Streit um

genmanipulierten Mais

Ende April fand das Umweltministerium Schleswig-Holsteins bei Saatgutkontrollen Maissaat mit einem Anteil von genmanipulierten Maissamen. Es handelt sich um ein Genkonstrukt mit Herbizidtoleranz, fr das in Europa keine Genehmigung vorliegt, um es in den
Handel zu bringen. Das Ministerium reagierte mit Beschlagnahme und verpflichtete Landwirte, die das Saatgut bereits ausgebracht haben, es vor der Blte unterzupflgen bzw. als Viehfutter zu ernten. Diese Position setzt sich im Juli auch vor Gericht durch.
Andere Bundeslnder reagierten mit verstrkten Kontrollen. Die betroffenen Firmen Monsanto und Hi-Bred Northern Europe kritisieren, da die Landwirte auf diese Weise geschftlichen Risiken ausgesetzt wrden, obwohl keinerlei Besorgnis fr die
menschliche Gesundheit bestnde und der genannte Mais doch bereits letztes Jahr weltweit auf ber 1,1 Millionen Hektar angepflanzt worden sei. Ende Mai kritisiert Greenpeace, da in den Wochen zuvor acht neue Sorten genmanipulierten Mais vom
Bundessortenamt zugelassen worden seien, ohne da die ffentlichkeit deutlich darber informiert worden sei. Besonders umstritten ist das in diesen Sorten vielfach enthaltene Gen fr eine Resistenz gegen Antibiotika, von der zu befrchten ist, da sie
sich auf den Menschen bertragen kann. Zumindest liegen bislang unzureichende Untersuchungen vor, so da sterreich und Italien einen Importstopp fr Teile dieses Saatgutes verhngt haben.

Quelle: @grar.deAktuell vom 27. April, 1. Mai, 29. Mai 2001; genpost-red@gen.free.de vom 16. Mai, 25. Mai 2001 und Lbecker Nachrichten vom 19. Juli 2001