Gießen autofrei

VERKEHRSWENDE IN GIEßEN: DIE KONKRETEN VORSCHLÄGE

Pläne für konkrete Plätze oder Straßenabschnitte


1. Fahrradstraßen, Tramlinien und eine Flaniermeile
2. Forderungen, Wünsche, Ziele...
3. Verkehrsunternehmen, Politik und Medien
4. Zu Fuß: Autofreie Innenstadt, Flaniermeile entlang der Wieseck und mehr
5. Fahrradstraßen: Innerer Anlagenring, Innenstadtdurchfahrten, Trassen in alle Stadtteile
6. RegioTram: Gießen braucht zwei Straßenbahnlinien - mit Anschluss ins Umland
7. Klingt exotisch, bringt es aber: Seilbahnen als Ergänzung
8. Pläne für konkrete Plätze oder Straßenabschnitte
9. Das war der erste Vorschlag (2017): Plan, Text und Flyer
10. Verkehrserzeuger*innen und Pro-Auto-Lobby
11. Links
12. Kontaktformular für Anfragen und alle, die mitmachen wollen

Für einige markante Punkte haben wir genauer überlegt, was da gehen könnte.

Grünberger Straße
7 (!) Autospuren zwischen Ludwigsplatz und Licher Gabel
Der Rekordhalter im Verhältnis Auto - Fahrrad - Fußweg:
  • Sieben (!) Spuren für Autos (5 Fahrspuren, 2 Parkstreifen)
  • Nichts für Fahrräder
  • Beidseitig schmale und baufällige Fußwege (die mitunter noch zusätzlich zugeparkt werden.



Wir fordern:
  • Der Fußweg wird auf den Parkstreifen ausgedehnt, also schön breit, mit Platz für kleine Straßencafés, Sitzgelegenheiten und Begrünung.
  • Die bisherigen fünf Fahrspuren werden dann wie folgt aufgeteilt:
    • Außen je eine 3/4-Spur für die beiden RegioTram-Gleise (also beidseitig direkt am Fußweg).
    • Nördliche Straßenmitte 1,5 Spuren für eine Zweirichtungs-Fahrradstraße mit direktem Anschluss an Fahrradstraßen aus Richtung Roonstraße sowie umgebaute Anbindung von Gartenstraße und aus Richtung Fröbelstraße.
    • Verbleibende südliche Straßenmitte: Je Richtung eine Fahrspur für Autos.
    • Nur noch je eine Spur pro Richtung für Autos (südliche, also die bisher stadtauswärts führenden Spuren).
    • 1,5 Spuren in der Mitte werden zu einem Zwei-Richtungs-Fahradweg.

Interessant ist, dass der Beweis längst erbracht ist: Eine Spur reicht pro Richtung auf Grünberger Straße nahe Ludwigsplatz. Das zeigte eine Baustellenphase in 2014, über die die Gießener Allgemeine am 16.9.2014 berichtete.
Derzeit ist nämlich die rechte der beiden Fahrspuren aufgrund von Ausbesserungsarbeiten am Fahrbahnrand gesperrt. Doch hat die dadurch erfolgte Einschränkung des motorisierten Verkehrs auf eine Spur aus Sicht der städtischen Verantwortlichen keine nennenswerten Probleme im Verkehrsfluss verursacht.

Die Erkenntnis der Stadtverwaltung führte jedoch nicht zum Handeln. Nach Ende der Baustelle fuhren die Autos wieder auf allen fünf Spuren plus zwei Parkstreifen - kein Platz für Fahrräder und nur schmale Fußwege in schlechtem Zustand.

Grünberger Straße (B49) am östlichen Stadtrand
Am östlichen Stadtrand von Gießen treffen mehrere wichtige Verkehrsachsen aufeinander. Die B49, Hauptautozubringer aus Richtung Vogelsberg, kreuzt hier die künftig zur RegioTram aufgewerteten Vogelsbergbahn, die zudem hier als Straßenbahn auf die Grünberger Straße Richtung Innenstadt auskoppelt. Mit der neu zu schaffenden Personenbahn zum Europaviertel befinden sich also drei Haltepunkte an dieser Stelle. Zum angrenzenden Wohngebiet und den beidseitig gelegenen Schulen braucht es sichere Fußwege. Zudem kreuzt eine Fahrradstraße (grün), die auch regional bedeutsam ist (Anschluss von Buseck und Rödgen an den Gießener Osten).
Wir haben als Beispiel für eine integrierte Verkehrsplanung einen Vorschlag für einen Verkehrskreisel entwickelt, der im Gesamten als Fahrradstraße ausgewiesen ist, d.h. Autos müssen hier langsam fahren und dürfen Radler*innen nicht überholen. Die kreuzende RegioTram (rot) hat Vorfahrt, die Fußwege führen außen herum (blau).


Stadtpolitik zu diesem Bereich: Mehr Autos, mehr Parkplätze, mehr Straßen
Kritische Medienkommentare zum autogerechten Ausbau in Gießens Osten
Aus "Otto-Ansiedlung und Co.: Ampel-Flut rund ums US-Depot Gießen", in: Gießener Allgemeine, 3.4.2019
Allein über 120 Seiten umfasst die aktualisierte und mit Spannung erwartete Verkehrsuntersuchung für das Gewerbe- und Wohngebiet »Am Alten Flughafen«. Aus der geht hervor, dass das gegenwärtige Straßennetz den Autoverkehr der Zukunft rund ums frühere US-Depot nicht bewältigen kann. ...
Kritik an Verzicht von Gleisanschluss: Bereits vor drei Jahren, als die Otto-Ansiedlung noch gar nicht zur Debatte stand, hat das Regierungspräsidium Gießen darauf gedrängt, dass die Gleisanlagen im früheren US-Depot zum Güterumschlag zwischen Schiene und Straße »bedarfsgerecht« ausgebaut werden. Dies geht aus einer Stellungnahme der Oberen Landesplanungsbehörde vom Februar 2016 hervor. Damals bedauderte das RP, dass die Stadt Gießen diese Vorgabe aus dem Regionalplan Mittelhessen nicht berücksichtige und die Gleisanlagen teilweise überplant habe. Wie berichtet, plant auch Otto keinen Warenumschlag von der Schiene auf Lkw.


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