Kulturpflanzenvielfalt und

biologische Pflanzenzchtung

Nur 1 Promille der koanbauflchen werden mit alten Sorten bestellt. Ursache sind die mangelnde Wirtschaftlichkeit und pflanzenbauliche Schwchen wie z.B. mangelnde Standfestigkeit. Alte Sorten sind hingegen fr Zchter interessant, die diese als
Kreuzungspartner bentigen.

In der Praxis bewhren sich moderne Sorten, die z.B. auch unter den Bedingungen des kologischen Landbaus gezchtet wurden. Vordringlichstes Ziel des kolandbaus ist der Ausschlu gentechnisch vernderter Pflanzen bei der Zchtung. Fr eine breite Basis
eines vielfltigen Sortenspektrums mu es gelingen, auch die konventionellen Zchter fr die Belange des kolandbaus zu gewinnen. Langfristig interessant erscheinen auch spezielle Zchtungen fr den kolandbau, bisher steht die Erhaltungszchtung
allerdings im Vordergrund.

Quelle: Naturland magazin 4/99





Arche noah Biogene

Mit dem Projekt Arche noah Biogene setzt sich das Forschungsinstitut biologischen Landbau (FIBL) fr die Sicherung der Gentechnikfreiheit in der Bioproduktion ein. ber drei hauptschliche Gefahrenherde kann die Gentechnik in die Bioproduktion einsickern:
Saatgut, Futtermittel und Hilfsstoffe. International mit anderen Organisationen wird an diesem Ziel gearbeitet, z.B. beim Aufbau eines Netzwerks fr biologisches Saatgut aus 14 europischen Lndern oder einer Informationsdrehscheibe, in der im Internet
unter www.biogene.org Infos fr Biobuerinnen, Konsumentinnen, Handelsfirmen, Verbnde etc. ber die gentechnikfreie Produktion zur Verfgung gestellt werden.

Quelle: kologie & Landbau 1/00





kolandbau in Ruland

Ruland wird zu ca. 89% von ExKolchosen, 5% Privatlandwirten und 6% von Kleinlandwirten u. Schrebergrtnern bewirtschaftet. Erstaunlich hoch ist die Produktivitt der Kleinlandwirte: Sie erwirtschaften 35%, die ExKolchosen nur 60% der
landwirtschaftlichen Produktion. Kleinlandwirtschaft und Schrebergarten sind fr viele Familien Basis der Selbstversorgung. Um die Stdte herum herrscht auf diesen Feldern fast monokulturartig die Kartoffel vor.

EkoNiva MO ist der einzige Anbauverband des kologischen Landbaus in Ruland. 1999 bewirtschafteten 24 Betriebe 10.200 ha Ackerland, die von EkoNiva MO zertifiziert wurden. Nach der Wirtschaftskrise Rulands, fallen hufig die weniger fruchtbaren Bden
brach und verbuschen. Angebaut wird: Buchweizen, Roggen, Sommergerste, auf den besseren Bden Weizen, Zuckerrben, Hirse, Sonnenblumen, Erbsen, Silo u. Krnermais, HaferErbsenGemenge (Grnfutter) und Luzerne. Fr die Betriebe war es nicht aufwendig auf
den kologischen Landbau umzustellen, da i.d.R kein Geld fr Kunstdnger und Pestizide vorhanden ist. Um an Betriebsmittel zu kommen, mu der Betrieb ein Teil seiner Ernte zu einem schlechten Preis verpfnden. Kredite gibt es nicht. Die Betriebe sind
meist Pflanzenbauern, da die Tierhaltung meist keinen hohen Stellenwert besitzt.

Der Wendepunkt der russischen Landwirtschaft markiert den 17.August98, als der Rubel zum Freien Fall freigegeben wurde. Vorher stammten 90% der tierischen Produkte fr die Ballungszentren aus der EU und den USA, die unter Weltmarktniveau diese Produkte
exportierten. Die Tierproduktion war deswegen in Ruland stark rcklufig Heute steigen die Preise insbesondere fr tierische Produkte an.

Quelle: Naturland magazin 4/99





Wasserschutznovelle behindert

kolandbau 

Das Umwelt und Verkehrsministerium BadenWrttemberg hat zur Reduzierung von Nitratbelastungen und zur Vermeidung des Eintrags von Pflanzenschutzmitteln in das Grundwasser einen Entwurf zur Novellierung der Schutzgebiets und Ausgleichsverordnung
(SchALVO) vorgelegt. Fr den kolandbau, bei dem die Nitratgehalte im Grundwasser in der Regel deutlich geringer sind als bei konventionellen Betrieben, bringt die Novellierung kaum zu erfllende Regelungen. So soll eine Herbstbegrnung mit einem hohen
Anteil an stickstofffixierenden Zwischenfrchten verboten werden. Der Anbau von Leguminosen ist jedoch ein wesentlicher Bestandteil der Fruchtfolge im kologischen Landbau.

Infos: Andreas Hopf, Arbeitsgemeinschaft kologischer Landbau Baden Wrttemberg, Eugenstrae 21, 72622 Nrtingen, 0 70 229 32 6645, Fax 50 





Schwerpunktstudium

kolandbau

Seit Beginn des Wintersemesters 1999 gibt es an der Landwirtschaftlichen Fakultt der Uni Bonn ein Schwerpunktstudium kologischer Landbau. Es ist im Hauptstudium nach dem Modulsystem aufgebaut. Durch Ergnzung und Kombination mit geeigneten Modulen aus
dem Lehrangebot anderer Fachdisziplinen besteht fr die Studierenden die Mglichkeit, das Studium individuell auszurichten.

Kontakt: Prof. Dr. Ulrich Kpke, Uni Bonn, Institut fr Organischen Landbau, Katzenburgweg 3, 53115 BonnPoppelsdorf, 02 2873 5615, Fax 17 





Neues EULogo 

Zuknftig knnen mit einem Logo in grnblauer Farbe mit Kornhre und den 12 EUSternen Produkte aus kologischem Landbau gekennzeichnet werden. Die Kommission billigte am 22.12.1999 den Entwurf des Logos. Mit dem Logo sollen Produkte gekennzeichnet
werden, die mind. 95% kologischkontrollierte Inhaltsstoffe enthalten und deren gesamter Herstellungsproze, sowie Verpackung und Kennzeichnung berwacht werden. Auf der deutschen Version steht die Bezeichnung Biologischer Landbau - kologischer
Landbau.

www.soel.de





BioLandbauInsel kaufen?

Sainsbury's (engl. Handelskonzern) plant die bernahme der gesamten Landwirtschaft des Inselstaats Grenada. Die Nachfrage nach kologisch angebauten tropischen Frchten bertrifft das Angebot bei weitem, deswegen will das Unternehmen die Landwirtschaft
Grenadas komplett auf kologischen Anbau umstellen. Die Regierung zeigte sich interessiert. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Rund 80 Prozent der Bevlkerung sind Bauern bei einer Arbeitslosenquote von 16%. Der Lebensmittelgigant hat
eine Studie bezglich der Qualitt der angebauten Frchte, der Umstellung zum kologischen Landbau und zur Logistik abgeschlossen. Bereits in drei Jahren will Sainsbury's alle fr die Supermarktfilialen bentigten biologisch angebauten Bananen, Mangos,
Kokosnsse und Passionsfrchte von Grenada beziehen.

www.agrar.de





Aufschlag fr 

gentechnikfreie Produkte 

Die gestiegene Nachfrage in Europa und Asien nach gentechnikfrei erzeugten Produkten fhrt zu hheren Erzeugerpreisen. Getreidehndler in den USA wollen sechs Dollar je Tonne Mais und 12 Dollar je Tonne Soja Aufschlag zahlen.

Infos: Zentrale Markt und Preisberichtstelle (ZMP), Rochusstr. 26, D53123 Bonn, 02 2897 77363, Fax 369