Die Sonne hat an Kraft nicht verloren, ...

...  aber was ist aus dem Push des 100.000 Dcherprogramms geworden? Knnen wir inzwischen Solarpaneele in jedem Baumarkt zu Nut- und Federholz Preisen kaufen? (leicht gekrzter Text zum Thema ... volle Version unter www.oepunkte.de).

Das 100.000-Dcherprogramm hat tatschlich viele 1000 Dcher zu Stromkraftwerken werden lassen. Doch ist dies der richtige Weg, um die Sonne mglichst schnell und flchendeckend strombar zu machen? Die Erwartungen auf eine schnelle Energiewende,
aufgrund vermuteter Preisstrze bei Photovoltaikzellen durch Massenanfertigung, wurden in jedem Fall heftig enttuscht.

Am 1.1.1999 wurde das Frderprogramm zur Abfederung der hohen Investitionskosten beim Neubau von PV- Anlagen ins Leben gerufen. Alle Photovoltaikprojekte sollten zuknftig, z.B. durch zinsgnstige Kredite untersttzt werden. Und tatschlich. Diese
Manahme beflgelte viele, die sich mit dem Bau von PV-Anlagen beschftigten. Als dann noch eine Mindestvergtung pro kWh Solarstrom per Gesetz garantiert wurde, war das Glck Perfekt. Wie aus dem Nichts war es nun mglich das Gold der Sonne zu frdern.

Aber der Traum hielt nur einige, sonnige Tage an. Die wenigen HerstellerInnen fr Solarzellen merkten schnell, dass sie viel weniger Ware im Lager hatten, als Bestellungen eingingen. Die Nachfrage nach stromspendenden Zellen war sozusagen hher als das
Angebot. Na, klingelt es?

Eilig wurden die Solarzellen verteuert und die Preise tasteten sich weiter in Richtung Schmerzgrenze. Unterdessen haben sich auch die Frdergelder reguliert. Allerdings nach unten. Zu viele wollten von der gnstigen Finanzierung profitierten. Umstnde,
die dazu fhrten, dass sich ebenfalls die Bauvorhaben regulierten. Projekte wurden wieder verworfen.

Alles in allem reguliert der Markt vor sich hin, die Stromkonzerne haben keine Angst mehr, dass sie ihr Geld einer Flut von AnlagenbetreiberInnen in den Rachen werfen mssen und die rotgrne Regierung hat einmal mehr alles menschenmgliche fr eine
atomfreie Zukunft getan. Was bringt das ganze Getue von sonniger Zukunft, wenn die herrschenden Marktmechanismen eine verantwortungsbewusste Energiewende im Ansatz ersticken?

Die Sonne hat an Kraft nicht verloren und so wird es bleiben. Ob wir jedoch diese Kraft schon bald in einem nennenswerten, geschweige denn im vollen Mae nutzen werden, bleibt mehr als offen. Heute, so scheint es, ist das Netzwerk aus Kapital und Macht
gesund und munter wie je zuvor.