Buchbesprechung

Dan Jakubowicz

Genu und Nachhaltigkeit

(2000, Promedia in Wien, 158 S., 26 DM)

Ein anregend geschriebenes Buch mit vielen Tipps fr die persnliche Alltagsgestaltung. Dabei wird aus dem Beitrag der Einzelnen nicht eine Ersatzpolitik fr die Zerstrungswut der Konzerne konstruiert, wie in vielen anderen Nachhaltigkeitsbchern. Nein,
ganz im Gegenteil: Es wird sogar auf Grenzen der Handlungsmglichkeiten durch das Versagen der Marktwirtschaft usw. hingeweisen - zwar nur dezent, aber immerhin. Insofern: Ntzlich und nicht gefhrlich, weil Nachhaltigkeit hier nicht als
Verschleierungsbegriff benutzt wird.



Volrad Wollny

Nachhaltige Entwicklung

(1999, koinstitut in Darmstadt, 66 S.)

Der Band gibt einen berblick ber die Entwicklungsgeschichte des Begriffs und der Umweltpolitik hin zur Diskussion um Nachhaltigkeit. Die Einsatzgebiete und Ursprnge werden benannt. Beispiele zeigen, wo sich die Idee umsetzt, u.a. die Studie
Zukunftsfhiges Deutschland und das ko-Audit. Sowohl politisch wie auch journalistisch, fachlich und pdagogisch unbegreiflich ist, da an keiner Stelle eine Aufarbeitung der Kritik am Nachhaltigkeitsansatz besteht. In der Literaturliste findet sich dann
auch konsequent zwar der Verband Chemischer Industrie mit seiner Propaganda, aber keine kritische Schrift.



MigrantInnen im lokalen Agenda-21-Prozess

(1999, CAF in Bonn, 47 S., 7 DM)

Das Gute: Das Heft enthlt Berichte aus verschiedenen Stdten. Dort werden konkrete Aktivitten beschrieben, die Anregung bieten - wenn sie sich auch im Rahmen der blichen Integrationsarbeit bewegen, die Selbstbestimmung als politischen Wert nicht kennt.
Die offene Frage: Warum das alles mit der Agenda 21 verbunden ist, bleibt ungeklrt. Zwar wird am Ende versucht, aus der Agenda 21 den Auftrag zu einem gleichberechtigten Miteinander herauszulesen, aber dabei fllt auf, da da nicht viel zu holen ist.

