Neue Prozesse?

Die Atommafia droht wieder mit der Prozekeule, um den Widerstand gegen Atomkraft/Transporte zu zermrben. 

Die BNFL, die Britische Eigentmerin der Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield und die GNK, die hollndische Eigentmerin des (abgeschalteten) Atomreaktors in Dodewaard, Niederlande, haben WISE INTERNATIONAL aufgefordert, auf Aktionen zu verzichten
gegen die Transporte abgebrannter Brennelemente aus dem DodewaardReaktor zur Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield (GB). Falls WISE nicht reagiert, soll ein Verbot gerichtlich erwirkt werden. WISE betrachtet diesen Versuch, den Protest gegen
Umweltverseuchung zum Schweigen zu bringen, als lcherlich und wird mit der Organisierung des Protestes fortfahren: "Wir werden unser Bestes tun, um die Transporte zu stoppen. Eine vorauseilende Verbotsandrohung ist in den Niederlanden eine sehr schweres
Geschtz und ziemlich einmalig. Die Zulssigkeit von sozialem Protest gegen Mibrauch kann allenfalls anschlieend gerichtlich beurteilt werden. Wir werden uns keinen Maulkorb im Voraus verpassen lassen.

WISE INTERNATIONAL, eine kleine Organisation, ist seit mehr als zwanzig Jahren im Widerstand gegen Atomkraft ttig. Unser Hauptbro ist in Amsterdam und arbeitet hauptschlich auf internationaler Ebene. Wir haben noch 14 kleinere Bros rund um die Welt.
Nur ab und zu mischen wir uns ein in den Niederlanden, wenn es um die letzten Zuckungen der Atomenergie geht. Wenn eine neue Debatte beginnt, z.B. zum Thema radioaktiver Mll, oder um Versuche die Stillegung des Borssele Atomreaktoras zu verzgern, oder
wenn die Niederlande mit der Industrie verwickelt sind in die Entwicklung neuer Atomprojekte in anderen Lndern (wie z. Zt. in Sdafrika) Im vergangenen Jahr waren wir hauptschlich besorgt und beschftigt mit Transporten hochradioaktiven Materials von
verschiedenen Orten (vom Forschungsreaktor in Petten und den Reaktoren in Dodewaard und Borssele) zu verschiedenen anderen orten. Im Sommer 1998 verffentlichten wir, da die niederlndischen Transporte auch "kontaminiert" sind (das sogenannte Schwitzen
der Behlter); wir machten Druck, damit u.a. der Forschungsreaktor in Petten weniger gefhrliche Brennelemente benutzte. Im Januar diesen Jahres kndigten wir Aktionen gegen Atomtransporte u. a. von Dodewaard an. Dieser Reaktor wurde abgeschaltet und die
abgebrannten Brennelemente (4 Tonnen) mssen nun abtransportiert werden um mit der Stillegung beginnen zu knnen was brigens bedeutet, da der Reaktor fr 40 Jahre verschlossen werden mu, bevor der eigentliche Abbruch beginnen kann. Stillegung und
Abbruch ist gut (obwohl wir noch nicht wissen wie), aber der Abtransport der abgebrannten Brennelemente in die Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield ist eine absolut schlimme Idee. Wiederaufarbeitung ist der am schlimmsten verseuchende Schritt in der
Atomaren Kette (Krebs in der Umgebung von Sellafield und La Hague, die Irische See ist hochradioaktiv) und mu beendet werden. Wir mssen das nicht besonders betonen und wir denken es ist legitim, den Transporten Widerstand entgegenzubringen. Als wir
diese Jahr zu Aktionen aufriefen, erhielten wir eine Menge Untersttzung. Die Transporte wurden fortlaufen verschoben fr weitere Prozeduren, es gab Debatten im Parlament und Untersuchungen durch die RegierungsBeraterkommission fr Gesundheitsfragen. Der
Bericht dieser Kommission ist Ende November zu erwarten. Es ist mglich, da die Transporte unmittelbar danach beginnnen. Deswegen haben wir neulich weitere Aktionen angekndigt. 

Die GKN und die BFLN fordern, da wir schriftlich versichern, da wir keine Aktionen machen, welche die Transporte mit dem abgebrannten radioaktiven Material verzgern der die freie Fahrt behindern knnten. Falls wir nicht freiwillig einwilligen, soll das
Verbot gerichtlich erwirkt werden. Damit wird dies zu einer Grundsatzfrage. 

Auch wenn ein Rechtsstreit ziemlich riskant ist fr WISE (in einem hnlichen Fall gegen GREENPEACE wurde den Klgern Recht gegeben und GREENPEACE mute alle Kosten tragen) haben wir entschieden, uns nicht zu beugen. Es ist fr WISE von grundlegender
Bedeutung zu zeigen, da wir nicht alleine stehen, und da, falls wir den Prozess verlieren sollten, noch mehr Organisationen bereit sind, die Aktionen fortzufhren 

HELFT UNS! 



Hier geht es nicht nur um atomares Material, sondern um das grundstzliche Recht, politischen Druck ausben zu knnen und zu handeln, wenn es ntig wird. Untersttzt uns, um klar zu machen, da WISE nicht alleine steht. Vor allen durch ffentliche
Bekundungen, da die jeweilige Organisation die Fackel bernimmt, falls WISE behrdlich gezwungen werden soll, Aktionen gegen Transporte zu unterlassen. (Dies gilt natrlich nur fr niederlndische Organisationen und solchen aus den Nachbarlndern). Wir
bitten alle anderen Organisationen uns Untersttzungsschreiben zu senden, in denen die atomaren Transporte verurteilt werden, ebenso zur grundstzlichen Frage des vorauseilenden Verbotes. Um unsere Chancen bei Gericht zu verbessern, sollte dies geschehen,
bevor das Gerichtsverfahren anluft  und das heit es ist sehr wenig Zeit! WISE ist finanziell sehr verwundbar und luft Gefahr, den Todessto zu erhalten. Auch wenn fr uns die politische Untersttzung die wichtigere ist, weisen wir die finanzielle
keineswegs zurck. Natrlich werden solche Spenden nur fr den Prozess verwendet. Wir zhlen auf Euch!



Bitte nehmt Kontakt zu uns auf fr weitere Informationen Schickt Eure ntersttzungsschreiben an WISE INTERNATIONAL so bald wie mglich. 

Dank dafr im voraus 

Peer de Rijk 

World Information Service on Energy  WISE PO Box 59636 Tel: +31206126368 1040 LC Amsterdam Fax: +31206892179 The Netherlands Email: wiseamster@antenna.nl (Visitors: Ketelhuisplein 43) http://antenna.nl/wise 