Lufthansa - 
totsicher abschieben

Das bundesweite Netzwerk kein Mensch ist illegal ruft zu einer Kampagne gegen die Deutsche Lufthansa auf. Kein Mensch ist illegal ist ein bundesweites Netzwerk, das ffentlichkeit gegen Entmachtung von Flchtlingen in Europa herstellen will. Mit der
Kampagne gegen die Lufthansa soll durch vielfltige Aktionen auf die Verantwortung der am Abschiebegeschft gut verdienenden Lufthansa aufmerksam gemacht werden. Es handelt sich dabei nicht um eine Boykottkampagne - vielmehr werden Fluggste und
Flugpersonal zum Handeln gegen Abschiebungen aufgerufen. Das Image der Lufthansa soll durch diese Kampagne mit dem Ziel geschdigt werden, das sie sich aus diesem schmutzigen Geschft zurckzieht. Die Hlfte von zehntausend Flchtlingen , die jhrlich
allein vom RheinMainAirport aus abgeschoben werden, fliegt mit Linienmaschinen der Lufthansa. Anla zur Kampagne ist - unter anderem - der Tod des sudanesischen Flchtlings Mohamed Aamir Ageep, der im Mai 1999 an Bord einer Lufthansamaschine starb. Er
sollte durch BGSBeamte begleitet in den Sudan abgeschoben werden. Die Beamten hatten ihn gefesselt, ihm einen Motorradhelm aufgesetzt und ihn solange auf den Sitz gedrckt, bis er erstickte. 1994 starb bereits der Nigerianer Kola Bankole bei seiner
Abschiebung - ebenfalls an Bord einer LufthansaMaschine. Immer wieder werden die sogenannten Schblinge beim Transport im Flugzeug brutal mihandelt. Fufesseln,  Mundknebel oder Integralhelme dienen nach offiziellen Angaben dem Schutz der BGSBeamten
vor Renitenten, sich ihrer Abschiebung widersetzenden Flchtlingen. Gegen diese menschenverachtenden Deportationen regt sich in verschiedenen europischen Lndern Widerstand. Boykottandrohungen in Belgien und den Niederlanden haben die niederlndische
MartinAir veranlat, das tdliche Geschft mit den Abschiebungen aufzugeben. Nach dem Mord an Saamira Adamu sah sich die belgische Gesellschaft Sabena gezwungen, keine gewaltsamen Abschiebungen mehr durchzufhren. Andere europische Fluglinien wie die
franzsische Air France und die niederlndische KLM frchten bereits um ihr Image. Auf der diesjhrigen Aktionrshauptversammlung der Lufthansa in Kln protestierten kritische Aktionre mit Transparenten gegen das Geschft mit den Abschiebungen und
forderten Konsequenzen aus dem Tod von Kola Bankole und Aamir Ageeb.