Aber es ist so leicht, in alte Verhaltensweisen zu fallen. Eine Hierarchie wird abgeschafft, und eine andere tritt an ihre Stelle. Wir mssen uns davor hten; denn es wird immer Leute geben, die versuchen werden, hier eine zweite Erde zu erschaffen. Die
Aerophanie wird endlos sein mssen, ein ewiger Weg. Wir werden schrfer denn je zuvor darber nachdenken mssen, was es heit, Marsianer zu sein. (Blauer Mars, S. 15)

Menschen in den Straen sind das einzigste, wovor Regierungen sich frchten. Nun ja, oder Enden von Amtsperioden oder freie Wahlen! Oder Mord. Oder ausgelacht zu werden - ha-ha-ha! (S. 1050)

... So kam spontan jene brokratische Klasse zum Vorschein, die der Schrecken so vieler Theoretiker gewesen war. Die Experten, die die Politik kontrollierten und vermutlich nie wieder losassen wrden. Aber wem sollten sie die auch hinterlassen. Wer sonst
wollte sie haben? Niemand... (S. 617)

Management ist eine reale, technische Angelegenheit. Aber sie kann von den Arbeitern ebenso gut erledigt werden, wie durch Kapital. Kapital an sich ist nur das ntzliche berbleibsel des Werks frherer Arbeiter und knnte ebenso gut einem jeden gehren
wie wenigen. Es gibt keinen Grund, weshalb eine winzige Minderheit das Kapital besitzen und jeder andere deshalb ihr zu Diensten sein sollte. Es gibt keinen Grund, der legitimiert, da sie uns gerade mal die Existenzgrundlagen zugestehen und alles andere,
was wir produzieren, fr uns behalten behalten. Nein! Das System der sogenannten kapitalistischen Demokratie ist im Grunde berhaupt nicht demokratisch.

Darum konnte es sich so rasch in das metanationale System verwandeln, in dem die Demokratie immer schwcher und Kapitalismus immer strker wurde. In dem ein Prozent der Bevlkerung die Hlfte des Reichtums besa und fnf Prozent der Bevlkerung
fnfundneunzig Prozent der verbleibenden Hlfte fr sich beanspruchten. Die Geschichte hat uns gelehrt, welche Werte in jenem System real waren. Und das Traurige ist, da das dadurch verursachte Unrecht und Leid keineswegs notwendig waren, weil es schon
seit dem achtzehnten Jahrhundert die Mittel gegeben hat, fr alle die Lebensgrundlage zu liefern.

Wir mssen verndern. Es ist an der Zeit. Wenn Selbstherrschaft ein Grundwert ist, dann gibt es diesen Wert berall, einschlielich des Arbeitsplatzes, an dem wir so viel Zeit unseres Lebens verbringen. (S. 213)

Ich bin es satt, da diese Sache in rein militrischen Ausdrcken diskutiert wird. Das ganze Modell der Revolution mu neu durchdacht werden... So etwas wie bewaffnete Revolution auf dem Mars kann es nicht geben. Die Systeme zur Lebenserhaltung sind zu
verwundbar. ...

Seht, selbst wenn Revolutionen erfolgreich gewesen sind, haben sie so viel Zerstrung und Ha bewirkt, da immer irgendein schrecklicher Rckschlag eintrat. Das liegt im Wesen der Methode. Wenn man Gewalt whlt, schafft man sich Feinde, die immer
Widerstand leisten werden. Uns skrupellose Mnner werden Revolutionsfhrer. Daher sind sie an der Macht, wenn die Revolution vorber ist, und dann wohl ebenso schlimm wie das, an dessen Stelle sie getreten sind. (Grner Mars, S. 521)

Vielleicht ist die Welt einfach zu kompliziert, als da irgendein Plan funktionieren knnte. Vielleicht sollten wir uns nicht um einen globalen Plan bemhen, sondern nur um etwas, das zu uns passt. Und dann hoffen, da der Mars unter etlichen
unterschiedlichen Systemen zurechtkommen kann. (S. 559)

Es ist immer dieselbe alte Geschichte. Der Widerstand fngt an, sich selbst zu bekmpfen, weil das der einzigste Gegner ist, den er schlagen kann. Passiert immerzu. Man kann keine Bewegung grer als fnf Personen machen, ohne mindestens einen verdammten
Idioten mit dabei zu haben. (S. 457)