Wahlquark

VERKEHRSWENDEAKTIONEN IN UND UM GIEßEN

Loslegen: Aktionen, Vorschläge erarbeiten, Öffentlichkeitsarbeit


1. Loslegen: Aktionen, Vorschläge erarbeiten, Öffentlichkeitsarbeit
2. Rückblick: Die großen Aktionen in/um Gießen - und gemeinsam mit anderen überregional
3. Mitmachen, selbst aktiv werden, vernetzen!
4. Friday for Future
5. Weitere Aktionen (Berichte und Kontakte)
6. Veranstaltung und Öffentlichkeitsarbeit
7. Verkehrswendepläne und Pressearbeit

Neuer Termin steht fest:
Samstag, 20.6. - Aktionstag auf Ludwigsplatz/Grünberger Straße
Der nächste große Verkehrswende-Aktionstag sollte ursprünglich am 25.4. stattfinden, doch Corona machte einen Strich durch die Rechnung. Immerhin konnten wir das Versammlungsrecht zurückerkämpfen und am 25.4. zwei kleinere Demos durchführen (siehe unten). Jetzt steht der neue Termin für den großen Aktionstag fest: Samstag, der 20.6.2020.
Was geht ab? Am Ludwigsplatz und auf dem Beginn der Grünberger Straße soll ganz viel stattfinden nach dem Motto "Was würde passieren, wenn hier keine Autos mehr fahren?". Ab vormittag wäre dieser Bereich dann autofrei - und wir wollen wieder zeigen, wie viel schöner es sich leben lässt ohne Angst vor Unfällen, Lärm und Gestank. Wer auf der Fläche aktiv werden wll mit Spiel, Sport, Essen und Trinken, Infostände oder Kultur, ist herzlich dazu eingeladen. Das gilt ganz besonders für alle Anwohner*innen und Geschäfte entlang der Straße.

Verkehrswende-Aktionstag auf Ludwigsplatz und der Grünberger Straße mit Auftakt-Fahrraddemos entlang der geforderten RegioTram-Trassen ++ Facebook
Flyer - auch zum Ausdrucken (beidseitig, dann auf A5 schneiden) und Verteilen (als PDF)
Flyer für Anwohner*innen rund um den Ludwigsplatz

  • Vorab: Fahrradsternfahrten entlang der vier vorgeschlagenen RegioTram-Linien
    • Fahrraddemo mit Start in Buseck (10 Uhr ab Anger) nach Rödgen (mit Kreiselfahrt), dort Treffen unterhalb der Kirche (10.30 Uhr). Danach gemeinsam weiter zum Straßenfest nach Gießen mit mehreren kurzen Kundgebung entlang der Strecke. Um 11:45 an Lincolnstraße/nahe Waldstadion, ein letzter Halt, um Noch mehr Menschen einzusammeln. Ankunft ca. 12 Uhr in Grünberger Straße.
    • In Planung: Fahrradsternfahrten von Langgöns/Linden, aus Wetzlar über Lahnau und aus dem Lumdatal über Lollar
  • 12-19 Uhr: Straßenfest mit Infoständen, Spiel, Musik und mehr
  • 14 Uhr auf der Bühne Gutenbergstraße: Polittalk mit Stadtfraktionen: Wie wird Gießen bis 2035 klimaneutral?
  • 16 Uhr: Fahrraddemo um den Anlagenring (ab Berliner Platz, mit Zwischenkundgebungen)
  • 18 Uhr: Vortrag "RegioTrams - Erfahrungen aus Kassel" (angefragt)

Weitere größere Aktionen
  • 19.-21.6. in Gießen: Klimaaktionstage (organisiert im Rahmen der Kampagne "2035null" (mit dem Verkehrswendeaktionstag am 20.6., siehe oben)
  • Sonntag, 30. August von Gießen bis Fulda: 150 Jahre Vogelsbergbahn - wir mischen mit und bringen unsere Vorschläge für den Ausbau der Strecke und neue Haltestelle ein.
  • Samstag, 5. September: Verkehrswende-Aktionstag in Buseck (Straßenfest, Aktionen auf der Straße, Fahrraddemos und mehr)

Rückblicke

Zwei Verkehrswende-Aktionen am Samstag, den 25.4.
Da war ursprünglich ja unser großer Verkehrswendeaktionstag geplant, aber der fiel ins Was... äh, Corona. Wir haben den Tag umgestrickt und folglich gab es drei Aktionen (aufeinanderfolgend):
  • Vorab: Fahrraddemo von Großen Linden zum Aktionstag in Gießen. Treffpunkt um 10.30 Uhr am Lindener Rathaus, von dort per Rad nach Gießen.
  • Samstag, 25.4., 12 Uhr mit Treffpunkt in der Neustadt (nahe Oswaldsgarten): Fahrraddemo auf dem inneren Anlagenring und durch die Innenstadt (endet dann auf dem Berliner Platz, weil da geht dann das los:)
  • 14 Uhr mit Treffpunkt Berliner Platz: Latschdemo (also in Fußgänger*innentempo) mit rollender Haltestelle usw. die vorgeschlagene RegioTram-Linie entlang, also die Grünberger hoch bis zur Lincolnstraße/Waldstadion - mit kleinen Zwischenkundgebungen an den vorgeschlagenen Haltestellen.
  • Presseankündigung aus den Verkehrsinitiativen, auf: Gießener Zeitung am 22.4.2020
  • Flyer auf der Aktion
  • Ankündigungen: Gießener Allgemeine ++ Gießener Anzeiger ++ HR4
Der Tag verlief besonnen, aber druckvoll - jedenfalls für die Verhältnisse. Denn es brauchte etwas, um nach Corona-Starre und dem Kampf um die Versammlungsverbote hier in Gang zu kommen
Berichte vom Verkehrsaktionstag am 25.4.2020 in Gießen: Film oben auf Youtube ++ Film unten (Download)

Weitere Berichte:

Die aktuellen Verkehrswendetermine, -treffen, -seminare und -aktionen seht Ihr rechts in der Spalte!

RegioTram Gießen - jetzt planen statt weiter an Straßen bauen!
Bürger*innenantrag online unterschreiben ++ oder auf Liste Unterschriften sammeln!!!
Unser Ziel: Keine Straßenplanungen und -ausbauten mehr ohne Verkehrswende-Konzept!

Mini-Aktion am 1.4.: Corona-kompatible Kleinaktion für RegioTram und Grundrechte
Es sollte eine kleine, corona-kompatible Aktion für die RegioTramwerden. Der Plan war: Wir ziehen - coronakompatibel - mit autotypischem Abstand (10-20m) durch die Grünberger Straße, mit Gehzeugen, Lastenrädern, einer rollenden Haltestelle usw. Dabei demonstrieren wir für den Bau einer Straßenbahn in Gießen mit Anschluss an die Bahnlinien in die Umgebung (RegioTram). Per Flugblatt wurden die Anwohner*innen entlang der Route vorher aufgerufen, von Balkons und Fenstern aus die Aktion mit Redebeiträgen (über Telefon aufs Soundsystem übertragen) und Plakaten mitzumachen. Also ganz harmlos, unter Beachtung aller Corona-Vorschriften und anderen kreativen Ideen, das Infektionsrisiko zu minimieren. Sollte doch gehen - doch es kam anders ...
Am Montag, 30.3. um 14 Uhr verbot die Versammlungsbehörde (Stadt Gießen) die Demo. Daraus entstand ein Streit durch alle Gerichtsinstanzen, der klarmachte, dass Stadt und Verwaltungsgerichte in Hessen politische Proteste ganz verbieten wollten. Davon träumen Politiker*innen offenbar immer noch: Eine Welt, in der sie über Notstandsgesetze mit Verordnungen regieren können und niemensch protestieren darf. So wurde aus der Verkehrswende-Demo ein Streit um das politische Meinungskundgaberecht insgesamt - und deshalb alles weitere auch auf einer Extraseite zum Corona-Verbotsdrama. Das ging nämlich noch lange weiter.

Fotos vom Berliner Platz zwischen 12 und 14 Uhr am 1. April 2020




Erweiterte Fortsetzung: 14. bis 17.4.2020 - am Ende ein Sieg vor dem Verfassungsgericht!
Als Reaktion auf die Verbote meldeten Aktivistis für den 14.-17.4. gleich mehrere Demos an. Auch sie wurden verboten, aber jetzt bestand genug Zeit, das einmal bis in die höchste Ebene zu klären - dem Bundesverfassungsgericht. Genaueres auch hier auf der Extraseite zum Corona-Verbotsdrama.

Eindrücke der vielen Einzelaktionen am 14.4. - des Tischchen auf dem Bild oben wurde später von der Ordnungsbehörde beschlagnahmt, weil es eine illegale Sondernutzung des Platzes darstellen würde, einen solchen Gegenstand dort abzustellen ...



Die großen Aktionstage für eine Verkehrswende
Auf den Aktionstagen sind ganz viele Dinge möglich - von Infoständen über kreative Aktivitäten (Musik, Spiel, Übungen, Kunst ...) bis zu Aktionen in der Stadt. Auch ist bei vielen organisatorischen Tätigkeiten Unterstützung hilfreich - in der Vorbereitung und am Aktionstag selbst.

Foto: Aktionstag am 7.9.2019 in Buseck ++ Seite mit Berichten der Aktionstage

Einladung zu Verkehrswendeaktionen am 25.4. in Gießen
Achtung! Geänderter Ablauf wegen Corona!
  • Teil 1: Fahrraddemo um den Anlagenring - wir fordern Fahrradstraßen. Beginn um 12 Uhr am Oswaldsgarten. Die Fahrraddemo endet rechtzeitig zum Teil 2 am Berliner Platz.
  • Teil 2: Umzug für eine RegioTram auf der Grünberger Straße
    Start um 14 Uhr auf dem Berliner Platz, von dort ein Umzug mit mehreren Kundgebungen entlang der Grünberger Straße bis Höhe Lincolnstraße.

Wir gehen mit Abständen und in Reihen - aber auf Euren Quadratmetern macht gerne viele kreative Sachen (Malen, Jonglieren, Theater, Kreidemalen usw.). Redebeiträge sind möglich durch Anruf auf ein Handy, welches wir dann am mitgeführten Soundmobil angeschlossen haben werden.
Corona-kompatible Durchführung (so bei der Stadt angemeldet):
Die Marschformation ist so geplant, dass auf dem Berliner Platz eine Aufstellung mit Abstand von 3m vorbereitet und durchgeführt wird. Auf dem Streckenabschnitt bis zur Licher Gabel werden dann beide Fahrspuren stadtauswärts genutzt. Auf beiden Spuren wird jeweils eine Personenreihe unterwegs sein, die damit zur Seite problemlos die 3m halten können und durch die Fahrspuren auch eine sichere Leitlinie haben, diesen Abstand einzuhalten. Nach vorne und hinten sollen 5m eingehalten werden. Damit wird die Größe eines Autos simuliert. Bei 5m Normalabstand ist auch bei kleineren Tempounterschieden eine Unterschreitung von 1,5m ausgeschlossen. Menschen können Abstände im unteren Meterbereich sehr gut einschätzen (z.B. 2m = Zollstocklänge).
Ab der Licher Gabel werden die beiden Personenreihen so geführt, dass jeweils eine Person ganz links auf der Fahrspur geht, die andere ganz rechts. Auch hier werden durch die Orientierung an den Fahrspurmarkierungen, Kantstein usw. allzu starke Schwankungen und damit die Annäherung auf unter 1,5m verhindert.

Mal was Größeres: Gemeinsame Aktionen mit Gruppen aus anderen Städten
Wald statt Asphalt - der Protest gegen den Bau der A49
Nördlich und südlich Stadtallendorf soll gebuddelt, gesägt, gepumpt, asphaltiert und zerstört werden - die A49, parallel zur A5 gebaute Autobahn von Kassel Richtung Süden frisst sich durch Äcker, Wiesen und Wälder, durch Natur- und Wasserschutzgebiete, vorbei an Dörfern und kleinen Städten. Wieder mehr Straßen, während die parallelen Bahnlinien entweder vernachlässigt (Main-Weser-Bahn) oder ganz stillgelegt worden (Ohmtalbahn).
Doch der Wald wurde besetzt: Blog zu Besetzung ++ Extraseite ++ Flyer

BlockVW - Autoausstieg ist Handarbeit
17 Menschen aus Gießen und Umgebung beteiligten sich an der großen Autoblockade am VW-Werk in Wolfsburg am 13.8.2019 ++ Interview mit zwei Aktivistis der #blockVW-Aktion, in: Gießener Anzeiger, 30.8.2019 ++ Extraseite mit mehr Infos

Der blockierte Autozug (oben) und der eroberte Globus in der Werbehalle (unten)

Gründet Verkehrswende-Initiativen mit Aktionen und Verkehrswendeplan
Wie wäre es, wenn in jeder Gemeinde eine Runde aktiver Menschen Vorschläge für Fahrradstraßen, besseren ÖPNV, Barrierefreiheit usw. erarbeitet - und das mit kreativen Aktionen auch öffentlich macht? Solche Verkehrswendepläne sind zum Beispiel schon für Gießen und die drei Gemeinden des Wiesecktales entstanden - und dort durch die Aktionen zur wichtigsten Grundlage der Mobilitätsdebatte geworden.
Worauf also noch warten? Wir unterstützen Euch dabei - mehr auf dieser Seite!

Viele kleine Aktionen
Ganz viel geht immer - und überall. Um lokal eine Verkehrswende durchzusetzen, braucht es sichtbarer Aktionen in der Öffentlichkeit. Auf unseren Aktionsseiten findet Ihr viele Anregungen.

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