Recht-Rxtremismus

ERNEUERBARE ENERGIE UND PROFIT

Nur Geld im Kopf?


1. Nur Geld im Kopf?
2. Zentralität und Monopole bei regenerativen Energien
3. Solarwüsten
4. Bio-Diesel, Palmöl und andere
5. Scheuklappe Energie?
6. Pro Atom
7. Links und Materialien


Realsatire: Titel eines Anlage-Werbeblattes ... der Fonds heißt tatsächlich so!


Heiteres Zitateraten: Wer hat das Folgende gesagt?
1. "Hören Sie doch mit dieser ewigen Hetze gegen Atomkraft auf. Kümmern wir uns lieber um existierende Probleme statt um mögliche."

2. "Gaskraftwerke lassen sich schnell hoch- und runterfahren und sind unverzichtbar, um das stetig wachsende, aber wetterbedingt schwankende Angebot erneuerbarer Energie zu ergänzen."
(Lösungen auf der letzten Seite)


Rechts: Nichts als Rendite und Prozente ... Windenergiewerbung 2013

Aus: Umweltkontor-Magazin, Nr. 1/2001, Werbeprospekt der Firma Umweltkontor
Kann Geld anlegen Sünde sein?
Nein, natürlich nicht: ... Der Markt für ökologische und ethische Kapitalanlagen ist eines der wenigen Wachstumssegmente auf dem Kapitalmarkt. ... Dieser Venture-Capital-Fonds investiert vor allem in dynamisch wachsende Unternehmen der regenerativen Energiebranche. Ziele des Venture Capital Fonds sind neue Produkte oder Projekte, deren Erfolgsaussichten groß, deren Risiken jedoch ebenfalls nicht gering sind, bis zur Marktreife zu entwickeln, z.B. die gigantischen Offshore-Projekte der kommenden Jahre. Unternehmen, die sich an diese Produkte und Projekte wagen, brauchen neben einem qualifizierten Management vor allem eines: Kapital.


Aus "Beschleunigtes Wachstum", in: Junge Welt, 10.11.2008 (S. 9)
Doch nicht alles, was glänzt, ist Gold. Wie so oft in neuen Branchen, lassen auch bei den Herstellern von Windanlagen und Solarzellen Arbeitsbedingungen und Entlohnung mitunter zu wünschen übrig. Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG Metall in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, berichtete am Samstag auf der Demonstration gegen den Atommülltransport im Wendland, "daß in der Windkraft- und Solarenergie branche Arbeitgeber demokratische Mitbestimmungsstrukturen mit rüden Methoden systematisch verhindern". Namentlich Enercon-Chef Aloys Wobben griff Meine an, ließ aber zugleich an seiner Unterstützung der Anti Atomproteste und der alternativen Energie keinen Zweifel aufkommen. Bei Deutschlands größtem Hersteller von Windkraftanlagen werde die Bildung von Betriebsräten verhindert. Trotz staatlicher Förderung halte sich das Unternehmen nicht an demokratische Spielregeln.

Aus "Bürger machen Strom", in: taz vom 19./20.4.1997 - Hinweis: Der Trend hatsich noch verschärft, die KritikerInnen aber sind verstummt oder abserviert.
DerTrend zum Abschreibungswindpark ist kaum noch zu stoppen. Viele Kapitalanlegerhaben den Windstrom für sich entdeckt. Durch auswärtige Investorensinkt die Akzeptanz bei der Bevölkerung.
DieAnzeige kallt ins Auge: "Rendite bei 38 U/min" heißt es vieldeutig.Mit einer 13prozentigen Ausschüttung, "von der andere nur träumen",lockt eine Betreibergemeinschaft Kapitalgeber für Investitionen ineinen Windpark an der Ostseeküste. Erbost über dieses marktschreierischeKohlemachen mit dem Wind griff Manfred Lüttke vom Bundesverband ErneuerbareEnergie zur Feder. "Sie erweisen damit der Windenergie und wohl auch sichselbst einen Bärendienst. Sie helfen mit den dem Ast zu sägen,an dem die Windkraft und ihre Aktivitäten befestigt sind", schrieber an den Finanzdienstleister. ...
"WIrbekommen immer öfter zu hören, da kommen die Wessis mit dem dickenPortemonnaie und verdienen sich auf unserem Boden eine goldene Nase", beschreibtWolfgang Daniels von der Vereinigung Erneuerbare Energien in Sachsen dieSituation.
AuchRalf Mehr von der Regionalgruppe Türingen des Bundesverbandes WindEnergie(BWE) spürt die wachsende Verstimmung: "Wenn hier Investoren wie Staubsaugervertreterauftreten, um sich ertragreiche Standorte zu sichern, hinterlassen siemeist verbrannte Erde".


Die Ausrichtung der Energiewende auf Profitabilität (im Kapitalismus die zu erwartende Orientierung) hat Konsequenzen, denn Profit entsteht durch die Ausbeutung von Natur (Rohstoffe, Fläche, Luft, Klima usw.) und Menschen (Arbeiter_innen, ungefragt Betroffene und Konsument_innen). Kapitalistische Wirtschaft wird daher immer zu unsozialen und umweltzerstörenden Formen der Produktion und Vermarktung neigen. Im Artikel "Der CO2-Fußabdruck von Solarstrom" schreibt Irene Böttig in Sonnenenergie 1/2016 auf Seite 30, dass sich die Umweltfreundlichkeit der Herstellung von Solarzellen in den letzten Jahren verschlechtert hat. Produktionsorte und -ländern mit stärker umweltbelastenden Produktionsbedingungen konnten ihren Anteil am Weltmarkt erhöhen.

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