Original ...
Mail der Welt am Sonntag
mit telefonisch abgesprochener Textfassung:
Hallo, Herr Bergstedt,
hier die zweite, zwischen
uns beiden absprochene Version:
Berlin/Genua – Deutsche
Kapitalismus-Gegner wollen von der Bahn AG die Gratis-Anreise zu Protest-Aktionen
beim G-8-Gipfel in Genua erzwingen. Gegenüber WELT am SONNTAG kündigte
Jörg Bergstedt, Aktivist der Kapitalismus-Gegner, an: „Wir wollen
aus den Aktionen gegen die Klimakonferenz heraus am Abend des 19. Juli
auf dem Bonn Hauptbahnhof einen Zug kapern und damit nach Genua fahren.“
Auf die Frage, wie die Demonstranten auf einen Polizei-Einsatz gegen sie
reagieren würden, antwortete Bergstedt: „Ich hoffe, dass wir in der
Lage sind, es der Polizei mit sehr kreativen Formen gewaltfreien Widerstandes
sehr schwer zu machen.“
Viele Grüße aus
Hamburg, Günther Lachmann
... und Fälschung!
Auszug des entsprechenden
Absatzes aus dem tatsächlichen Text der Welt am Sonntag vom 24.6.2001:
Zünden sie jetzt Salzburg
an?
Globalisierungs-Gegner bereiten
neue Proteste vor. Salzburg soll zum Schlachtfeld werden, in Genua wollen
sie Polizisten als Geiseln nehmen
Von Günther Lachmann
...
Deutsche Politik-Holligans
konzentrieren ihre Vorbereitungen auf den Genua-Gipfel. Dabei kündigen
sie sogar erstmals offen eine Konfrontation mit der Bahn an. Gegenüber
WELT am SONNTAG sagte Jörg Bergstedt, Aktivist der Kapitalismus-Gegner:
„Wir planen, aus den Aktionen gegen die Klimakonferenz heraus am Abend
des 19. Juli auf dem Bonner Hauptbahnhof einen Zug zu kapern und damit
zum G-8-Gipfel nach Genua zu fahren.“ Sie wollen sich auf dem Bahnsteig
versammeln, in den Zug einsteigen und ohne Tickets die Fahrt nach Genua
erzwingen. Gipfel-Gegner sprechen von einem „Gratiszug“. Auf die Frage,
wie die Demonstranten auf einen Polizei-Einsatz gegen sie reagieren würden,
antwortete Bergstedt: „Ich hoffe, dass wir in der Lage sind, es der Polizei
mit sehr kreativen Formen gewaltfreien Widerstandes sehr schwer zu machen“.
Der ganze Text mit weiteren
Sensationsstories zu Polizisten als Geiseln, angemieteten Leichenhallen
in Genua und Zitaten aus der „Internetzeitung“ (steht da wirklich) namens
„Bewegungsmelder“ unter
...
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"Linke" Medien
Die genannten Beispiele sind nur
wenige. Bemerkenswert ist die zunehmende gezielte Verfälschung von Berichten
über politische Aktionen gerade in selbsternannte "linken" Blättern,
also z.B. Junge Welt, Neues Deutschland, Jungle World, Graswurzelrevolution
usw., aber auch FR, taz und Spiegel. Deutlich sichtbar ist das Eigeninteresse
der JournalistInnen, ihre Sichtweise einzubringen bis hin zur Erfindung von
Geschehnissen. So wurden mehrfach Aktionen und inhaltliche Positionen unabhängiger
Aktionsgruppen so wiedergegeben, daß sie hinterher gut kritisiert werden
konnten. Oder sie wurden gänzlich verschwiegen.
Beispiele:
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