Aktion von ChemieOpfern

Die Angehrigen von Selbsthilfegruppen Zahnmetallgeschdigter, MCSKranker (MCS=Multiple ChemikalienEmpfindlichkeit) und CFSPatientInnen (CFS=Chronisches Mdigkeitssyndrom) starten gemeinsam eine Kampagne. Sie haben ein Infoblatt verfasst um so den
Forderungen ChemieKranker mehr Nachdruck zu verleihen. Das Informationsblatt beschreibt die Krankheiten und schildert die unterschiedliche Situation von Betroffenen in der Bundesrepublik und in den USA, wo die Erkrankungen MCS und CFS von den
Gesundheitsbehrden offiziell anerkannt sind. Der Forderungskatalog der Selbsthilfegruppen umfasst dementsprechend eine solche Anerkennung der Gesundheitschdigungen auch in der Bundesrepublik sowie eine kologischere Produktionsweise, ein Verbot der
Massentierhaltung und ein Verbot von Pestiziden und chemischer Stoffe, die in Wohnrumen und am Arbeitsplatz verwandt werden. Kontaktadresse: Christel l'Orange, Reinebuld 10a, 31655 Stadthagen.





PAN Asia bei BAYER

Ende Oktober trafen sich auf der Genfer ChemieKonferenz das PESTICIDES ACTION NETWORK (PAN) Asia und andere Initiativen aus der ganzen Welt, um ber Strategien zum Vorgehen gegen die zwlf giftigsten Organophosphat Pestizide, auch als dirty dozen"
(dreckiges Duzend) bezeichnet, zu beraten. Anschlieend schritten die Umweltgruppen zur Tat und machten einigen PestizidHerstellern die Aufwartung. Als Produzent der dirty dozen"Gifte E 605 FORTE und ECOMBI (Wirkstoff jeweils Parathion) gehrte auch
BAYER zu den Stationen.





Konzernkritik im Internet

Die COORDINATION GEGEN BAYERGEFAHREN (CBG) sind seit langem unter www.dsk.de/rds/16985014.htm im Internet vertreten. Diese an das Deutsche SpendenInstitut angegliederte Homepage ist zwar sehr informativ, aber nur auf ein deutschsprachiges Publikum
ausgerichtet und unterliegt zudem nicht unserer eigenen Regie. Deshalb entsteht derzeit eine neue Homepage, die allen Anforderungen der internationalen BAYERkritischen Arbeit gerecht werden soll. Sie kann in einer ersten Version unter www.CBGnetwork.de
bereits besichtigt werden. Die CBG freut sich ber viele BesucherInnen, ber alle Hinweise und jede Kritik.





Trittin lockert 

UmweltschutzKontrollen

Einmal mehr tritt die rotgrne Bundesregierung in die Fustapfen von Kohl & Co. Umweltminister Jrgen Trittin kndigte an, Unternehmen, die sich der freiwilligen Umweltprfung koAudit" unterziehen, von staatlichen Kontrollen zu befreien. Damit lsst
er ein Vorhaben Gesetzeskraft erlangen, das unter dem Druck von BAYER und anderen Konzernen von seiner Vorgngerin Angelika Merkel ausgeheckt worden war. Die Industrie ist damit ihrem Ziel, den Umweltschutz per freiwilliger Selbstverpflichtung" zu ihrer
Privatsache zu machen, ein bedeutendes Stck nher gekommen. Die Standards werden dadurch massiv aufgeweicht, denn die GutachterInnen nehmen fr das koAuditZertifikat lediglich Stichproben, kontrollieren aber keineswegs umfassend. Die neue Regelung
sieht vor, dass die Gewerbeaufsicht nur noch bei bestimmten Anlssen Abfall und Imissionsschutzprfungen durchfhren darf. Die Berichts und Dokumentationspflichten der Konzerne werden ebenfalls gelockert. BAYER hat dann sogar die ungeliebte
Emissionsfernberwachung (Ef) - die Direktbermittlung von Emissionsdaten an die Behrden - vom Hals. Im Moment luft sogar ein Prozess BAYER versus Regierungsprsident Antwerpes, weil der Konzern sich weigert, die Ef einzufhren.





Was wre die Welt 

ohne Chemie

Wie bereits in den Punkten 3/99 berichtet plant der Deutsche Verband der chemischen Industrie VCI fr ber 20 Mio DM eine gigantische multimediale Selbstdarstellung auf der EXPO 2000 in Hannover. Dort wird u.a. fr Gentechnik als die Lsung des
Welthungers angepriesen. brigens sind die Genmanipulierer der Kleinwanstlebener Saatgutzucht KWS zum EXPOProjekt auserkoren worden!

Wie die deutsche Chemieindustrie sich auf der EXPO prsentieren wird, kann jetzt im Detail angeschaut werden unter www.vci.de/chemiedrom/





Adressenliste 

UmweltmedizinerInnen

Wer Probleme mit MCS oder chemikalienbedingten Allergien hat, kann jetzt einfacher an Adressen kompetenter rzte kommen. Die Zeitschrift FOCUS hat dazu eine Datenbank erstellt:

http://focus.de/D/DG/DGA/ DGA03/dga03.htm

Dann Stichwort Umweltmedizin eingeben, PLZ 110 whlen.





Neuer Umweltatlas

Die CDROM kobase Umweltatlas ist jetzt in der Version 2 erschienen. Sie enthlt umfangreiche Datenmaterial fr Deutschland: Luft, Wasser, Energie, Abfall, Schadstoffbelastungen und vieles mehr. Die Handhabung ist sehr bequem, sie basiert auf einer
Deutschlandkarte, in der mensch sich in die gewnschten Regionen zoomen kann. Geboten wird eine Flle von Informationen: Verfahrenstechnik der einzelnen Mllverbrennungsanlagen, Einwohnerzahlen, Luftbelastungen der letzten 5 Jahre usw. Abgerundet wird das
ganze z.B. durch Filme, Fotos und Gesetzestexte. Die CDROM ist mit DM 30, inkl. Versand sehr preiswert!

Bezug: ClemensHlter GmbH, Am Kuckesberg 9, 42781 Haan Tel. 02129/51011





PAN Germany 

Cotton Connection

Baumwolle ist eine der pestizidintensivsten Anbaukulturen berhaupt. Auch die Weiterverarbeitung mit hohem Chemikalieneinsatz bringt eine starke gesundheitliche Belastung fr die Arbeitskrfte (und auch fr die KonsumentInnen!). Das Pestizid
AktionsNetzwerk PAN hat jetzt eine Initiative gestartet, kologisch produzierte Baumwolle den VerbraucherInnen nher zu bringen. Zielgruppe sind grere Institutionen wie Behrden, Kindergrten, Hotels, Krankenhuser und Gemeindeeinrichtungen. Erste
praktische Erfahrungen wurden bereits mir der Umstellung eines Tagungshauses auf koBettwsche u.a. gewonnen. Wer Beziehungen zu interessierten Einrichtungen hat, wende sich an das

Pestizid AktionsNetzwerk PAN/Cotton Connection, Nernstweg 32, 22765 Hamburg, Tel. 040/39919100





















Philipp Mimkes als Kritischer Aktionr bei BAYER.

