Ein unnatrliches Desaster

Noch vor 40 Jahren schtzte ein dichter Mangrovengrtel den indischen Kstenstaat Orissa vor den Gefahren des Meeres. Doch der Heisshunger der westlichen Welt auf Riesengarnelen und Krabbencoctails machte den Mangroven den Garaus. Krabbenexporteure
holzten die Mangroven an vielen Orten ab, um Garnelenzuchtteiche anzulegen. Der schtzende Mangrovengrtel wurde zu einem lchrigen Stckwerk. Am 29. Oktober 1999 schliesslich fegte ein JahrhundertZyklon mit meterhohen Meereswellen ber Orissa hinweg,
machte etwa zehn Millionen Menschen obdachlos, ttete Tausende. Hart getroffen wurden die Gemeinden Puri, Gopalur und Chilika, heisst es. Dort sei nichts briggeblieben. Die Bevlkerung dort habe nicht einmal Nahrungsmittel oder sauberes Wasser. Um diesen
Menschen zu helfen, hat das Nationale Fishworkers Forum in Indien nun einen Hilfsfond fr die ZyklonOpfer eingerichtet. Es wre ein Teil Wiedergutmachung, wenn die am Verkauf von Tiger oder Riesengarnelen oder Shrimpcoctails profitierenden
Supermarktketten und GourmetTempel den Fischerfamilien von Orissa finanziell helfen wrden. Gleiches gilt natrlich fr die Konsumenten, denen die gezchteten Meeresfrchte so gut schmecken.

Weitere Infos: World Forum of Fishharvesters and Fishworkers (WFF), National Alliance of Peoples Movements in Indien (NAPM), Velankanny, Junction, Valiathura, Thiruvananthapuram 695 008, Indien, Fax: 0091 471 50 1376; Email: nff@md2.vsnl.net.in,
Internet Website: http://www.southasianinitiative.org/wff