Buchbesprechung

Daniel Cohen

Unsere modernen Zeiten

(2001, Campus in Frankfurt, 152 S., 42 DM)

Ein Gercht geht um - da die Arbeit berflssig wird. Es wird teilweise von den Menschen gestreut, die damit eine Akzeptanz fr ihre Art technischen Fortschritts erreichen wollen. Jetzt nochmal anpacken, damit es uns morgen besser geht - so ist ihr
Credo. Und das deckt sich mit der Vergangenheit. Das Ergebnis: Arbeitszwang und Ausbeutung ohne Ende. Der Mensch entdeckt, gleich dem Lufer, der dem Horizont entgegeneilt, dass das Ziel in immer  gleicher Entfernung verharrt. Er  begreift, dass seine
Arbeit endlos ist. ... der moderne Mensch entdeckt, dass ihn die technische Welt zwar nach und nach von der Not, nicht jedoch von der Technik selbst befreit (S. 141). Ein Beitrag zur Zerstrung von Illusionen.



Armin Grunwald

Technik fr die Gesellschaft von morgen

(2001, Campus in Frankfurt, 314 S., 68 DM)

Da Technik sich weiterentwickeln, z.T. rasant, steht auer Frage. Der Autor untersucht in seinem Buch die gesellschaftliche Gestaltbarkeit von Technik. Dabei beschrnken sich die Vorschlge auf bereits bekannte Verfahren innerhalb eines
reprsentativ-demokratischen Kapitalismus, d.h. alle durchgreifenden Mglichkeiten wie die Kollektivierung des Zugriffs auf Rohstoffe und Wissen, Technik und Mittel sind gar nicht erst errtert. So wirken die Kapitel ber die Regulierungsmglichkeiten des
Staates im doppelten Sinne hilflos, weil sie zum einen in ihrer Wirkung beschrnkt wren (was im Buch auch dargestellt wird), zum anderen an die guten PolitikerInnen glauben, whrend in der Realitt der Staat den Markt selbst sichert und ausdehnt. Ohne
Herrschaft gbe es die von den menschen abgekoppelte Produktions- und auch Technikentwicklungsebene gar nicht.