Keine A49

VERKEHRSWENDE IM VOGELSBERGKREIS

Straßen säen, Verkehr ernten - Betonpolitik geht weiter!


1. Übersicht
2. Noch mehr Autobahn? A49-Weiterbau von Schwalmstadt zur A5
3. Was zerstört würde: Eindrücke rund um die geplante A49-Trasse
4. Straßen säen, Verkehr ernten - Betonpolitik geht weiter!
5. Bahn und Bus rund um Alsfeld und Lauterbach
6. Per Fahrrad im Vogelsberg

Die Lage in und um Alsfeld
Aus "Bahnhöfe machen dicht, Bushaltestellen werden nicht mehr angefahren", auf: Osthessen News am 24.8.2019
"In Alsfeld suchen die Menschen einfach tausend Gründe, um ihr Auto zu benutzen. Jeder Meter wird hier gefahren", berichtet Mira Aretz. Sie erläutert das Problem: "Die Stadt macht es den Leuten leicht, Parken kostet fast nichts, ein neues Parkhaus in der Stadt ist schon in Planung, das ist für mich erschreckend." Doch es hängt nicht nur an der Bequemlichkeit - einige greifen auf ihr Auto zurück, weil ihnen schlussendlich gar nichts anderes übrig bleibt. "Der Alsfelder Stadtbus fährt beispielsweise nur in der Innenstadt, die umliegenden Ortsteile werden gar nicht angefahren", bemängelt Philipp Balles. Die beiden sind sich sicher: "Es wurde die letzten Jahrzehnte einfach in die falsche Richtung gearbeitet: Bushaltestationen werden gar nicht oder nur selten am Tag angefahren, Bahnhöfe auf dem Land wurden still gelegt."

Ortsumgebung Wartenberg
Parallel zur Vogelsbergbahn zwischen Lauterbach und Fulda soll die Bundesstraße ausgebaut werden. Das würde wieder Landschaft vernichten, Boden versiegeln und die Verkehrsmengen erhöhen. Die Vogelsbergbahn hingegen ist in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr abgebaut worden. Etliche Haltestellen wurden geschlossen und Begegnungsgleise abgeklemmt oder gar abgerissen. Abzweigende Verbindungen z.B. nach Bad Hersfeld, in die Wetterau und durchs Ohmtal sind Geschichte. Weiterer Straßenbau soll den Trend zum Auto weiter stärken.

Das Absurde: Im konkreten Fall ist die Gemeinde Wartenberg gegen die Umgebungsstraße. Die Apparate aus den übergeordneten Parteigremien kämpfen hingegen für die Betonpiste.


Ein beachtliches Demokratieverständis "von oben" zeigen einige Parteioberen. Wenn eine Abstimmung nicht so ausgeht, wie gewünscht, ist sie nicht korrekt durchgeführt worden. Demokratie heißt ja nicht nur, alle Hoffnung stets nur in neue Führungen zu projizieren, sondern auch nur die Abstimmung und Wahlergebnisse als "demokratisch" anzuerkennen, die einem ins Zeug passen.

  • Artikel "Noch keine Entwarnung für Umgehung" über Behauptungen, der ablehnende Beschluss der Gemeinde Wartenberg sei nicht korrekt zustande gekommen, in: Lauterbacher Anzeiger am 14.11.2019

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