Prozesstipps

DIRECT ACTION: IDEEN FÜR KREATIVEN PROTEST

Direct Action Training und Ton-Bilder-Schau


1. Direct Action Training und Ton-Bilder-Schau
2. Lesungen
3. Strategie und Organisierung - live oder als Film
4. Workshops zu speziellen Formen des "Direct Action"
5. Ausstellung und Parcour zu Direct Action
6. Links und Infos

Du findest, in der Welt läuft einiges verkehrt? Und fühlst Dich ohnmächtig, weil Du oft nicht weißt, wie das Bessere gelingen oder durchgesetzt werden kann? Umweltzerstörung, Menschenrechtsverletzungen in Zwangsanstalten, Diskriminierung und Ausbeutung - so vieles passiert täglich, aber kaum etwas hilft dagegen? Dann hilft dieses Direct-Action-Training. Denn so ohnmächtig, wie es scheint, sind wir nicht. Im Gegenteil: Es gibt viele Aktionsformen, die wir kennenlernen und üben können, um uns wirksamer wehren zu können, um lauter und deutlicher unsere Stimme zu erheben oder uns politisch einzumischen: Kommunikationsguerilla, verstecktes Theater, gezielte Blockaden oder Besetzungen, intelligente Störung von Abläufen und vieles mehr schaffen Aufmerksamkeit und bieten Platz für eigene Forderungen und Visionen. Wir werden konkrete Aktionsideen besprechen, den rechtlichen Rahmen durchleuchten und einiges ausprobieren.

Vorschlag für den Ablauf der Veranstaltung
Einführungsveranstaltung: Direct-Action-Einführungsfilm (siehe unten)
  • Am Abend vor dem Training (also z.B. Freitagabend) oder in der Zeit davor als einzelne Infoveranstaltung (auch zur Werbung für das Training)
Dann das eigentliche Training zweitägig (z.B. Samstag und Sonntag)
  • Sa vormittag: Vorstellungsrunde mit Nennung der Interessen am Training
  • Austausch, weitere Informationen, Fragen, Beispiele zu konkreten Aktionsformen (Vorwissen ist der Film, den alle gesehen haben sollte - bei der Einführungsveranstaltung oder im Internet)
  • Sa nachmittag (wenn vom Ort her möglich): Kreativer Stadtspaziergang zum Kennenlernen von Aktionsmöglichkeiten und Ausprobieren je nach Interesse (Kreidemalen, Plakate austauschen, Straßentheater, Aktionsschwarzfahren usw.)
  • Anschließend Fortsetzung vom Vormittag, Vertiefung je nach Bedarf auch in Kleingruppen zum Beispiel zu
    • Straßentheater, verstecktes und Improvisationstheater
    • Subversion: Kommunikationsguerilla, Fakes und mehr
    • Sabotage, kreative Militanz usw.
    • Kreative Antirepression (Festnahmen, Personalienkontrollen, Gerichtsprozesse usw. zu Aktionen machen)
  • Sa abend: Kleingruppen (ca. 30-60min) als Übung, verschiedene Aktionen miteinander zu verbinden und einen Aktionsplan aufzustellen (an fiktiven Beispielen)
  • Danach oder So vormittag: Vorstellen der Ergebnisse, Diskussion und Ergänzungen, Klärung von Fragen
  • So vormittag/mittag: Kleingruppen (ca. 2-3 Stunden) zu konkreten Vorhaben, d.h. die Teilnehmer*innen planen Aktionsserien zu Themen, bei denen sie dann auch tatsächlich aktiv werden wollen
  • Danach: Vorstellen der Ergebnisse, Diskussion und Ergänzungen, Klärung von Fragen mit dem Ziel, umsetzbare Aktionspläne zu haben, die nach dem Training angepackt werden können

Mehr Infos:

Variante: Direct Action Training mit bestimmten Zielgruppen oder zu bestimmten Themen
Wer Lust hat, kann auch zu einem Training einladen, das sich von Vornherein an bestimmte Menschen mit bestimmten Themen oder Zielen wendet. Solche Trainings haben wir schon z.B. auf landwirtschaftlichen Höfen oder für Bürger*innen-Initiativen mit bestimmten Themen gemacht. Dann kann noch ein erklärender Satz dem Einladungstext hinzugefügt werden. Beispiele, die es schon gab:
  • Für Landwirt_innen: Das Besondere an diesem Training ist, dass es auf einem Hof stattfinden soll und sich vor allem (aber nicht nur) an Landwirt_innen richtet, die Ideen zum Umgang mit nervigen Behörden oder im Kampf für eine menschen- und umweltgerechte Landwirtschaft suchen.
  • Für Psychiatrie-Erfahrene: Schwerpunkt dieses Trainings sollen der Schutz vor Psychiatrisierung, die Kritik an Zwangsbehandlungen (Einsperren, Fixieren, Medikamentierung usw.) und der Protest gegen die Einteilung in Krank-Gesund sein. ++ Beispiel für einen Flyer

Als Einführungsveranstaltung oder Filmabend: "Direct Action - Tipps für kreativen Widerstand"

Auf der Basis eines Vortrags zur Kunst des kreativen Widerstands (5.12.2015 in Köln, neu geschnitten und ergänzt im Juni 2018) ++ Download (z.B. per Rechtsklick, dann "Speichern unter ..."): HD/720p und Full-HD1080p ++ Download einer Fassung ohne den letzten Teil (Mischung von Aktionen, HD/720p)

Bericht eines Filmabends in Berlin:
es war ein unglaublich inspirierter Abend ... mit unglaublich befreiendem Lachen bei allen.
Wir waren 25 Leute, ein Großteil langjähriger Aktivisten aus verschiedenen Gruppen.
Ich hatte den Abend angekündigt mit: "Wie sehen jetzt keinen James Bond Film, sondern wir sehen ein Drehbuch für einen James Bond - und die folgenden Veranstaltungen sollen dazu dienen, dass wir selbst James Bond werden können" - und hatte alle auf bierernste Strukturarbeit eingestimmt.
Als dann alle deine Beispiele kamen, ging alles in Begeisterung über.
Wir waren zwei Gruppen, die eingeladen hatten.
Eine hat den Namen: Freiheit statt Angst.
Nach deinem Film war allgemein die Empfindung da: FREIHEIT statt Angst.

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