Vertuschter Atomunfall?

Wissenschaftler der Arbeitsgemeinschaft Physikalische Analytik und Messtechnik (ARGE PhAM) haben in einer heute verffentlichten Studie das Vorkommen von sogenannten PAC-Kernbrennstoff-Kgelchen im Nahbereich der Geesthachter Atomanlagen (Elbmarsch- und
Elbgeest) erneut besttigt: Die Wissenschaftler haben in einer neuen Studie durch aktuelle Untersuchungen an den Universitten Gieen und Marburg den Nachweis von angereichertem Uran in Bodenproben erbringen knnen - in 15 von insgesamt 16 Bodenproben
rund um die Anlagen wurde kein natrliches Uran sondern angereichertes Uran gefunden.

Damit ist das Vorhandensein von Kernbrennstoff sowohl durch die Analyse von charakteristischen Kgelchen als auch durch das Vorhandensein von in der Natur nicht vorkommendem Uran abgesichert. Eintrge durch Bombenfallout oder Tschernobyl knnen
zweifelsfrei ausgeschlossen werden. Zustzlich zeigt eine nachtrgliche Analyse von Messungen, die im Auftrag der Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchgefhrt wurden, ebenfalls angereichertes Uran. Eine Untersuchung der
Universitt Gttingen von 1996 und eine Untersuchung des Niederschsichen Landesamtes fr kologie (NL) von Februar und Mrz 2001 besttigen, dass der Urangehalt des Bodens nicht-natrlicher Herkunft ist. Auch eine Untersuchung des heutigen
Niederschsischen Landesamtes fr kologie von 1991 (vormals NLIS) belegt Nuklidanreicherungen, die eindeutig nicht-natrlichen Ursprungs sind (z.B. Protactinium 69,8 Bq/kg). Die Forscher gehen nach derzeitigen Erkenntnissen davon aus, dass die
radioaktiven Partikel bei einem vertuschten Atomunfall in einer Forschungseinrichtung freigesetzt worden sind. Die Studie der ARGE PhAM wurde von der rzteorganisation IPPNW in Auftrag gegeben. Laserbeschu setzt in den PAC-Teilchen ber
Mikroexplosionen Neutronen frei, was wiederum zur Erbrtung hochreiner Spaltstoffe fhrt. Diese Technologie ist sowohl fr die Kernbrennstoffgewinnung einsetzbar als auch fr die Herstellung von Zndern fr nukleare Sprengkrper. Last not least kann diese
Technologie auch zur Zndung von Mininukes - atomaren Mikrosprengkrpern - genutzt werden. Eine derart konzipierte 0,2 Gramm Plutoniumpille kann eine Wirkung von 1,6 Tonnen herkmmlichen TNT Sprengstoffs entfalten. Schon 1979 publizierte
der Geesthachter Atomforscher Winterberg in der Zeitschrift Fusion den mglichen Einsatz von nuklearen Minibomben fr den Hafenbau. ...

IPPNW fordert die Atomaufsichtsbehrde in Kiel auf, ihr Wissen um Strflle und Atomunflle in den Geesthachter Atomanlagen endlich offenzulegen. Die Staatsanwaltschaft in Lbeck ermittelt.