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Politische Theorie
Herrschaftskritik, Utopie, Alternativen

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Der Grundlagenvortrag

Freie Menschen in Freien Vereinbarungen: Theorie der Herrschaftsfreiheit (Lesung und Diskussion)

Wie kann eine herrschaftsfreie Welt aussehen? Diese Frage beschäftigt PhilosophInnen, manch zukunftsorientierten PolitikerInnen oder AktivistInnen, Roman- und Sachbuchschreiberlinge. Doch ein kritischer Blick zeigt meist: Zukunftsdebatten sind eher ein Abklatsch heutiger Bedingungen mit netteren Menschen in der Führung. "Freie Menschen in freien Vereinbarungen" ist radikal anders: Mit scharfem, analytischen Blick werden die Bedingungen seziert, unter denen Herrschaft entsteht, wie sie wirkt und was sich wie ändern muss, damit Menschen aus ihrem Streben nach einem besseren Leben (Eigennutz) sich nicht nur selbst entfalten, sondern genau dafür die Selbstentfaltung aller Anderen brauchen und deshalb mit herbeiführen. Aus Konkurrenz wird Kooperation, das Normale weicht der Autonomie.
Der Autor des im Frühjahr 2012 erschienenen Buches "Freie Menschen in freien Vereinbarungen" stellt nach einer Definition von Herrschaft die Frage nach den Formen, in denen Herrschaft auftritt. Danach umreisst er in über 20 Thesen die Bausteine einer herrschaftsfreien Welt - nicht in Form konkreter Entwürfe, sondern als Art "Prinzipien", was gelten müsste. Es geht um Aspekte, wie eine herrschaftsfreie Welt organisiert sein müsste und wie der Weg dorthin aussieht. Der Vortrag ist eine Mischung aus kurzen Lesungen, verbindenden Worten und der Möglichkeit zu Nachfragen und Diskussion.
Wer schon vorher etwas lesen will: www.herrschaftsfrei.tk.

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag/Workshop ... weiterführen dann Mehrtagesseminar möglich

Infos und Literatur:

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Frühere Versionen von Ankündigungungstexten:
Funktioniert "Anarchie"? Die Thesen und Ideen von "Freie Menschen in freien Vereinbarungen" wollen verbinden, was bisher weit auseinander lag: Zum einen die politische Debatte um gesellschaftliche Strukturen und eine Alltagspraxis von Autonomie und Kooperation. Dann die philosophische Idee der Selbstentfaltung des Menschen. Und naturwissenschaftliche Erkenntnisse von Evolution über Massenpsychologie, die (Quanten-)Physik der Materie oder z.B. die Hirnforschung. So entsteht ein Modell einer dynamischen, selbstorganisierten Welt, in der die Menschen im Mittelpunkt stehen. Fortschritt ist die Ausweitung von Möglichkeiten, zwischen denen sich alle frei entscheiden können - kommunikativ und kooperierend.
Das Ergebnis ist nicht nur eine abstrakte Vision jenseits von Profitlogik, Verwertungszwang und Hierarchien. Sondern es zeigt, dass es ein Leben jenseits des Kapitalismus und all der anderen Herrschaftsstrukturen, die Gesellschaft und Alltag durchziehen, gibt und geben muss. Daraus lassen sich viele konkrete Zukünfte ableiten, von direkter Ökonomie statt Marktwirtschaft über eine Abschaffung von Patenten und Copyrights (freies Wissen für alle Menschen), gemeinsamem Reichtum an allen Ressourcen, emanzipatorischen Umweltschutz bis zu Alternativen zu Verboten, Strafen und überhaupt allen Kollektiventscheidungen, in denen ein selbsternanntes "alle" für tatsächlich alle entscheidet.

Jahrelang schien der Kapitalismus unangefochten als allein denkbare Gesellschaftsform dazustehen. Das schwächt die Durchsetzungsfähigkeit politischer Arbeit, denn ohne klares Ziel bleibt vieles Einzelaktion und ist auch schwer öffentlich darzustellen. Grundlegend verändert sich dann ohnehin nichts - nur wer das (scheinbar) Unmögliche fordert, kann das Mögliche erreichen!
Es wird Zeit für eine neue Diskussion um Visionen. Das dürfen keine Rezepte sein, sondern sie müssen zeigen: Es gibt ein Leben jenseits des Kapitalismus und all der anderen Herrschaftsstrukturen, die Gesellschaft und Alltag durchziehen. Es geht um direkte Ökonomie statt Marktwirtschaft und Profitgier, um eine Abschaffung von Patenten und Copyrights (freies Wissen für alle Menschen) sowie gemeinsamer Reichtum an allen Ressourcen. Umweltschutz als Teil dieser herrschaftslosen Gesellschaft ist nicht mehr Sache von Verboten, Steuern und Strafen, sondern die gemeinsame Entscheidung aller Menschen.
Visionen haben nicht nur Selbstwert, sondern bieten den Rahmen, in dem reale Veränderungen ablaufen können. Die konkreten Projekte und Forderungen sind Schritte hin zu den Visionen. In diesem Sinne sollen in der Diskussion auch Politikkonzepte kritische hinterfragt werden, die neue Herrschaftsformen schaffen oder bestehende lediglich modernisieren - u.a. neue Steuern (Tobin Tax, Ökosteuer) und Marktmechanismen (Klimazertifikate), internationale Institutionen (UN, Gerichtshof, Friedenstruppen) und Regierungsformen (Governance) sowie herrschaftsstützende Ideologien (Agenda 21, Nachhaltigkeit, Demokratie).

Autonomie & Kooperation: Konkrete Entwürfe herrschaftsfreier Organisierung
„Eine andere Welt ist möglich“ - aber wie? Konkrete Entwürfe sind selten, verstaubt oder bei näherem Hinsehen doch nur ein anders regierte Welt. Eine andere, vor allem eine die Selbstentfaltung der Menschen fördernde Welt aber setzt nicht andere Regierungen, sondern grundsätzlich andere Rahmenbedingungen voraus.
  • Wie werden Menschen wirtschaften, wenn die Zwänge des Marktes und die Kontrolle der Institutionen oder Regierungen wegfallen?
  • Wie lernen wir ohne die herkömmlichen Schulen, Universitäten und andere Orte zwangdurchzogener Bildung?
  • Werden in einer herrschaftsfreien Gesellschaft das Faustrecht ausgepackt und alle natürlichen Ressourcen rücksichtslos aufgebraucht?
  • Wie erkennen wir Herrschaft und welche Strategien gibt es gegen sie?
  • Und welche konkreten Schritte im Hier & Jetzt können kleine Räume oder erste Schritte zu einer Utopie der Herrschaftsfreiheit darstellen?

Spezielle Themen zu Anarchie und Herrschaftsfreiheit

Anarchismus - ein Update ist nötig und möglich!

Zunächst geht es um Anforderungen an herrschaftsfreie Gesellschaftsentwürfe und Utopien (siehe oben: "Freie Menschen in freien Vereinbarungen"). Danach werden anarchistische Ansätze darauf untersucht, wieweit sie tatsächlich emanzipatorische bzw. herrschaftsfreie Perspektiven bieten. Am Ende steht ein Ausblick, wie sich anarchistische Theorie und Praxis weiterentwickeln müsste: Moderne Herrschaftsanalysen, ein wissenschaftlicher, materialistischer Anarchismus (Leben ohne Jenseits, Übernatürlichkeit und Determinismus) und Vorschläge für neue Ansätze, Theorien und praktische Konzepte.

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag, Workshop oder Tagesseminar

Anarchie und Basisdemokratie sind unvereinbar!

Demokratie ist das Entscheiden in einem Kollektiv, das zum Zwecke des Abstimmens gegenüber dem "Außen" abgegrenzt wird. Die Entscheidung gilt für alle im "Innen" und bedarf, soll das Demokratische auch Kraft entfalten, einer Durchsetzungslogik.
Damit ist Demokratie immer herrschaftsförmig, auch die Basisdemokratie.
Anarchie aber ist die Abwesenheit von Herrschaft. Kann Anarchie also basisdemokratisch sein?

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag oder Workshop

Mehr Infos:

Die Ideologien der besseren Welt - im Vergleich

Anarchie, Basisdemokratie, Radikaldemokratie und andere Utopien: Wie kann eine "andere Welt" aussehen? Was haben irgendwelche anderen schon mal gedacht und was sind die Unterschiede zwischen Basis- und Radikaldemokratie, ist Anarchie was anderes, was schlug Marx vor? Und was wäre unsere Idee für eine herrschaftsfreie Welt, so wir sie denn wollen?

Folgende Themen können angegangen und Fragen geklärt werden:

Anarchie für den Alltag hier und heute

Wie lässt sich herrschaftsfreies Utopie schon heute im Kleinen umsetzen?
Auch wenn "das Richtige im Falschen" nicht gelingen kann - heißt das, dass sich der Traum von herrschaftsfreien Leben auf T-Shirt-Aufdrucke, Parolen im miefigen Normalleben und auf peinlich-hierarchischem Versammlungen oder schwer verständliche Textpassagen lauter Kellerkonzerte reduzieren muss? Der Workshop soll zeigen: Nein, es geht mehr. Aber es braucht erstens einer aktuellen und scharfen Analyse, wie Herrschaft heute beschaffen ist, wo und auf welche Art sie wirkt. Nur dann können Versuche, dieser zu entrinnen oder widerständig ein Stück Freiheit zu erobern, zumindest teilweise gelingen. Anschließend folgt ein Gelopp durch mögliche Anwendungsbereiche - von der Selbstorganisierung des eigenen Lebens jenseits von Lohnabhängigkeit u.ä., über Fragen des eigenen Konsumverhaltens, des Umgangs mit Eigentum und Hausrecht und der Form von Gruppenorganisierung bis zu direkten Aktionen, die über Einzelkritiken hinaus auch die Herrschaftsfrage insgesamt stellen.

Mögliche Form der Veranstaltung: Workshop oder Tagesseminar

Welche Gesellschaftsform passt zur Natur des Menschen?

Schon die Frage dürfte provokativ sein - und soll gerne zur Debatte stehen: Gibt es eine "Natur" des Menschen? Oder ist der Mensch sozial ge- oder stark überprägt. Die erste These lautet: Das schließt sich nicht aus, sondern ist die Natur des Menschen. Vor allem das Gehirn ist extrem dynamisch, in ihm "materialisieren" sich die sozialen Bedingungen. Das Sein schafft nicht nur das Bewusstsein, sondern auch den Körper und - über Billionen von Synapsen - wiederum die Denkkultur. Diese Offenheit ist gerade die Natur des Menschen - was sonst? Das ist dann aber wiederum keine neutrale Aussage, sondern aus der dynamischen Offenheit des Menschen gegenüber Umwelteinflüssen ergeben sich interessante Ableitungen zu Gesellschaft: Warum soll ein solch dynamisches Wesen in eine starre, durch Regel auf den Jetztzustand fixierten gesellschaftlichen rahmen leben? Warum wird Sicherheit so groß geschrieben, obwohl doch Wandel zur Ausstattung des Menschen optimal passt?

Alternativen im Hier und Jetzt: Anfang einer Utopie oder ihr jähes Ende?

Ein kritischer Blick auf gemeinschaftliche Wohnungen, Kommunen, besetzte Häuser, Wagenplätze, autonome Zentren, Ökoläden und viele andere Initiativen ist ziemlich desillusionierend. Es sind nicht Zwangsvollstrecker und böse Konzerne, keine knüppelnden Polizeibeamten oder fiese Machenschaften, die aus den schwungvoll startenden Weltverbesserern Orte machen, in denen genauso um das finanzielle Überleben gekämpft, für harte Euros geschuftet wird und interne Hierarchien entstehen wie draußen in der Welt. Oft bleibt nur die Attitüde, der Name oder die Farbe der Fassade als Ausdruck dessen übrig, was eigentlich an Hoffnungen mitschwang, als alles begann ...
Welche Utopien waren das? Was bedeutet Herrschaftsfreiheit? Wo lauern Zwänge, Normierung und die soziale Zurichtung auf das Übliche? Gibt es Chancen, Freiräume und Experimente so zu gestalten, dass sie wenigstens ein Stück weit das schaffen, was die Idee einer emanzipatorischen Veränderung ist - dass sich Menschen immer besser selbst entfalten und Handlungsmöglichkeiten aneignen können, ohne diese ständig konkurrierend abzugrenzen gegen eine Außenwelt, die im Kopf konstruiert wird, um das identitäre Innen zu festigen, in dem es längst leer geworden ist ...

Demokratie. Die Herrschaft des Volkes. Eine Abrechnung

Kritik der Demokratie

Demokratie heißt Volksherrschaft. Sie funktioniert also immer über den Bezug auf einem imaginierten, organischen "Volkskörper". Dieser "demos", in anderen demokratischen Gebilden auch als Plenum, Belegschaft, Fangemeinde oder Mitgliedschaft geformt, ist zentraler Baustein der Demokratie. Doch dieses Konstrukt, die Idee von "Völkern" oder anderen kollektiven Einheiten, kommt nicht ohne Grenzen aus und basiert immer auf dem Ausschluss von Gruppen und Menschen, die als das Außen definiert werden. Ohne Herrschaft geht das nicht. Verschärft wird diese durch die Notwendigkeit der Stellvertretung, denn der Willen des Ganzen existiert nur durch die, die im Namen des Ganzen reden. Parlamentarismus ist dabei eine Show, mit der durch gewählte Abgeordneten die Angehörigen des halluzinierten Gesamtwillens angeblich vertreten werden - eine mehrfach gestufte Lüge, wie der Einführungsvortrag in die Kritik der Demokratie zeigen soll.
Zur thematischen Vorbereitung können die Internetseiten www.demokratie.tk dienen.

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag, Workshop oder Tagesseminar
Hilfsreiche Technik: Beamer, Leinwand (da PowerPoint-Unterstützung möglich)
Mögliche Varianten durch besondere Betonung (Themenschwerpunkt) z.B. auf Parlamentarismuskritik, Basisdemokratie o.ä.

Mehr Infos:

Das Recht - Spielregeln der Herrschenden

"Wer Recht durchzusetzen vermag, beweist damit, daß er Recht zu setzen berufen ist", hat Gustav Radbruch gesagt, einer der wichtigsten Rechtsphilosophen dieses Landes und auch heute noch hochgelobter Namensträger von Gefängnissen und Straßen. Georg Büchner, von vorneherein kritischer und selbst von der Justiz gejagt, nannte die Justiz "die Hure des Fürsten". Beides passt nicht zu den Lobeshymnen, die aus unterschiedlichen politischen Strömungen und gesellschaftlichen Schichten über das Recht gesungen werden. Selbst diejenigen, die durch Polizei und Justiz aufs übelste schikaniert werden, erhoffen ausgerechnet von Recht und Gesetz, Uniformierten und Gerichten ihre Rettung. Es wird Zeit, mit den Mythen aufzuräumen: Recht und Gesetz stammen aus düsteren Zeiten, oft noch aus Kaiserzeit und Nationalsozialismus. Sie sind die Spielregeln, mit denen die Mächtigen ihren Willen in eine allgemeingültige Form gießen. Der Appell an die Täter_innen in Robe und Uniform muss verhallen. Gegenwehr sieht anders aus: Wirksamer Schutz, Demaskierung ökonomischer und politischer Interessen in der Öffentlichkeit, Solidarität gegen die Angriffe auf Einzelne. Dieser Vortrag soll zum Nachdenken anregen, ob die Hoffnung auf die Gerechtigkeit durch Rechtsprechung nicht ein Irrglaube ist, der uns nur handlungsunfähig macht.

Religion, Moral, Esoterik

Kritik des "Off" - weder Religion noch Esoterik oder andere höhere Werte

Von höheren Wesen und knallharter Macht: Gibt es etwas Wichtigeres, Höheres als den Menschen? Was spricht dafür (und was dagegen?), dass alle höheren Mächte (Gott, kosmische Ideen, das Wahre oder das Gute) nur deshalb benannt werden, damit einzelne Menschen oder Institutionen auf der Erde sich als Sprachrohre ausgegeben und so als Autorität inszenieren können?

Mögliche Themen und Ablauf:

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag, Workshop oder Tagesseminar

Mehr Infos:

Den Kopf entlasten: Kritik anti-emanzipatorischer Positionen in politischen Bewegungen

Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, das Finanzkapital macht alles kaputt. Hinter allem stecken zwei Bankierfamilien. Europa wird immer mehr amerikanisiert. Geht doch gar nicht, weil die BRD ohnehin von den USA besetzt ist. Oder gar nicht existiert ...
So oder ähnlich erklären Reichsbürger, Chemtrailsgläubige, AfD, USA- und Israelhasser die Ursachen empfundener Missstände. Was sie gemeinsam haben: Sie vereinfachen, verkürzen komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wandeln sie Ohnmacht oder Empörung in billige Zustimmung. Mit plumpen Feindbilder und verkürzten Ursache-Wirkungsketten stacheln viele zum Hass gegen unerwünschte Bevölkerungsgruppen, denen die Schuld für das Böse auf der Welt zugeschoben wird - der Antisemitismus ist nur ein Beispiel dafür, welche Folgen das haben kann.
Der Referent hat sich einige Zeit in solchen Gruppen umgeschaut. Er benennt Prinzipien vereinfachter Welterklärungen und stellt Beispiele vor, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind. Den Abschluss bilden praktische Tipps für skeptisches Denken. Infoseite: www.kopfentlastung.tk

Mehr Infos:

Martin Luther

Workshop zu Aussagen von Luther gegen Juden, Frauen, sog. Behinderte, Aufständische usw. sowie zum positiven Bezug auf Luthers Positionen z.B. von Nationalsozialisten, Adolf Hitler, den nazi-treuen Kirchenoberen im Dritten Reich usw.

Mehr Infos:

Politische Einmischung

Sich einmischen – Akten und Pläne studieren, mitreden und protestieren vor Ort

Kreative Widerständigkeit ist gut. Meist ist es nicht klug, sich ständig mit den Herrschenden und Privilegierten zu verbinden, um kleine Vorteile zu ergattern, aber damit das Ganze selbst zu unterstützen. Doch unabhängiger Protest bedeutet nicht, zu den Strukturen des herrschenden Systems ohnmächtigen Abstand zu halten. Ganz im Gegenteil: In den Kochtöpfen der Macht herum zu rühren, genau hinzugucken, Interessen zu demaskieren, Vorhaben frühzeitig und genau zu kennen, verbessert die Handlungsmöglichkeiten. Darum soll es gehen: Die vorhandenen Beteiligungs- und Handlungsmöglichkeiten im Rahmen des bestehenden Systems kennenzulernen, um sie – neben der direkten Aktion – optimal nutzen zu können, z.B. Akteneinsichtsrecht, Beteiligung und Klagen bei Planungen und Behördenentscheidungen, Bürgerbegehren und –entscheide herbeiführen usw.

Mögliche Form der Veranstaltung: Workshop, Tages- oder Wochenendseminar ++ Internetseite

Schnüffeln, recherchieren, Undercover - Tipps zum Recherchieren

Um in den Kochtöpfen der Macht herum zu rühren oder in diese zu spucken, ist eine Mischung aus kreativen Aktionen, emanzipatorischen Inhalten und tiefen Einblicken in Strukturen, Handlungsweisen und Ziele der Mächtigen nötig. Letzteres bedarf einigen Geschicks. Der Workshop soll Wissen und Ideen geben, wie über Internet, Undercover-Recherche (Schnüffeln wie Wallraff), Akteneinsicht und einiges mehr Informationen besorgt werden können.

Mögliche Form der Veranstaltung: Workshop oder Tagesseminar ++ Internetseite zu Akteneinsicht (speziell: vor Gericht)

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Lernen ohne Zwang
Oft scheint es, als leide Bildung darunter, dass es zu wenig Schulen, zu wenig LehrerInnen oder zu schlechte Kontrollen gäbe. Ausgeblendet wird dabei ein viel grundsätzlicheres Problem: Lernen ist zur Zeit von Zwängen und Vorgaben durchzogen - von Lehrpläne über Schulpflicht bis hin zu starren Unterrichts-Einheiten. All diese Zwäng führen bei vielen Menschen dazu, dass sie nach einigen Jahren Schule jede Lust am Lernen verlieren.
Die wichtigsten Lektion in Schule und Uni sind Anpassung, Gehorsam und stromlinienförmiges Denken. Noten sorgen dafür, dass Menschen einüben, miteinander zu konkurrieren anstatt sich gegenseitig zu unterstützen. Insgesamt sind Schulen und Unis Orte jenseits des Alltags – sie trennen Leben und Lernen ... Selbstbestimmung ist hier fehl am Platz.
Doch wie könnte eine Welt aussehen, in der Menschen sich die Dinge aneignen, die sich wirklich spannend finden? Wie sähe ein Lernen im Alltag aus, das ständig und überall ablaufen kann? Wie könnten Lernorte ohne Herrschaft aussehen?

Links und Infos