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An alle, die es interessiertEinladung zu einem offenen Treffen des Austausches und der Entwicklung von Ideen politischer Projekte in und um Gießen
Der folgende Text stammt von einem Aktivisten aus der Projektwerkstatt, der im März und April 2005 in Gießen vor Gericht steht, weil die Stadt-Obrigkeit und ihre Helfershelfer ihn gerne hinter Gitter sehen wollen ... |
| Hallo und guten Tag, zwei Monate werden in Gießen Prozesse gegen Menschen laufen, die mundtot gemacht werden sollen, weil sie die Eliten der Stadt offenbar zu sehr genervt haben. Die Rache für den bunten und kreativen Widerstand rund um die Wahlkämpfe der Jahre 2002 und 2003 sowie die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Gießen mit ihren sozialrassistischen Zügen macht deutlich, dass die Herrschenden nicht gewillt sind, bei ihrer Politik des Sicherns von Privilegien für sich selbst und der Ausbeutung anderer offensive Kritik einzustecken. Weil das so ist, soll dieser Zeitraum juristischer Rachefeldzüge "von oben" genutzt werden, um deutlich zu machen, dass es Menschen gibt, die die herrschende Politik nicht hinnehmen. Es wäre ausgesprochen schön, wenn viele Menschen auf ihre Weise Protest kundtun und Alternativen organisieren. Ein Programm mit über 50 Veranstaltungen steht schon fest und ist unter www.projektwerkstatt.de/prozess einzusehen. Das aber muss nicht alles sein ... Zudem sollte es weitergehen - und darum schlage ich
zum Ende dieser Prozesswelle ein Treffen vor, dass so gestaltet ist,
dass wir jenseits der üblichen Bündnislogiken und jenseits
von Terminstress, Einteilungen nach Gruppen, Kleidung oder politischer
Ideologie gemeinsam Ideen und Projekte für die Zukunft entwickeln
und diskutieren können. Ich habe das Treffen "WiderstandsWerkstatt"
getauft in Anlehnung an ein solches Treffen in Göttingen, welches
ich miterlebt habe und gerne so oder ähnlich hier wiederholen möchte.
Im Rahmen eines solchen Treffens könnten wir uns dort gegenseitig
Fertigkeiten, Wissen, Diskussionsergebnisse, Tricks und Kompetenzen
für eine widerständige Praxis vermitteln. Dadurch verschmelzen
wir aber nicht zu einem konturlosen Bewegungsbrei - im Gegenteil. Indem
viele linke bzw. politische Gruppen und Einzelpersonen ihre Erfahrungen
zu einem gegenseitigen Austausch beisteuern, täten wir selbst erst
einmal das, was u.a. ganz oben auf der To-Do-Liste stehen soll: Solidarische
Aneignung von Wissen und Ideen - und zwar umsonst! Das Ergebnis eines
solchen Prozesses ist dann so simpel wie auch hoffentlich bald spürbar:
Die Handlungskompetenzen zur Selbstorganisierung und zum widerständigen
Handeln jeder und jedes Einzelnen, die ihr/ihm für eine emanzipatorische
Praxis zur Verfügung stehen, sind nach jedem Treffen größer
als vorher. So hoffe ich jedenfalls ... |
| Das Entscheidende: "Horizontalität" Ich möchte auf einem solchen Treffen (am liebsten aber immer!) anderen Menschen "horizontal" begegnen, d.h. es gibt keine wichtigeren und unwichtigeren Menschen. Alle handeln für sich, sie sind als Menschen da und vereinbaren mit anderen Menschen Workshops, Gesprächsrunden und daraus folgend hoffentlich mehr: Projekte, Aktionen ... Es soll auf dem Treffen auch keine Organisationsgruppe geben, niemanden, der etwas steuern will oder kann. Ab der ersten Minuten sind die, die das Treffen vorbereiten, TeilnehmerInnen wie alle anderen auch. Mögliche Themen Und das alles im Open Space |
Jörg aus der Projektwerkstatt (Ludwigstr. 11, 35447 Reiskirchen-Saasen, Tel. 06401/903283, joerg@projektwerkstatt.de |
Links und Infos:
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Zu Hoppetosse +++ projektwerkstatt.de +++ Direct Action
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