Kongre Umwelt - 

Eine Welt - Gentechnik

Vom 30. Mrz bis 2. April und damit whrend der Veranstaltungsreihe GENiale Zeiten ldt das kologiereferat des AstA der Uni Hannover zum Fachkongre ein: Im Vordergrund stehen Gentechnik und Landwirtschaft bzw. Welternhrung; die BioethikKonvention;
Gene und Medizin; Biopolitik in Agenda und EXPO u.a.m. Es ist Zeit fr das Zusammentreffen der TeilnehmerInnen nach Herkunftsregionen eingeplant, so da die Absprache zuknftiger Aktivitten mglich ist.

Informationen bei: AstA der Universitt Hannover, kologiereferat, Welfengarten 1, 30176 Hannover, Tel. 05117625061 und Fax 0511717441;  asta@stud.unihannover.de





Lob fr gentechfreundliche

Haltung an Trittin

Nach jngsten Erkenntnissen sind die kologischen Risiken genmanipulierter Pflanzen hher als gedacht. Unerwartet schnell wird verndertes Erbgut in Wildkruter bertragen; Resistenzen breiten sich aus; die Ernteertrge fallen entgegen den Versprechen
kaum hher aus; stattdessen belasten neue Gifte die Bden. Whrend seine europischen Kollegen daraufhin eine Verschrfung der EUFreisetzungsrichtlinie fr genmanipulierte Pflanzen forderten, bekam Umweltminister Trittin Lob vom Vorsitzenden der
Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie, BAYERs Forschungschef Pol Bamelis. Trittins Haltung sei im Gegensatz zu der seiner Kollegen konstruktiv und pragmatisch. Er habe die bestehenden Vorschriften deutlich praxisfreundlicher gestaltet. Wen scheren
da noch die Programme gegen Gentechnik von gestern, fragt die Initiative Coordination gegen BayerGefahren.

BAYER bleibt der Gentechnik brigens treu, indem versucht werden soll, einzelne in die Krise geratene und an der Brse billiger gewordene GentechFirmen aufzukaufen.

Quelle: Ticker 4/99 der Coordination gegen BayerGefahren





USA: wachsende Zweifel an

GenPflanzen

Amerikanische Farmer beabsichtigen, dieses Jahr deutlich weniger genmanipulierte Pflanzen anzubauen als in den letzten Jahren. Das ergab eine nicht reprsentative Umfrage unter 400 TeilnehmerInnen beim Jahrestreffen des grten Bauernverbandes der USA.
Als Hauptgrund wurde die fehlende Begeisterung der Europer fr GenFood genannt. Man befrchtet sinkende Nachfrage und Preise.

Quelle: 33. GentechnikInformationen von Greenpeace vom 25.1.2000





Staatliche Zerstrung von 

GenSojaFeldern in Brasilien

Seit Ende Dezember 1999 suchen Teams des brasilianischen Agrarministeriums nach Feldern, auf denen genmanipuliertes Soja angebaut wird, um selbige zu zerstren. Ihr Anbau ist seit einigen Monaten gesetzlich verboten. Dennoch werden allein im Bundesstaat
Rio Grande do Sul bis zu 1 Million ha Gensojaanbau vermutet. Brasilien ist nach den USA der zweitgrte Sojalieferant der Welt.

Quelle: @grar.de Aktuell vom 3.1.2000





Britische Regierung gegen 

Anbau von GenPflanzen

Die englische Regierung will ein dreijhriges Moratorium fr den kommerziellen Anbau genmanipulierter Nutzpflanzen verhngen. Bei Freisetzungsversuchen sollen die Pufferzonen um Versuchsfelder erweitert werden, um Auskreuzungen zu erschweren.

Quelle: GiD 137 Dezemberr 1999





Unerwartete Ausbreitung 

von Genmanipulationen

Ein in Australien bedeutendes Wildkraut hat eine Resistenz gegen das Spritzmittel RoundUp von Monsanto entwickelt. Bisher wurde von der Firma immer die Meinung vertreten, da die mit viel Aufwand im Labor knstlich durch Genmanipulation erzeugte
Resistenz auf natrlichem Wege nicht zu erwarten sei.

Amerikanische Untersuchungen ergaben, da genmanipulierte rapshnliche ArabidopsisPflanzen sich viel hufiger mit anderen Pflanzen kreuzen als die natrlichen Varianten. Es kann also nicht lnger davon ausgegangen werden, da ein Entweichen aus dem
festgelegten Anbaugebiet unwahrscheinlich ist.

Quelle: kologie & Landbau 1/2000





GenMais gibt Gift in Boden ab

Gentechnisch manipulierter Mais gibt das infolge der Manipulation von ihm produzierte Insektengift in den Boden ab. Diese Entdeckung machten MitarbeiterInnen der Universitt von New York. Dem Mais wurde ein bakterielles GiftGen eingebaut, das
traditionellerweise im biologischen Landbau als Sprhmittel eingesetzt wird. Die Maispflanzen produzieren das Gift nun eigenstndig - das ganze Jahr ber. Durch die Wurzeln wird es an den Boden abgegeben. Erst im Mai 1999 hatten andere Wissenschaftler
nachgewiesen, da Raupen des MonarchSchmetterlings nach Verzehr von Pollen und Blttern derselben Maispflanzen starben.

Quelle: GiD 137 Dezember 1999





Keine blauen Nelken

Das niederlndische Unternehmen Florigene Europe, ansssig im niederlndischen Rijnsburg, will vorerst darauf verzichten, eine blau blhende GentechNelke in Europa zu vermarkten. Das Unternehmen erhielt bereits im letzten Jahr die entsprechende
Genehmigung und wollte die Nelke Ende 1999 auf den Markt bringen. Doch nachdem der BUND eine Protestkampagne startete und der Blumenhandel - sowieso schon in Umweltkreisen wegen des hohen Pestizidverbrauchs in Verruf geraten - auf die Aktion empfindlich
reagierte, zog die Firma das Vermarktungsvorhaben zurck. Neben Nelken forscht das Unternehmen noch an der gentechnischen Vernderung von Rosen, Gerbera und Lilien. Ziel sind u.a. Pflanzen, die weniger schnell verwelken.

Quelle: GiD 137 Dezemberr 1999





Geklonte Rinder im Essen 

in Japan

In Japan ist seit 2 Jahren das Fleisch geklonter Rinder im Handel. Wie die dortige Regierung zugab, sind in 4 staatlichen Aufzuchtbetrieben 80 geklonte Klber geboren worden. Von ihnen sind mindestens 18 gettet und zu Lebensmitteln verarbeitet worden.
Verbraucherverbnde drohen mit Rindfleischboykott. Unabhngig von diesem Vorgang haben 8 japanische Stdte einen weitgehenden GenfoodBoykott beschlossen, z.B. drfen in den Schulkantinen keine genmanipulierten Lebensmittel mehr verwendet werden.

Quelle: GiD 137 Dezember 1999





Einzelner GenFisch 

kann gesamten Artenbestand

ausrotten

Nach Erkenntnissen amerikanischer Wissenschaftler kann ein einzelner gentechnisch vernderter Fisch ausreichen, den ganzen natrlichen Bestand seiner Art auszurotten. Karpfen war ein menschliches Wachstumshormon eingesetzt worden. Solche Fische werden
nicht nur grer sondern schneller geschlechtsreif und legen mehr Eier. Weil die greren Mnnchen den Weibchen attraktiver erscheinen, knnen sie innerhalb kurzer Zeit ihre natrlichen Rivalen verdrngen. Die besondere Gefahr besteht nun darin, da nur
zwei Drittel der genmanipulierten Jungfische ins geschlechtsreife Alter kommen, ein Drittel stirbt zuvor. Ein Schrumpfen der gesamten Fischbestnde wre vorprogrammiert. Nach Berechnungen reichen 60 genmanipulierte Fische, um einen Bestand von 60000
Tieren innerhalb von 40 Fischgenerationen aussterben zu lassen.

Quelle: GiD 137 Dezember 1999





Indigene Vlker protestieren

Vertreter indigener Vlker haben im Oktober in Genf gegen die Privatisierung von Pflanzenarten protestiert. 300 Millionen Angehrige von rund 5000 indigenen Vlkern sind heute mit Pharma und Nahrungsmittelkonzernen konfrontiert, die sich ihr Wissen
aneignen wollen. Die Firmen beabsichtigen das internationale Patentrecht verschrfen. Ziel ist es, auf dem Weltmarkt profittrchtige Monopolstellungen zu erlangen. Die 1995 im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO geschlossenen Abkommen sahen noch vor,
Pharmaprodukte sowie Pflanzen und Tiere von der Patentierung auszunehmen. Diese Ausnahmen sollen nun gestrichen werden. Fr rmere Lnder wrde dies voraussichtlich bedeuten: steigende Arzneipreise, Behinderung des Technologietransfers, Lizenzgebhren fr
die Nutzung einheimischer Pflanzen und Tiere.

Quelle: GiD 137 Dezember 1999 und Ticker 4/99 der Coordination gegen BayerGefahren





Menschliches Chromosom

entschlsselt

Die Gene des ersten menschlichen Chromosoms sind von britischen Forschern komplett entziffert worden. Es handelt sich um Chromosom Nummer 22, das zweitkleinste der 23 menschlichen Chromosomen. Es enthlt etwa 1,6 % der insgesamt rund drei Milliarden
Basenpaaren, aus denen die menschliche DNA besteht. Es setzt sich aus mindestens 545 Genen und 134 sogenannten Pseudogenen zusammen.

Weltweit wird derzeit an der Entschlsselung menschlichen Erbgutes gearbeitet. Derzeit ist etwa ein Drittel, ca. eine Milliarde menschlicher Genpaare, von ffentlich gefrderter Forschung erfat worden. Diese Ergebnisse werden verffentlicht. Eine andere,
von der Pharmaindustrie bezahlte Forschergruppe, ist hnlich weit und will ihre Daten patentieren lassen. So versucht z.B. die USFirma Celera Genomics, sich die Patentrechte fr 6500 menschliche GENE zu sichern. Der Streit um die Verwendung dieser Daten
wird voraussichtlich vor Gericht landen. 

Im Jahre 2003 sollen smtliche Daten zum menschlichen Erbgut vorliegen.

Quelle: GiD 137 Dezember 1999





Schweiz regelt 

GenVorsorgeuntersuchungen

Gentechnische Untersuchungen am Menschen sollen in der Schweiz einheitlich gesetzlich geregelt werden. Dem Vorentwurf nach sollen Kinder nach Ma und Diskriminierung aufgrund des Erbgutes ausgeschlossen sein. Kritiker wnschen dennoch mehr Schutz vor den
Folgen der Untersuchungen und vor der Weitergabe der Resultate z.B. im Bereich der Krankenkassen. brigens soll die Haftpflicht der Hersteller von GenFood fr die Unbedenklichkeit ihrer Produkte 30 Jahre andauern.

Quelle: GiD 137 Dezember 1999 und @grar.de Aktuell vom 20.1.2000





Medizin aus dem Ei

USFirmen haben damit begonnen, in Eiern gentechnisch vernderter Hhner Medikamente zu produzieren. U.a. wird menschliches Interferon produziert, womit bestimmte Krebsformen behandelt werden. Die Firmen rechnen damit, da ab einer Eierlegeleistung von
200 pro Jahr und mindestens 100 Milligramm Interferon pro Ei ein lukratives Geschft zu machen ist.

Quelle: GiD 137 Dezember 1999





Tote durch Gentherapien 

in USA

Nur vier Tage vor seinem Tod waren dem 18jhrigen Jesse Gelsinger an der Universitt von Pennsylvania per Gentherapie 2 Gene in die Leber eingefhrt worden. Er galt bisher als erstes und einziges Opfer einer Gentherapie. Mittlerweile sind sechs weitere
Flle an die ffentlichkeit gedrungen. 

Quelle: GiD 137 Dezember 1999, Ticker 4/99 der Coordination gegen BayerGefahren und taz 2.2.2000