Nichts dazugelernt

Am Sonntag, 12. Dezember 1999 passierte es wiedereinmal: Ein ltanker zerbrach in zwei Teile. Tausende von Tonnen l verseuchen nun die franzsische Atlantikkste. Dies ist nicht der erste ltankerunfall an dieser Kste. Schon 1978 verseuchte ein
sinkender Tanker die bretonische Kste. Damals hatten viele gehofft, dass Regierungen, Schiffahrt und Erdlindustrie aus der Katastrophe lernen werden - vergeblich. Es folgten Jahr fr Jahr weitere lkatastrophen. Selbst das JahrhundertDesaster der Exxon
Valdez 1989, als ber 40 Millionen Liter Erdl die Kste Alaskas auf einer Lnge von 1.600 Kilometern verseuchten, fhrte zu keinem Umdenken. Allein im vergangenen Jahr zhlte der alternative Bergbau und Minen Informationsdienst "Drillbits and Tailings"
weltweit wenigstens fnf Tankerunflle. Die Schiffsunflle sind aber nicht die einzigen Umweltkatastrophen, die die Erdlbranche zu verantworten hat. Weltweit holen derzeit ber ein halbe Million Frderdertrme das schwarze Gold aus der Erdkruste. Als
Folge davon werden in 22 Lndern Urwlder durch kleinere und grssere Lecks verseucht, werden wertvolle Korallenriffe vor der Kste von 38 Lndern durch lfrderung zerstrt. In 46 Lndern wiederum schdigen verantwortungslose lunternehmen Tag fr Tag
die fr das Kstenkosystem lebenswichtige Mangrovenwlder. 

Regelmssige Infos zum Thema Bergbau, Umwelt und Ureinwohner liefert Drillbits & Tailings, Project Underground, 1847 Berkeley Way, Berkeley CA 94703, Tel: 001 510 7058972, Fax: 8983,  http://www.moles.org



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