RotGrn vertreibt 

40.000 Menschen 

in Indien von ihrem Acker

Was in Deutschland reines Geschft ist, ist in Indien eine Existenzfrage: Der indische Konzern S. Kumars will ein 400MegawattWasserkraftwerk am NarmadaFluss bauen. Alleine fr diesen Staudamm mssen 20.000 Menschen ihr Land aufgeben. Dies ist
allerdings nur einer von insgesamt 30 Grostaudmmen (Punkte 4/99 berichtete). Nun berichtet der RegenwaldReport: das Kapital fr das Wasserkraftwerk kommt aus Deutschland: Die Hypovereinsbank aus Mnchen will einen 297 Millionen Dollar Kredit geben,
und der Siemens Konzern wird mit 17 % Anteil stiller Teilhaber der indischen S. Kumars Firma. Siemens verdient an den Turbinen und der Ausrstung fr das Wasserkraftwerk. Die deutsche Hypovereinsbank und der Siemenskonzern gehen bei diesem Geschft
keinerlei Risiko ein: Die Bundesregierung, d.h. der deutsche Steuerzahler, brgt fr die Rckzahlung der Kredite. Tausende von Indern sind entrstet und besetzen ihr Land. Auch wir in Deutschland knnen den Protest gegen Brgschaften fr Groprojekte
untersttzen, schreibt Protestschreiben an:

Bundeskanzler der BRD, Dr. Gerhard Schrder, Bundeskanzleramt, Schlossplatz 1, 10178 Berlin, Fax: 030 40002357

Weitere Informationen: Rettet den Regenwald, Friedhofsweg 28, 22337 Hamburg, 040/4103804, 22337 Hamburg, regenwald@umwelt.envirolink.org, Internet: http://www.umwelt.org/regenwald





Flugplatz in Flensburg

Die Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz in Flensburg e.V. wendet sich gegen den Ausbau des Flughafens in Flensburg. Dieser ist nach Meinung der Arbeitsgemeinschaft rechtswidrig und der zustzliche Fluglrm wrde ber 100.000 Menschen direkt oder indirekt
belasten.

Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Flensburg e.V.





Brgerinitiative gegen 

die LoveParade gegrndet

In Berlin regt sich Widerstand gegen die Millionen von Ravern, die jhrlich durch den Tiergarten ziehen. Die Paraden der letzten Jahre haben nach Angaben der bewegten BrgerInnen zu irreparablen Schden in dem denkmalgeschtzen Park gefhrt. Die
Brgerinitiative sieht die Love Parade nicht als politische Demonstration, sondern als reinen Kommerz und meint daher, dass sie auch an einem anderen Ort stattfinden knnte.

Info: Margarete Pape, Wullenweber Str. 6, 10555 Berlin, 030/3914670





Protestaktion beendet: 

Umweltschtzerin zwei Jahre

auf MammutBaum

Eine junge Frau, die als Naturschtzerin seit rund zwei Jahren in 60 Metern Hhe auf einem MammutBaum im Norden Kaliforniens ausharrte, hat sich jetzt mit einer BauholzFirma ber die Beendigung ihrer ProtestAktion geeinigt. Julia Hill nannte ihren
MammutBaum 'Luna'. ber Handy teilte Baumbesetzerin Julia Hill vor wenigen Wochen noch mit, die Gesprche mit dem Konzern Pacific Lumber verliefen positiv. Sie nannte damals aber noch keinen Zeitpunkt fr den Abstieg. Hill erluterte, es gehe um eine
Vereinbarung zum Schutz der letzten RedwoodHaine und eine Pufferzone um den von ihr besetzten MammutBaum Luna. Die Naturschtzerin hatte im Protest gegen die rasante Abholzung der kalifornischen Baumriesen ihr luftiges RedwoodDomizil am 10. Dezember
1997 bestiegen. Whrend der Zeit auf dem Baum hat sie sich von anderen Naturschtzern mit Lebensmitteln versorgen lassen. Sie trotzte auf ihrer rund zwei mal drei Meter groen BaumPlattform Wind und Wetter und wusch sich mit einem Schwamm und Wasser aus
dem Eimer. Nach eigenen Angaben sind Hill und ihre Freunde bereit, der Holzfirma 50.000 Dollar aus Spenden dafr zu bezahlen, dass diese ein Fllverbot in der Gegend erlsst. Ein Sprecher von Pacific Lumber besttigte dies. Der Firma geht es angeblich vor
allem um die Sicherheit der Besetzerin - aber auch darum, dass nicht andere Naturschtzer ihrem Beispiel folgen. Infos im Internet: http://www. lunatree.org





Naturschtzer 

verknden ElbeMoratorium

Uneinigkeit um ElbeErklrung

zu Baumanahmen: Auch 

Bagger sollen vorerst ruhen

Die Naturschutzorganisationen NABU, BUND und WWF haben die Gesprche mit dem Bundesverkehrsministerium und der Bundeswasserstrassenverwaltung zur sogenannten ElbeErklrung wegen mangelhafter Ergebnisse unterbrochen.

Damit reagieren sie enttuscht darauf, dass die Verhandlungen ber Baumanahmen an der Elbe nach drei Jahren nun festgefahren sind. Gleichzeitig fordern die Naturschtzer, die Bagger ruhen zu lassen, bis man zu einer Lsung gekommen sei. Das Ministerium
will jedoch auch im Jahr 2000 trotz knapper Kassen die Bauarbeiten an der Elbe fortsetzen. Obwohl die Naturschutzorganisationen einen mit der Wasserstrassenverwaltung abgestimmten Kriterienkatalog erstellt haben, der Vorschlge fr umweltvertrgliche
Baumanahmen enthlt, werden diese weiterhin in alter Weise ausgefhrt. Damit werden nach Ansicht der Naturschtzer Fakten geschaffen, die nicht im Sinne der ElbeErklrung sind. Wir wollen nicht aus den Verhandlungen aussteigen, doch unter diesen
Bedingungen kann es nicht weitergehen. Wir warten nun auf einen Schritt der Wasserstrassenverwaltung, erklrte Georg Rast, Mitglied der Arbeitsgruppe ElbeErklrung fr den WWF. Seit der Wende werden an der Elbe Buhnen und Ufer befestigt, um die
Schiffbarkeit zu verbessern. Diese Eingriffe schdigen Deutschlands naturnchste Flusslandschaft nachweislich. Genau dies sollte die ElbeErklrung vom 5. September 1996 verhindern. Auch das Bundesamt fr Naturschutz hat hierzu schon mehrfach ffentlich
Stellung bezogen und dafr pldiert, die Bauarbeiten einzustellen, bis klar ist, wie man derart schdliche Auswirkungen vermeiden kann. Die ElbeErklrung, initiiert durch die MichaelOttoStiftung fr Umweltschutz, wurde vom damaligen
Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann und vier Umweltorganisationen unterzeichnet. Die Naturschtzer erwarten nun von Bundesverkehrsministerium und Wasserstraenverwaltung konstruktive Vorschlge, um die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.

Weitere Informationen bei: Georg Rast, Referent fr Wasserbau, WWFAuenInstitut, Tel.: 0 72 22/38 0722, Rocco Buchta, Flussexperte des NABU, Tel.: 03 38 72 / 74 314, E. Paul Doerfler, Leiter des BUNDElbe Projekts, 0171 /18 32 194