Gedankenskizze 
"kostrom ... von unten" 

Dieser Text ist ein erster Gedankensplitter fr eine dezentalisierte, mitbestimmungsorientierte Variante der kostromvermarktung. Damit mchte das Institut fr kologie eine Alternative zum ruinsen Wettbewerb im liberalisierten Markt anregen. Das kann
wichtige Vorteile zu den Grokonzernen schaffen, die immer zentralisiert agieren und keine Basis berzeugter Menschen haben.

Achtung: kostromunternehmen, Energieinitiativen und regionale Inforzentren, die als Koordinationspunkte agieren wollen, sollten sich bei Interesse melden - denn das Ganze funktioniert nur, wenn berall regionale Kooperationen entstehen!

Kontakt: Institut fr kologie, Projekt "kostrom von unten"

Tel. 06401/903283 und 0171/8348430.





Ausgangslage

Der Strommarkt ist liberalisiert. Ein Kampf um Mitbestimmungsrechte hat nicht stattgefunden. Stattdessen kmpfen die verschiedenen AkteurInnen im neoliberalen Rahmen. Das ist unbefriedigend und gefhrlich. 

Unbefriedigend ist es, weil wieder einmal bei einer Fragestellung des Umweltschutzes die Beteiligungsrechte auen vorbleiben. Die Menschen knnen nur noch entscheiden, welche Energiequellen und preise sie wollen. Eine direkte Gestaltungsmacht gibt es
nicht. Das wre nur im regionalen Rahmen mglich. Das Prinzip der Dezentralitt und Mitbestimmung ist nicht gewahrt. 

Gefhrlich ist es, weil im liberalisierten Markt die am strksten sind, die ber das grte Kapital verfgen. Und das sind nicht die AnbieterInnen von "echtem" kostrom. Es besteht die Gefahr, da die Groen am Ende brig bleiben. Und dann gibt es gar
keine Mglichkeit mehr, direkt die Stromgewinnung zu beeinflussen. 





Gedankensplitter 

fr neue Strategien

Das Mitmischen im liberalisierten Strommarkt, noch dazu untereinander konkurrierend, kann fr den Umweltschutz nicht allein gengen. Umweltschutz mu mit den Zielen der Mitbestimmung verbunden werden. Die Menschen sind nicht nur KundInnen, wir mssen sie
als PartnerInnen fr die Sache des Umweltschutzes gewinnen bzw. zurckgewinnen, denn viele haben wir durch einen falschen Kurs in den letzten Jahren verloren. 

ErzeugerInnenVerbraucherInnenGemeinschaften (EVG) Das passende Modell einer mitbestimmungsorientierten Stromproduktion wre eine Gemeinschaft der regionalen ErzeugerInnen und VerbraucherInnen. Idealtypisch bilden sich in allen Regionen aktive Kreise,
die neue Anlagen planen und Werbung fr die Abnahme von umweltgerecht produziertem Strom machen. Die kostromAnbieterfirmen nehmen dabei die Rolle der Geschftsfhrung und Abwicklung, der Fortbildung, ffentlichkeitsarbeit usw. ein. 

Regionale Infozentren Im Mittelpunkt der regionalen EVGs stehen eine oder mehrere Zentren, die dauerhaft ber den kostrom informieren, neue AnbieterInnen und VerbraucherInnen suchen. Diese Infozentren werden mit kostrom versorgt.* 

Dezentralisierung statt Konkurrenz Die Anzahl von kostromanbietern ist schon jetzt sehr hoch. Bislang fehlt allen die regionale Mitbestimmung mit Ausnahme derer, die schon regionale Strukturen haben (vor allem Schnau) und jetzt ihren Strom nur
bundesweit vermarkten. Es wre gnstig, wenn die regionalen AnbieterInnen sich an einem bundesweiten Verbund regionaler EVGs beteiligen und auch bundesweite Anbieter berlegen, wieweit eine solche Struktur auch kooperativ vorstellbar ist, um einen
ruinsen Wettbewerb im kostrombereich zu vermeiden. 

Der direkte Draht Um in den Regionen die MultiplikatorInnen zu erreichen, sollten Kongresse und Tagungen, die Energiezeitungen und die MultiplikatorInnenZeitung Punkte* genutzt werden, um die Idee weiterzutragen. 





*Anmerkung 1: Mit der Kooperation zwischen kostromVersorgern und regionalen Infozentren kann unabhngig von allen weiteren Schritten auch sofort begonnen werden. Diese Zentren dienen dann der Werbung und als Kontaktstellen, d.h. sie knnen beratend
ttig sein. Wir knnen etliche solcher Zentren schon jetzt vermitteln und schlagen vor, hier erste konkrete Schritte zu machen und darber in den "Punkten" zu berichten, um weitere Zentren und regionale AkteurInnen zu gewinnen. 

2. Die Umweltzeitung "Punkte" erreicht ca. 14.000 AkteurInnen im Umweltschutz. Sie hat eine stndige EnergiewendeRubrik, in der in jeder Ausgabe auch ber die Lage auf dem Strommarkt berichtet wird. Die "Punkte" stehen auch jetzt schon fr Werbung
offen. Bei Interesse bersenden wir gern die Mediadaten.