Nazi-Herrschaft.

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Den Kopf entlasten: Kritik anti-emanzipatorischer Positionen in politischen Bewegungen

Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, der Finanzkapital macht alles kaputt. Völkerrechtswidrige Kriege lehnen wir ab - demokratisch bomben ist schöner. Härtere Strafen für Nazis, Vergewaltiger und Umweltsünder. Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Mehr Kontrolle für Richter und Polizei. Leitungsnetze ausbauen für die Windenergie. Stärke des Rechts statt Recht des Stärkeren. Der Mensch ist halt ein Herdentier (oder neu: Schwarm). NPD-Verbot jetzt!
So oder ähnlich klingen viele politische Forderungen. Was sie gemeinsam haben: Sie blenden Machtebenen aus, verkürzten komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wollen sie billige Zustimmung einfangen - zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von AnhängerInnen und WählerInnen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Auf diese Weise betreiben viele Gruppen das Geschäft derer, die an den Hebeln der Macht sitzen. Sie wollen Einzelprobleme lösen und verschärfen dabei die Ursachen von Profit, Ausbeutungen, Unterdrückung und Umweltzerstörung. Wer das Gute will, dabei aber die Befreiung der Menschen außer Acht lässt, wird schnell zur Hilfstruppe derer, die immer mehr Kontrolle und Steuerungsmittel wollen - und auch immer das Beste versprechen.
Im Vortrag (bzw. Workshop) werden Prinzipien anti-emanzipatorischer Theorien, politischer Konzepte und Welterklärungen benannt und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind.

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Statt selbst denken: Religion, Esoterik, Verschwörungstheorien und Biologismen

Was haben so unterschiedliche Sachen wie Papstworte, morphogenetische Felder, Rassenkunde, Schwarmintelligenz und Bilderberger gemeinsam? Sie enthalten scheinbare Erklärungen für hochkomplexe Natur- oder Gesellschaftserscheinungen, die mit krassen Vereinfachungen arbeiten. Wenn Gott allmächtig oder das Schicksal vorherbestimmt ist, wenn Karma oder die Bilderberger alle Geschicke leiten, Recht und Ordnung höhere Weihen hat oder vom Volk stammt, wenn alles wie in Herden oder nach kosmischen Gesetzen abläuft, während Männer und Frauen, Schwarze und Weiße, Alte und Junge eindeutige Schubladen bilden, dann ist alles schön einfach. Genau deshalb sind solche Theorie auch so attraktiv: Sie entlasten den eigenen Kopf. Die so unbegreiflich und deshalb bedrohlich wirkende Welt wird wieder übersichtlich. Doch damit geht schlicht eine Selbstkastration analytischen und skeptischen Denkens einher. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wollen sie billige Zustimmung einfangen für ihre Glaubensgemeinschaften, Zirkel oder "Theorien". Sie sind damit doppelt anti-emanzipatorisch: Sie betäuben das Denkvermögen der Menschen - und sie sortieren Welt in schematische Modelle, oft verbunden mit dem Glauben an höhere Gewalten und Einteilungen in Gut und Böse.

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Mythos Attac

Der Medien-Hype um Attac hat politischen Protesten mehr öffentliche Wahrnehmung gebracht. Konkrete Forderungen wie die Tobin Tax oder das Ende des Irakkrieges wurden populär. Fraglich aber bleibt, was durch diese Popularität erreicht wurde. Hat Attac den politischen Protest gestärkt? Oder ist der Aufbau einer professionellen Kampagnen-NGO einer der Gründe, warum in Deutschland vielfältige Basisbewegungen wie in Spanien, Italien und anderen Ländern immer noch fehlen? Sind die großen Demonstrationen gegen Kriege oder Sozialabbau ein Erfolg oder mehr ein Grund dafür, dass konkreter, alltäglicher Widerstand kaum stattfindet?
Wer steckt hinter Attac? Wer verfolgte mit der Gründung welche Ziele und wie haben sich diese durch den Erfolg der NGO gewandelt?
Der Workshop/Vortrag liefert präzise Informationen über die Gründung und Entwicklung von Attac, die Ideologie und die Strukturen, die gegenüber den konventionellen Verbandsformen bisheriger NGOs eine erhebliche Effizienzsteigerung brachten. Hunderte von Quellen wurden ausgewertet, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Der fällt sehr kritisch aus - und dennoch stellt das Buch klar, dass Attac ein vielfältiges Projekt ist. Die ideologische Verengung in den Führungskadern des NGOs verbindet sich mit teilweise kreativ-spritzigen Aktionsmethoden in den Basisgruppen. Die Kritik an Attac ist daher verbunden mit perspektivischen Entwürfen, wie eine Weiterentwicklung gerade der an der Basis und in Arbeitsgruppen starken und handlungsfähigen Organisation hin zu einer handlungsfähigen, vielfältigen und horizontal vernetzten, offenen Basisbewegung möglich ist. Insofern ist das scharfe Kritik und Perspektive in einem.

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Grüne, Linkspartei & Co. - können Parteien soziale Bewegungen stärken?

Die neue Linkspartei ist ein Musterbeispiel für die Produktion von Diskursen - was vorher unbeachtet und langweilig war, wurde binnen kürzester Zeit zum zentralen politischen Gesprächsthema. Alte Kamellen und abgehalfterte Politiker wurden zu dynamischen Stars gemacht. Lafontaine, einst als Programmkommissionschef der SPD und Ministerpräsident im Saarland neoliberaler Vormann der immer noch "sozial"demokratisch genannten Standortpartei, und Gysi, eher ein Rechtsaußen der PDS, wurden plötzlich als "Fundis" bezeichnet und repräsentierten "die Linke". Fast jede Nachrichtensendung und jede Tageszeitung brachte tagelang die Parteigründung und ihre Superstars als Aufmacher bzw. erste Nachricht. Sonderseiten und -sendungen putschten das Thema, bis es zum Selbstläufer wurde und dann von selbst in den Nachrichten nach oben kam.
Dieser Hype toppt noch einmal das gezielte Produzieren von Wahrnehmung und Diskursen. Auf diese Art war auch Attac zur zentralen politischen Bewegung gemacht worden - rund um die Ereignisse in Göteborg und Genua 2001 wurde es von den Medien und etlichen wichtigen Prominenten der bürgerlichen selbsternannten Intelligenz zum wichtigen Projekt. "Historische Chance" und ähnliches wurde allerdings erst jetzt für die WASG/PDS-Hochzeit formuliert, aber die Logik ist ähnlich.
Inzwischen ist längst deutlich, wie krass Hierarchien, Bewegungsvereinnahmung, populistische Politikauffassungen und die Kämpfe von Eliten die Linkspartei prägen.

Inhalte:

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Selbstorganisierung

Selbstorganisierung: Allgemeine Einführung

Beschreibung
Konkrete Hinweise und Möglichkeiten für politische Gruppen und einen vom Geldzwang befreiten Alltag
Zwei bis drei Jahre mit vollem Idealismus, dann ist meist die Batterie leer ... politische AkteurInnen, kurz zuvor noch auf der Suche nach Alternativen zu Ausbildung, Job, Verwertung usw., passen sich den Gegebenheiten an, werden spießiger oder modern-kapitalistischer als alle, die früher ein abschreckendes Beispiel für sie waren. Politischen Gruppen und Einrichtungen geht es oft noch schlimmer: Der scheinbare Zwang zu finanziellen oder formalen Absicherungen, der unreflektierte Hang zu Verregelungen der Zusammenarbeit sowie der Druck der äußeren Verhältnisse führen meist sehr schnell zu Anpassung und Abhängigkeit von Zuschüssen, öffentlichen Räumen, Medien usw.
In diesem Seminar sollen Alternativen aufgezeigt und, viel wichtiger, gemeinsam erarbeitet werden. Kreative Diskussionsformen sollen dabei die Chance bieten, sich zu lösen von dem, was uns Jahrzehnte als einzig möglicher Lebensweg oder einzig erfolgversprechende Organisationsform vermittelt wurde. Es geht um ein Leben ohne Beruf, Organisieren statt Finanzieren, offene Freiräume , eigene Medien, gemeinsam genutzte Infrastruktur aufbauen und vieles mehr.

Vorschlag für Ablauf Fr-So:

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Gratis-Leben: Containern, Schnorren, Aneignen

Lohnarbeit und Abhängigkeit von Staatsknete prägen das Leben vieler, die eigentlich gegen Kapitalismus und Fremdbestimmung kämpfen. Widerstand und Selbstentfaltung bleiben auf die "Freizeit" beschränkt. Das Gegenmittel heißt Selbstorganisierung ein Mix aus Kreativität und dem Wissen um die vielen Möglichkeiten, "umsonst" zu leben. Das Seminar soll Raum bieten, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Ideen zu entwickeln, wie mensch sich den Zwängen des Marktes entziehen kann.

Links und Infos