DDT und kein Ende

In Europa seit fast 30 Jahren verboten, ist das Supergift DDT weiterin in den Tropen als Insektenvernichtungsmittel im Einsatz. Hauptgrund: Bei Seuchenexperten gilt DDT weiterhin als bestes (kostengnstigstes) Mittel zur Bekmpfung der MalariaMcke. Die
grssten Verbraucher von DDT sind China und Indien. In Ecuador wurde der DDT Einsatz gegen die Stechmcke seit 1993 erhht, whrend Brasilien, Paraguay und Peru DDT offiziell nicht mehr verwenden. brigens: Der Erfinder des DDT bekam fr diese Leistung -
die zu einem Fluch fr zahlreiche Tierarten und dem Okosystem Erde wurde - 1948 den Nobelpreis.





Computer sind doof

Damit die Computer nicht zum Jahrtausendwechsel abstrzten, gaben Firmen und Regierungen insgesamt rund 700 Milliarden Mark aus. Mit lediglich der Hlfte des fr die doofen Computer ausgegebenen Geldes htten die gesamten Schulden der rmsten
Entwicklungslnder getilgt werden knnen.





Naturwunder oder

Aluminiumschmelze

Aluminium kann fr manche ein Segen sein, zum Beispiel fr die bundesdeutsche BilligBier Industrie, die so ihr Massengebru kostengnstig in Dosen quer durch halb Europa transportieren kann. Fr viele andere indes ist Aluminium ein Fluch, vor dem selbst
Naturwunder zittern mssen, wie derzeit auf Island. Im Osten der arktischen Insel soll ein Staudamm errichtet werden, um billigen Strom fr eine Aluminiumschmelze von Norsk Hydro zu liefern. Islndische Umweltschtzer haben sich nun heftig gegen das
regenerative Stromprojekt ausgesprochen. Das geplante Wasserkraftwerk wrde nicht nur das Quellgebiet des JkulsaFlusses am berhmten VatnajkullGletscher - Rckzugsgebiet von Islands 3.500 wilden Rentieren erheblich beeintrchtigen. Der Staudamm
wrde ebenso die 160 Meter tiefe HafrahvammsglafurSchlucht, eines der eindrucksvollsten Naturwunder Islands zerstren.





USA sind

AluDosenWeltmeister

Die USA sind - trotz der Anstrengung von Norsk Hydro in Norwegen und VAW in Bayern - weiterhin mit Abstand der weltweit grsste AluProduzent und Verbraucher. Alle drei Monate werden dort so viele AluDosen weggeworfen, dass damit die gesamte kommerzielle
Flugzeugflotte Amerikas neu gebaut werden knnte. 1989 verbrauchten die USAmerikaner 80 Milliarden AluDosen.





Blinder Konsum

fhrt in den Ruin

Das Mangrove Action Project (MAP) bringt die jngste Wirbelsturmkatastrophe an der indischen Ostkste auf folgende Formel: Blinde Konsumnachfrage plus hohe potentielle Exporteinnahmen plus unregulierte Industrie fhrt zu nicht nachhaltiger,
umweltschdlicher Garnelenzucht. Dies plus Regierungsverdunkelung und Entmndigung lokaler Kstengemeinden fhrt zur Abholzung der Mangroven. Dies plus ein grosser Zyclon fhrt zu Katastrophen wie jngst an der Kste Indiens in Orissa.	

Weitere Infos: Mangrove Action Project (MAP), PO Box 1854, Port Angeles, WA 983620279, USA, Fax 001360) 4525866, mangroveap@olympus.net, http://www.earthisland.org/map/map. html





FrankensteinBume

auf dem Vormarsch

Whrend traditionelle Baumarten langsam aber sicher von unserem Planeten verschwinden, lassen GentechKonzerne GenBume in den Himmel wachsen. Genmanipulierte, superschnell wachsende Bume wurden inzwischen nicht nur in den USA und Kanada, sondern
ebenso in Europa angepflanzt.





Australien wird kahlgeschlagen

Hufig wird das Wort Armut bemht, wenn es darum geht, die katastrophale Waldvernichtung in den sogenannten Entwicklungslndern zu erklren. Im Falle Austaliens allerdings kann Armut sicherlich nicht als Entschuldigung fr rcksichtslose Abholzung
gelten. Jhrlich lassen dort Viehzchter, Bauern und Holzunternehmen wenigstens 3.400 Quadratkilometer Wald kahlschlagen. Das ist die hchste Abholzungsrate aller entwickelten Lnder.





Abholzung zu Hause

verboten - woanders erlaubt

Nach den jngsten Ueberschwemmungskatastrophen hat Chinas Regierung den Holzeinschlag in seinen Bergwldern verboten. Nun holen sich die chinesischen Holzhndler und Holzverarbeiter den begehrten Rohstoff aus Russland und Thailand. Weite Teile Sibiriens
und des fernen Ostens werden deshalb illegal abgeholzt. Hauptprofiteure sind Russlands HolzMafia. Wenn China weitermacht, Abholzung zu exportieren, dann knnten die Konsequenzen fr unseren Planeten schrecklich sein, schreibt der Ecologist.





1,8 Billionen Mark

Subventionen

Jhrlich werden weltweit rund 1,8 Billionen Mark (= 1.800 Milliarden Mark) an Subentionen fr industriellen, nicht nachhaltigen Fischfang, industrielle Landwirtschaft, Strassenbau und Energieverschwendung ausgegeben. Wenn nur ein Bruchteil dieser
falschen, umweltschdlichen Subventionen in die richtigen Kanle flsse, knnte die gesamte biologische Vielfalt unseres Planeten vor dem Aussterben gerettet werden. Wissenschaftler schtzen die jhrlichen Kosten zur Rettung der Biodiversitt auf rund 500
Milliarden Mark ein.





USA: Legale

PsychoDrogen fr Kinder

Etwa zehn Prozent der Kinder in den USA stehen unter Drogen. Doch gemeint sind nicht die herkmmlichen oder illegalen Drogen wie Alkohol, Nikotin oder Heroin und Kokain, sondern legale PsychoDrogen wie Ritalin, Dexedrine oder Prozac. USAmerikanische
Mediziner und Eltern verabreichen jhrlich rund sechs Millionen Kindern in den USA diese legalen PsychoDrogen, um zum Beispiel kindliche Depressionen zu behandeln.





Kuba goes ko...

Vergangenen Dezember bekam die kubanische Grupo de Agricultura Organica (GAO) den Alternativen Nobelpreis nicht ohne Grund. Immer mehr Flchen werden auf Kuba kologisch bewirtschaftet. Denn seit 1989 - seit die Karibikinsel vom grossen Bruder Russland
keine oder kaum Pflanzenschutzmittel und chemischen Dnger mehr bekommt - fand in Kuba eine regelrechte landwirtschaftliche Revolution in Richtung kologischen Landbau statt.







Russland auch...

Mit Untersttzung von Naturland stellen auch in der ehemaligen Sowjetunion Bauern auf koLandbau um. So wurden im vergangenen Jahr in Russland 24 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt 10.200 Hektar Anbauflche vom russischen koLandbauverband
(EkoNivaMo) anerkannt oder auf Neudeutsch zertifiziert. In Europa stieg brigens die kologische Anbauflche im vergangenen Jahr um fast eine Million Hektar auf nun rund drei Millionen Hektar an.





Mehr kos in

Grossbritannien

Grossbritannien setzt verstrkt auf BioAnbau. Gegenber 1998 vervierfachten sich dort die kologisch bewirtschafteten Flchen. Ein starkes Wachstum im BioLandbau verzeichneten ebenso Portugal mit einem Plus von rund 155 Prozent und Dnemark mit etwa 150
Prozent mehr kolandbau. Deutschland rangiert in der europischen Bioanbaustatistik mit einem Wachstum von nur rund 19 Prozent abgeschlagen auf den hinteren Rngen.





Abholzung fr Innovation?

Ein Innovations und Grnderzentrum fr Biotechnologie soll bei Oberschleissheim nahe Mnchen entstehen. Zehn Hektar geschtzter, sogenannter Bannwald soll dafr weichen. Nicht nur die Mnchner Kreisgruppe des Bund Naturschutz findet diesen Baumfrevel
wenig innovativ. Gibt es im Raum Mnchen wirklich keine leerstehenden Gebude oder brachliegenden ehemaligen Industrieflchen, wo sich innovative Biotechnologen mit unseren, als Subventionen getarnten Steuergeldern eine Goldene Nase verdienen knnen?





Unsere Masttiere weiden

in Sdamerika

1998 importierten deutsche Vieh und Geflgelmster 1,7 Millionen Tonnen Futtermittel aus Lateinamerika, 36.000 Tonnen aus Afrika, 100.000 Tonnen aus Vorderasien, 628.000 Tonnen aus Sd und Ostasien.





Kohle statt Indianer

Der Zugang zu Weideland und Wasserquellen wird ihnen verweigert, ihr Vieh beschlagnahmt, ihr Lebensraum weggenommen: Dies klingt wie eine Meldung aus vergangenen Jahrhunderten, als europische Eroberer und Einwanderen mit brutalen Methoden Amerikas
indigenen Vlkern das Land raubten. Doch der Eindruck ist falsch. Dies geschieht heute, Anfang des 21. Jahrhunderts. Und es geschieht auch nicht in irgendeinem DritteWelt Staat, sondern im (finanziell) reichsten Land der Erde, den USA. Betroffen sind die
NavajoIndianer im Bundesstaat Arizona. Die Ureinwohner haben das Pech, dass Energiekonzerne auf dem Navajo Stammesgebiet namens Black Mesa die grssten Kohlevorkommen der USA entdeckt haben. Etwa 12.000 Indianern mussten deshalb bereits ihre Heimat
verlassen.	Die USA, das Land der unbegrenzten Mglichkeiten: Dies scheint auch an der Schwelle zum 21. Jahrhundert nur fr diejenigen zu gelten, die die Umwelt und traditionelle einheimische Kulturen zerstren wollen.

Weitere Infos: FIAN, Overwegstr. 31; D44625 Herne, Tel. 02323490099, Fax 18, http://www. fian.de