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Drei auf einen Streich?
Die GNS will im November drei Castorbehälter im Konvoi nach Gorleben bringen

Brennelemente-Zwischenlager Ahaus
Mit der Beteiligung von Bündnis 90/GRÜNE an der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen ist die Arbeit der Bürgerinitiativen gegen Atomanlagen nicht eben einfacher geworden. Für geharnischten Protest bei AtomkraftgegnerInnen sorgte der bündnisgrüne Abgeordnete Peter Eichenseher, als er sich für die Einlagerung der Brennelemente aus dem stillgelegten AKW Würgassen im Zwischenlager Ahaus einsetzte. Im folgenden zitieren wir aus einem Briefwechsel der Ahauser Initiative mit Eichenseher:

" ...denen geht es um einen anderen Staat!"
Was die Ablehnung von Atomkraft politisch bedeuten kann.

Ein Ja zur Demokratie
nicht mehr verfügbar

Erst abschalten, dann debattieren!
Immer, wenn nach zähem Ringen die Anti-AKW-Bewegung lokal Erfolge erringt, setzt eine gruselige Debatte ein. Hamm-Uentrop könne nur stillgelegt werden, wenn die abgebrannten Brennelemente nach Ahaus geliefert werden, hieß es einst. Würgassen steht still, wieder wird Ahaus als Atommüllagerplatz ins Spiel gebracht, neuerdings sogar von den Grünen. Hanau wird leergefahren, nun sollen die atomaren šberreste der Brennelementefertigung in das Zwischenlager Gorleben. Die AtomkraftgegnerInnen sollten ihre Blockade der Zwischen- und Endlagerstätten praktisch und politisch aufgeben, lesen wir am Ende gar in der "taz". Wer so argumentiert, argumentiert lokal-borniert.

Zwischenlager Lubmin
Derzeit entsteht in Lubmin das Atommüllzwischenlager Nord (ZLN). Seine Dimension (15 x größer als Gorleben, 200.000 Kubikmeter) ist einzigartig in Europa. Seit Januar 1996 laufen die Abbauarbeiten des seit 1973 in Betrieb gewesenen Mammut-DDR-AKW. "Brauchbares", leicht verstrahltes Material wird seit Monaten recycelt und verkauft.

Bis Schröder nicht mehr merkelt...
Zur aktuellen Diskussion über die Atommüllentsorgung von Wolfgang Ehmke

Endlager aus DDR-Zeit: Morsleben
Morsleben ist das erste in Betrieb befindliche ,,Atommüll -Endlager" der Bundesrepublik Deutschland. Das ehemalige Salzbergwerk wurde Anfang der 7Oer Jahre von den zuständigen DDR-Behörden zur Endlagerung radioaktiver Abfälle ausgewählt. Im Jahr 1981 erteilten die Behörden die auf fünf Jahre befristete Einlagerungsgenehmigung, die am 22. April 1986, wenige Tage vor der Atomkatastrophe in Tschernobyl, in eine Dauerbetriebsgenehmigung umgewandelt wurde. Durch den Einigungsvertrag bekam das DDR-Atommüllager Morsleben eine auf zehn Jahre befristete "Bestandsschutzgarantie"- Plakette.

NIX3 - Wir stellen uns quer!
BI Lüchow-Dannenberg stellt neues Aktionskonzept vor

Endlager Schacht Konrad
Seit mittlerweile zwanzig Jahren laufen die Planungen, um die ehemalige Eisenerzgrube Schacht Konrad in Salzgitter zu einem Atommüllendlager umzubauen.

Siemens-Boykott
Die Siemenstochter KWU ist der Konzern in Deutschland, der bis auf eine Ausnahme alle bundesdeutschen AKW gebaut hat.

X-tausend mal quer
Gewaltfreie Blockade des nächsten Castor-Transportes


Aktuelle Termine

11.9: Voraussichtlicher Erörterungstermin zur Kapazitätserweiterung des Zwischenlagers in Ahaus.

15.9.: Beginn der Kampagne Zivilen Ungehorsams "Keine Bahn zum Castorkran". Weitere Informationen siehe Bericht auf S.4.

21.9.: Aktientag für die InhaberInnen von Aktien der Bäuerlichen Notgemeinschaft mit Fest in Reddebeitz. Aktien, die die bäuerliche Notgemeinschaft im Wendland unterstützen, sind zu erwerben bei: Susanne Kamien, Lange Straße 47, 29439 Lüchow

23.9.: 14 Uhr, Prozess gegen den Betrieb des AKW Brokdorf. Infos: Aktionskreis Stillegen 04852 / 3761 o. 54793

27.-29.9.: Anti-Atom-Herbstkonferenz in Hamburg. Anmeldung und Informationen: Anti-Atom-Büro, Nernstweg 32, 20765 Hamburg, Tel.: 040/ 3909222

5. 10.: Demonstration in Brokdorf. 10 Jahre Betrieb des AKWs. Infos: Aktionskreis Stillegen 04852 / 3761 o. 54793

29.10.: Fortsetzung der mündlichen Verhandlung vor dem OVG Münster über die atomrechtliche Genehmigung des BEZ Ahaus.