Kommentar:

WWF betreibt weiter koimperialismus!

Der WWF wei wie die Welt gerettet werden kann. Mit seinem neuen Projekt Global 200 spielt er sich als Arche Noah auf, es geht ihm dabei darum kologische Schlsselregionen zu erhalten, so der Prsident des WWFs CarlAlbrecht von Treuenfels: Wenn
es gelingt, 232 kologische Schlsselregionen der Erde zu schtzen, lassen sich 90 Prozent der biologischen Vielfalt bewahren. Das erfreut doch PolitikerInnen und KapitalistInnen gleichermaen, Natur ab ins Reservat (am besten noch durch Polizei und Zaun
gegen die bsen Menschen geschtzt) und auf dem Rest der Flchen kann dann der Kapitalismus in vollen Zgen genossen werden.

Fr diese hehren Ziele spannt der WWF dann auch schon mal allerlei zweifelhafte Sponsorn ein: Das Mitarbeitermagazin 'Lufthanseat' ruft seine Leser dazu auf, die WWF Initiative 'Global 200' mit einer Spende von 200, DM zu untersttzen. Jede Mark schtzt
die wichtigsten koregionen unseres Planeten. Als Dankeschn wird der Name des Spenders auf einen von insgesamt 135.000 Teilchen im grten Puzzlekunstwerk der Welt eingraviert. Diese Weltkarte des Lebens wird rund um den WWFPavillon auf der EXPO 2000 in
Hannover entstehen. Fr die EXPO hat sich der WWF dann auch einen ganz besonderen Sponsor fr seine Regenwaldhalle auserkoren: VW do Brasil, einem der grten Regenwaldzerstrer. Gleichzeitig wurde die indigene Bevlkerung, die die EXPO nutzen wollte, um
auf die Zerstrung des Regendwaldes hinzuweisen, ausgeladen. Begrndung: Sie (die indigene Bevlkerung) wrde nichts zu Erhalt des Regenwaldes beitragen. Auch in Indien hat sich der WWF bereits damit hervorgetan, in Zusammenarbeit mit Militr und
Regierung ganze Regionen zum Schutz des Tigers zu entvlkern.

Der WWF ignoriert die Bedrfnisse der Menschen vor Ort, die meist ber Jahrhunderte von und mit der Natur gelebt haben. Stattdessen macht er gemeinsame Sache mit den Grokapital, das nur ein Interesse hat: Mglichst groe Kapitalertrge Natur und
Umweltschutz tauchen da nur als Feigenblatt auf, das eigentliche Ziel ist: alles der kapitalistischen Verwertungslogik zu unterwerfen. Da ist der unkritische WWF eine willkommene Untersttzung.

Mittlerweile drfe sich auch herumgesprochen haben, da die Erhaltung von Arten nicht nur auf bestimmte Gebiete beschrnkt bleiben darf. Wenn die Umgebung gleichzeitig weiter zerstrt wird fhrt dies eben hufig nicht zum Erhalt der geschtzten Arten.
Reservate tragen aber zur allgemeinen Ablehnung des Naturschutzes bei und fhren damit auf Dauer zur schlechteren Ausgangsbedingungen fr die Durchsetzung von Naturschutz. Das ist fr den WWF aber scheinbar kein Problem. Mit den richtigen Verbndeten
(Militr/Polizei, Grobetriebe und Regierungen) lassen sich auch Naturschutzprojekte gegen den Willen der Bevlkerung durchsetzen.

Wer Naturschutz mit Macht und Geld - ohne die Menschen wirklich zu berzeugen - weltweit durchsetzt, handelt imperialistisch. Stoppt den modernen Imperialismus im kogewand, stoppt den WWF!



Infos: 

Zum Naturschutz von unten gibt's bei der Themendedaktion und unter http://go.to/ umwelt.

Zum WWFProjekt steht einiges im Internet: http://www.global200.de