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Politische Theorie
Herrschaftskritik, Utopie, Alternativen

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Herrschaftkritik und Utopie

Freie Menschen in Freien Vereinbarungen: Grundlegungen für eine herrschaftsfreie Welt

Wie kann eine herrschaftsfreie Welt aussehen? Funktioniert "Anarchie"? Die Thesen und Ideen von "Freie Menschen in freien Vereinbarungen" wollen verbinden, was bisher weit auseinander lag: Die politische Debatte um eine gesellschaftliche Strukturen und eine Alltagspraxis von Autonomie und Kooperation. Die philosophische Idee der Selbstentfaltung des Menschen. Und naturwissenschaftliche Erkenntnisse von Evolution über Ökologie und die Physik der Materie bis zur Hirnforschung. So entsteht ein Modell einer dynamischen, selbstorganisierten Welt, in der die Menschen im Mittelpunkt stehen. Fortschritt ist die Ausweitung von Möglichkeiten, zwischen denen sich alle frei entscheiden können - kommunikativ und kooperierend.
Das Ergebnis ist nicht nur eine abstrakte Vision jenseits von Profitlogik, Verwertungszwang und Hierarchien. Sondern es zeigt, dass es ein Leben jenseits des Kapitalismus und all der anderen Herrschaftsstrukturen, die Gesellschaft und Alltag durchziehen, gibt und geben muss. Daraus lassen sich viele konkrete Zukünfte ableiten, von direkter Ökonomie statt Marktwirtschaft über eine Abschaffung von Patenten und Copyrights (freies Wissen für alle Menschen), gemeinsamem Reichtum an allen Ressourcen, emanzipatorischen Umweltschutz bis zu Alternativen zu Verboten, Strafen und überhaupt allen Kollektiventscheidungen, in denen ein selbsternanntes "alle" für tatsächlich alle entscheidet.
Im Frühjahr 2012 erscheint ein Buch unter dem Titel "Freie Menschen in freien Vereinbarungen". Wer jetzt schon etwas lesen oder an den Texten mitdiskutieren will: www.herrschaftsfrei.de.vu.

Alternativer Text (frühere Version)
Jahrelang schien der Kapitalismus unangefochten als allein denkbare Gesellschaftsform dazustehen. Das schwächt die Durchsetzungsfähigkeit politischer Arbeit, denn ohne klares Ziel bleibt vieles Einzelaktion und ist auch schwer öffentlich darzustellen. Grundlegend verändert sich dann ohnehin nichts - nur wer das (scheinbar) Unmögliche fordert, kann das Mögliche erreichen!
Es wird Zeit für eine neue Diskussion um Visionen. Das dürfen keine Rezepte sein, sondern sie müssen zeigen: Es gibt ein Leben jenseits des Kapitalismus und all der anderen Herrschaftsstrukturen, die Gesellschaft und Alltag durchziehen. Es geht um direkte Ökonomie statt Marktwirtschaft und Profitgier, um eine Abschaffung von Patenten und Copyrights (freies Wissen für alle Menschen) sowie gemeinsamer Reichtum an allen Ressourcen. Umweltschutz als Teil dieser herrschaftslosen Gesellschaft ist nicht mehr Sache von Verboten, Steuern und Strafen, sondern die gemeinsame Entscheidung aller Menschen.
Visionen haben nicht nur Selbstwert, sondern bieten den Rahmen, in dem reale Veränderungen ablaufen können. Die konkreten Projekte und Forderungen sind Schritte hin zu den Visionen. In diesem Sinne sollen in der Diskussion auch Politikkonzepte kritische hinterfragt werden, die neue Herrschaftsformen schaffen oder bestehende lediglich modernisieren - u.a. neue Steuern (Tobin Tax, Ökosteuer) und Marktmechanismen (Klimazertifikate), internationale Institutionen (UN, Gerichtshof, Friedenstruppen) und Regierungsformen (Governance) sowie herrschaftsstützende Ideologien (Agenda 21, Nachhaltigkeit, Demokratie).

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag, Workshop oder Tagesseminar

Infos und Literatur:

Autonomie & Kooperation

„Eine andere Welt ist möglich“ - aber wie? Konkrete Entwürfe sind selten, verstaubt oder bei näherem Hinsehen doch nur ein anders regierte Welt. Eine andere, vor allem eine die Selbstentfaltung der Menschen fördernde Welt aber setzt nicht andere Regierungen, sondern grundsätzlich andere Rahmenbedingungen voraus.

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag, Workshop oder Tagesseminar ++ Infos und Literatur wie oben

Demokratie. Die Herrschaft des Volkes. Eine Abrechnung

Kurztext:
Gerichtete Geschichte: Athen, Rom und der Ausgang aus dem Mittelalter. Demokratie als Oligarchie. Volks-Herrschaft: Zwei schlechte Sachen ergeben was Gutes? Kollektiv und Stellvertretung. Mehr Demokratie bis zum Demokratie-Imperialismus: Besser bomben mit UNO und EU! Was wären die Alternativen? Eine Abrechnung mit den Grundlagen aktueller Gesellschaftsformation.

Zweiter Vorschlag für einen Kurztext: Kritik von Demokratie (und Parlamentarismus)
Demokratie heißt Volksherrschaft. Sie funktioniert also immer über den Bezug auf einem imaginierten, organischen "Volkskörper". Dieser "demos", in anderen demokratischen Gebilden auch als Plenum, Belegschaft, Fangemeinde oder Mitgliedschaft geformt, ist zentraler Baustein der Demokratie. Doch dieses Konstrukt, die Idee von "Völkern" oder anderen kollektiven Einheiten, kommt nicht ohne Grenzen aus und basiert immer auf dem Ausschluss von Gruppen und Menschen, die als das Außen definiert werden. Ohne Herrschaft geht das nicht. Verschärft wird diese durch die Notwendigkeit der Stellvertretung, denn der Willen des Ganzen existiert nur durch die, die im Namen des Ganzen reden. Parlamentarismus ist dabei eine Show, mit der durch gewählte Abgeordneten die Angehörigen des halluzinierten Gesamtwillens angeblich vertreten werden - eine mehrfach gestufte Lüge, wie der Einführungsvortrag in die Kritik der Demokratie zeigen soll.
Zur thematischen Vorbereitung können die Internetseiten www.demokratie-total.de.vu dienen.

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag, Workshop oder Tagesseminar
Hilfsreiche Technik: Beamer, Leinwand (da PowerPoint-Unterstützung möglich)

Mehr Infos:

Anarchie

Anarchismus - ein Update ist nötig und möglich!

Zunächst geht es um Anforderungen an herrschaftsfreie Gesellschaftsentwürfe und Utopien (siehe oben: "Freie Menschen in freien Vereinbarungen"). Danach werden anarchistische Ansätze darauf untersucht, wieweit sie tatsächlich emanzipatorische bzw. herrschaftsfreie Perspektiven bieten. Am Ende steht ein Ausblick, wie sich anarchistische Theorie und Praxis weiterentwickeln müsste: Moderne Herrschaftsanalysen, ein wissenschaftlicher, materialistischer Anarchismus (Leben ohne Jenseits, Übernatürlichkeit und Determinismus) und Vorschläge für neue Ansätze, Theorien und praktische Konzepte.

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag, Workshop oder Tagesseminar

Anarchie und Basisdemokratie sind unvereinbar!

Demokratie ist das Entscheiden in einem Kollektiv, das zum Zwecke des Abstimmens gegenüber dem "Außen" abgegrenzt wird. Die Entscheidung gilt für alle im "Innen" und bedarf, soll das Demokratische auch Kraft entfalten, einer Durchsetzungslogik.
Damit ist Demokratie immer herrschaftsförmig, auch die Basisdemokratie.
Anarchie aber ist die Abwesenheit von Herrschaft. Kann Anarchie also basisdemokratisch sein?

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag oder Workshop

Mehr Infos:

Religion, Moral, Esoterik

Kritik des "Off" - weder Religion noch Esoterik oder andere höhere Werte

Von höheren Wesen und knallharter Macht: Gibt es etwas Wichtigeres, Höheres als den Menschen? Was spricht dafür (und was dagegen?), dass alle höheren Mächte (Gott, kosmische Ideen, das Wahre oder das Gute) nur deshalb benannt werden, damit einzelne Menschen oder Institutionen auf der Erde sich als Sprachrohre ausgegeben und so als Autorität inszenieren können?

Mögliche Themen und Ablauf:

Mögliche Form der Veranstaltung: Vortrag, Workshop oder Tagesseminar

Mehr Infos:

Den Kopf entlasten: Kritik anti-emanzipatorischer Positionen in politischen Bewegungen

Monsanto ist schuld. Nein, die Bilderberger. Quatsch, der Finanzkapital macht alles kaputt. Völkerrechtswidrige Kriege lehnen wir ab - demokratisch bomben ist schöner. Härtere Strafen für Nazis, Vergewaltiger und Umweltsünder. Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Mehr Kontrolle für Richter und Polizei. Leitungsnetze ausbauen für die Windenergie. Stärke des Rechts statt Recht des Stärkeren. NPD-Verbot jetzt!
So oder ähnlich klingen viele politische Forderungen. Was sie gemeinsam haben: Sie blenden Machtebenen aus, verkürzten komplexe Herrschaftsanalysen und spielen mit den Mitteln des Populismus. Statt Menschen zu eigenständigem Denken und kritischem Hinterfragen anzuregen, wollen sie billige Zustimmung einfangen - zwecks politischer Beeinflussung, Sammeln von AnhängerInnen und WählerInnen oder auf der Suche nach dem schnöden Mammon in Form von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Auf diese Weise betreiben viele Gruppen das Geschäft derer, die an den Hebeln der Macht sitzen. Sie wollen Einzelprobleme lösen und verschärfen dabei die Ursachen von Profit, Ausbeutungen, Unterdrückung und Umweltzerstörung. Wer das Gute will, dabei aber die Befreiung der Menschen außer Acht lässt, wird schnell zur Hilfstruppe derer, die immer mehr Kontrolle und Steuerungsmittel wollen - und auch immer das Beste versprechen.
Im Vortrag (bzw. Workshop) werden Prinzipien anti-emanzipatorischer Theorien, politischer Konzepte und Welterklärungen benannt und dann Beispiele vorgestellt, über die jeweils auch kurze Debatten möglich sind.

Mehr Infos:

Links und Infos