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Widerstands- und Utopie-Tage |
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| Drei Wochen lang ein Intensivkurs
in Sachen Selbstorganisierung, Direct-Action und Diskussion um Utopien
herrschaftsfreier Gesellschaft? Mal so von Grund auf das alles erfahren,
was wichtig ist für kreativ-widerständige Aktionen, für
ein gutes Auskommen auch ohne viel Geld, für Projekte und mehr ohne
Abhängigkeit von Staat, DGB oder wer sonst noch so den Tropf vieler
Gruppen bildet - und dazu noch diskutieren über eine Welt ohne Knäste,
Schule, Arbeit, Regierungen usw.
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In der ersten Woche gibt es viele Einführungen
und einiges wird praktisch ausprobiert. Das Ausprobieren prägt dann
die zweite Woche: Containern, Sachen organisieren ohne Geld, Straßentheater,
Fakes, Sabotage oder eine Zeitung entwerfen. Alles wird anschließend ausgewertet, damit es noch besser werden kann. In der dritten Woche soll es dann nach Lust und Laune schon richtig losgehen ... und nebenbei gibt's ständig Diskussionen über Aktionsformen, Utopien und mehr! |
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ÜbersichtFast drei Wochen lang treffen sich Menschen, die Lust haben, Alternativen zu Herrschaft, Fremdbestimmung, Rollenzurichtung und all den Normen und Zwängen dieser Gesellschaft mit zu entwickeln, d.h. zu diskutieren, zu planen und dann auch ausprobieren. Die "Widerstands- und Utopietage" sind eine Art Grundkurs für den Abschied aus der Normalität - sowohl im Alltag wie auch im politischen Engagement. Denn es ist zwar das völlig Richtige im Falschen nicht möglich, aber einfach nur Ausbildung, Familie und Beruf als Alltag sowie identitäre Gruppe, Latschdemos und Projekte mit schleichender Anpassung muss nicht sein. Der Verweis auf die Zwänge ist oft nur eine Ausrede und die mangelnde Auseinandersetzung mit Normierungen und Herrschaftsverhältnissen ein Grund, warum wenig vorangeht auch in der politischen Bewegung.Um aus der ewigen Langeweile von Latschdemos, Infostand & Co. sowie den Zwängen des Alltags Stück für Stück zu entfliehen, soll dieser Kurs das erste Handwerkszeug bieten. |
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Die erste Woche: EinführungenIhr kommt an, wir tauschen uns aus über unsere Wünsche und die Möglichkeiten. Damit wir das voneinander mitkriegen, wäre es schön, wenn alle im Laufe des ersten Sonntags kommen. Es wird große Wandzeitungen geben und kein vorgegebenes Programm. Denn selbstorganisiertes Lernen und Ausprobieren gehört schon zu Praxis dazu. Auf den Wandzeitungen können Ideen der Marke "Ich hab Lust zu ..." oder Anfragen wie "Ich würd gern wissen, wie ..." angeheftet werden. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt, d.h. alle Themen sind möglich vom "Woher kommt was zu essen?" über "Wie baue ich eine Solaranlage?" oder "Wie repariere ich ein Fahrrad?" bis zu "Was ist verstecktes Theater?" oder "Wie baue ich einen Molli?". Finden sich zwei oder mehr Menschen, das dann wirklich anzugehen, wird Termin und Ort vereinbart - und das auf die Ankündigungs-Wandzeitung geheftet, damit weitere hinzukommen können (ähnlich dem sog. Open Space).In der ersten Woche wird es zudem einige Einführungen geben, z.B. in Direct-Action, kreative Antirepression, Containern und Schnorren, eigene Zeitungen oder andere Medien, Möglichkeiten im Internet usw. |
Die zweite Woche: AusprobierenNach der ersten Phase geht es ans Praktische, dabei aber noch viel als Probieren - z.B. ein Straßentheater oder der Entwurf eines Fakes. Anketten üben, Wühlen in Containern oder die ersten Materialien schnorren ... z.B. was in der Projektwerkstatt fehlt, aber noch gebraucht wird im Kurs oder zu anderen Zeiten. Layouten einer Zeitung, Interviews u.ä. mit dem Aufnahmegerät - vieles ist möglich. Wann und wo was geübt wird, wann es aus dem gesicherten Raum rausgeht z.B. in die FussgängerInnenzone, ein Kaufhaus oder andere Orte, dass entscheidet Ihr selbst. Nach jedem Ausprobieren kann berichtet und in einem Workshop das Ganze ausgewertet werden - damit es beim nächsten Mal (noch) besser klappt. |
Die dritte Woche: Praxis!Wenn Lust besteht, können wir zum Ende hin richtig Aktionen machen, Projekte oder Veranstaltungen organisieren, eine Zeitung machen und verteilen, Gratisessen in der Innenstadt von Gießen anbieten, eine Radiosendung machen, ein Kunstprojekt initiieren, ein Fahrrad zusammenbauen oder was immer in unseren Köpfen entsteht. Wir handeln dabei nicht als Gesamtgruppen, sondern immer die, die auf etwas Lust haben. Daher können auch viele verschiedene Ideen entstehen. Besonderer Hinweis: Am vorletzten Tag des WuT2005 beginnt der Prozess gegen zwei Projektwerkstättler. Das könnte (muss aber nicht) ein guter Anlass für praktische Anwendung sein. Mehr dazu ... |
Und immer: Diskussionen
Den genauen Kurs bestimmt Ihr!Wann was geschieht, ist nicht vorgegeben. Während der drei Wochen werden Menschen da sein, die schon einiges Know-How haben und es gerne weitergeben. Die können auch beim Probieren mitmachen, z.B. bei ersten Aktionen oder beim nächtlichen "Raubzug" zu den Containern der Lebensmittelmärkte. Weitere können für spezielle Themen angefragt werden - das ist dann schon selbst Praxis, z.B. einen Workshop zu organisieren, Ort und Zeit festzulegen, "ExpertInnen" einzuladen usw. Wann was geschieht, hängt von den Teilnehmenden ab - insofern ist auch die Einteilung in die drei Wochen nur eine ungenaue Ankündigung, an die sich niemand halten muss. Wenn einige schon am ersten Abend containern, am zweiten Tag Material schnorren und am dritten Tag ein Straßentheater ausprobieren wollen, dann machen sie das einfach! Der Ort paßt zum Geschehen: Die Projektwerkstatt
Der organisatorische RahmenEs wäre nett, wenn Ihr Euer Kommen ankündigt.
Ihr könnt die Idee auch gerne weiterverbreiten. Damit möglichst
vielfältige Projekte ausprobiert werden können, wäre
eine TeilnehmerInnenzahl zwischen 20 und 30 schon gut, ist aber nicht
zwingend. Sind es mehr, wird es enger. Sind es weniger, können
nicht soviele Sachen gleichzeitig laufen. |
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Vorab informieren?
Nett wäre, wenn unser kleines Banner auf Internetseiten eingefügt werden könnte. Dazu müßte Ihr nur Folgendes in den Code Eurer Internetseite einfügen: <a href="http://www.projektwerkstatt.de/wut/index.html" target="_blank"><img src="http://www.projektwerkstatt.de/wut/banner.jpg" width="200" height="85" align="right" border="0"></a>
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Weitere Hinweise für 2005:
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Zu Hoppetosse +++ projektwerkstatt.de +++ Direct Action