Projektwerkstatt

SEMINARANKÜNDIGUNG

Der alltägliche Wahnsinn


1. Der alltägliche Wahnsinn
2. EXPO 2000 - Abbild des Wahnsinns?
3. Wo steht der Widerstand?

Die Bundesregierung präsentiert sich von ihrer „Schokoladenseite“: nachdem sie einen faulen Konsens mit der Atomindustrie eingegangen ist, der faktisch eine Betriebserlaubnis für AKWs über weitere 35 Jahre bedeutet, stehen nun wieder einige Castor-Transporte bevor. SPD und Bündnis 90/Die Grünen - früher unterstützten sie den Widerstand, heute sind sie selbst verantwortlich für den Weiterbetrieb der AKWs. Sie spiegeln eine Entwicklung hin zur Anpassung wieder, die viele UmweltschützerInnen mitgemacht haben.
Nach den ausländerfeindlichen Gewalt-taten des Sommers präsentierte sich ganz Deutschland von BILD bis zur Bundesregierung antifaschistisch. Ein Verbot der NPD wird diskutiert. Weiterhin verschwiegen wird der alltägliche Rassismus, der aus der Mitte unserer Gesellschaft kommt und sich in Diskriminierungen, in der staatlichen Asylpolitik und Abschiebepraxis ausdrückt.
Die BRD will endgültig mit ihrer dunklen Geschichte abschließen. Nach dem Beitritt der ostdeutschen Länder zur BRD will das Land endlich wieder zur Großmacht aufsteigen. So beteiligt sich die BRD an immer mehr Kriegen, wie z.B. dem im Kosovo. Derzeit ist sie an der Schaffung einer neuen EU-Einheit für „Krisen-Interventionen“ beteiligt. Die Bundeswehr soll nicht mehr nur zur Verteidigung da sein, sondern wie die meisten anderen NATO-Staaten unter dem Vorzeichen der Demokratie und den Menschenrechten intervenieren. Diese hehren Ziele scheinen wenig glaubhaft, gibt es doch immer noch unzählige politische Systeme, die Minderheiten, Oppositionelle oder andere Menschen ermorden und foltern lassen und dennoch beste wirtschaftliche Kontakte in alle Welt pflegen.
Zu den Grabenkämpfen zwischen USA und Europa kommt deren Herrschaft auf dem Weltmarkt gegenüber der Peripherie. Jährlich wird sie auf internationalen Konferenzen von G7/G8, WTO etc. gefestigt, oft unter Ausschluß der Peripheriestaaten. „Strukturanpassungs-programme“, die als Bedingung an die Vergabe von IWF- und Weltbankkrediten geknüpft sind, zwingen Länder mit schwacher Wirtschaftslage zur Öffnung ihrer Märkte und zum Abbau von Handelsbeschränkungen.
Bevölkerungspolitik soll zur Beschränkung des Bevölkerungswachstums dienen. Sie wird allerdings nur dort umgesetzt, wo angeblich zu viele Menschen zur Welt kommen - wieder in den Peripherieländern. Zunehmend wird versucht, die menschliche Biologie in den Griff zu bekommen. Die Fortpflanzung soll genau überwacht werden, pränatale Diagnostik erlaubt die „Auslese“ besseren und schlechteren Lebens. Neben genetischer Manipulation an Pflanzen und Tieren wird zunehmend auch an Menschen experimentiert.

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