Theorie & Praxis verbinden!

„Nicht die Taten bewegen die Menschen, sondern die Worte über die Taten“
Aristoteles

Pragmatismus in der politischen Arbeit und klare Positionen bis zu Visionen stehen in einem interessanten Verhältnis zueinander. Sie sind keine Gegensätze, sondern der Pragmatismus, also die Ausrichtung daran, was gerade machbar ist, gewinnt durch die Utopie seine Richtung und seinen Schwung. Zudem wird verhindert, daß Teilschritte schon als Erfolg abgefeiert werden. Visionen sind wie ein Magnet, der die realen Verhältnisse und auch die Vorschläge zu Teilveränderungen immer ein Stückchen höherzieht. Ohne Visionen und klare Forderungen wird es gar keine Erfolge politischer Arbeit geben. Gleichzeitig aber müssen Visionen gefüllt werden, Konzepte und Experimente erarbeitet und umgesetzt werden, damit aus dem Traum Wirklichkeit wird.
(Gruppe Gegenbilder, 2000: Freie Menschen in Freien Vereinbarungen, S. 10 ... auch im Internet mit Debattenforum)

Die Position der Abwicklung, wenn sie nicht in eine Haltung der kritischen Passivität oder der aktiven Ratlosigkeit umkippen soll, muß einen Krisenbegriff entwickeln. Wo die Systemüberwindende Reform tendenziell von einer objektiven Krise ausgeht (die Akkumulation von Kapital in ihrer bisherigen Form funktioniert nicht mehr), muß die Abwicklung tendenziell eine subjektive Krise glaubhaft machen (die Orientierung der Menschen, ihre persönlichen Interessen zu wahren, geht nicht mehr mit der Stabilität der gesellschaftlichen Interessen zusammen).
(aus: Christoph Spehr, 1996: Die Öko-Falle)

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