Schwarzstrafen

AKTIONEN GEGEN KNÄSTE UND DEREN RUNDHERUM

Knäste abschaffen!!!


1. Knäste abschaffen!!!
2. Beispiele und Ideen
3. Berichte von Aktionen und mehr
4. Links und Leseempfehlungen

Strafvollzug ist, laut der GesetzgeberInnen, eine Chance für den auffällig gewordenen, sein Leben wieder neu zu ordnen, damit er/sie nach Absitzen der Strafe den Normen und Gesetzen angepasst leben kann. Diese Resozialisierung, als Wiedereingliederung in die Gesellschaft, ist eine Lüge in sich. Niemand kann erlernen, wie er/sie sich verantwortungsvoll gegenüber der Gesellschaft verhält, während er/sie von der Gesellschaft weggeschossen leben muss. Das Wegsperren von Menschen in „Käfige“ zerstört ihre Existenz. Freunde und Familie wenden sich häufig ab. Es ist wichtig dieses Zwangs- und Herrschaftsmittel zu enttabuisieren und zu thematisieren.

Aktionsidee
Da 50% der in der Bremer JVA Inhaftierten auf Grund von Taten die im Zusammenhang mit Drogen stehen, sitzen, hat die Knast-Kampagne Bremen mit einer „Überidentifikation“ auf die Absurdität und die Folgen aufmerksam gemacht. Sie veranstalteten eine „Demo gegen die offene Koffein-Szene“. Mit Flugblättern und Sprechchören forderten sie das konsequente Vorgehen gegen die Kaffee-Szene, Kaffee- Dealer, Koffein-Junkies, Schluckräume, etc.. Das Flugblatt, welches das ironische Fazit: „Gesellschaftliche Probleme lassen sich nur durch härtere Strafen lösen“ enthielt, regte sie Umstehenden zu einem breiten Grinsen und viel Zustimmung an. Einige Menschen gesellten sich spontan zu der Demonstration. (siehe hier).

Andere Aktionsideen
Sabotage an Knästen, Gerichten, Bullenwachen ...:
  • Türschlösser lassen sich mit Sekundenkleber leicht verkleben,
  • Wände sehen bunt viel schöner und freundlicher aus (Knäste haben lange und hohe Mauern!),
  • es macht wenig Spaß in Gerichtsgebäuden nach einem Anschlag mit stinkender Flüssigkeit Urteile fällen zu müssen,
  • Überwachungskameras „entschärfen“ durch Leitungen kappen oder Linsen übermalen, machen diese unbrauchbar
  • wenn Akten durch z.B. einen Wasserschaden beschädigt werden, sind diese nicht mehr zu gebrauchen

Wichtig bei allen Formen von Sabotage und Militanz ist, genau zu überlegen, wer durch eine Aktion gefährdet oder behindert werden kann. Die Psyche, Gesundheit und das Leben von Menschen sollten nicht gefährdet werden.

Knastalltag stören
  • Gefangene werden des öfteren von einem Ort zum nächsten transportiert. Für solche Transporte werden Busse eingesetzt, die wie andere Fahrzeuge leicht an der Weiterfahrt gehindert werden können. Diese Aktionen sollten nur symbolisch sein, da die Bedingungen für die Transportierten sehr schlecht sind.
  • „Schließer einknasten“ ist auch eine Methode, den Alltag zu stören. Müssen die Schliesser nach Dienstschluss noch ein wenig in der JVA bleiben, so verstehen diese vielleicht auch, was Freiheitsentzug bedeutet

Aktionen in der Öffentlichkeit
Durch kleine Aktionen in der Innenstadt wird die Öffentlichkeit angeregt, über das Thema „Knast“ nachzudenken.
  • So können Verhaftungen etc. durch Theater thematisiert werden Wird z.B. ein Mensch von zwei „Polizisten“ verhaftet, so können einige auch zur Theatergruppe gehörige Menschen mit PassantInnen über das Ganze diskutieren
  • Durch Demonstrationen, Kundgebungen oder Lesungen mit Gedichten aus dem Knast kann auf die fatale Lage der Inhaftierten aufmerksam gemacht werden. Durch Jubeldemos können die Zustände satirisch offengelegt werden. Dabei helfen erfundene Initiativen für eine saubere Stadt oder für mehr Rechtstaatlichkeit.
  • „Freikaufaktionen“ sind auch ein Mittel, um die Inhaftierten aus ihrer Isolation zu holen. Dabei werden Passanten offen auf der Straße angesprochen und aufgefordert Geld zu spenden, damit die AktionistInnen davon die Geldstrafe für jemanden bezahlen können, der daraufhin freigelassen werden muss. (siehe Beispiel hier ...)

Vorschlag
Gegen das Einsperren – Zeitung, Filmkanal und mehr in Vorbereitung
Eine neue Zeitung, verbunden mit weiteren Medienangeboten, soll die Kritik an Gefängnissen, Zwangspsychiatrie und weiteren stärken. Berichte von Betroffenen, fachliche Abhandlungen, Kommentierung von Urteilen und Gesetzen, Vorschläge von und Erfahrungen mit Alternativen zeigen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Formen der Freiheitsentziehung und Zwangsbehandlung auf – umrahmt von Zahlen, Zitaten, Appellen und Mitmachmöglichkeiten. Neben einer ca. 2x jährlich erscheinenden Zeitung werden Internetseiten, ein Dokufilm-Kanal und Verteilmöglichkeiten für Nachrichten, kritische Filmdokumentationen, Termine und mehr entstehen. Ziel ist es, die wenig beachteten Zonen des Einsperrens an Tageslicht zu zerren und für konkrete Veränderungen zu werben. Zur Mitarbeit sind alle Menschen innerhalb und außerhalb der Mauern aufgerufen, die aufklären und Wege zu einer Welt ohne Strafe und Zwang formulieren wollen. Die Koordinierung wird in der Projektwerkstatt in Saasen liegen. Kontakt über 06401-903283 und gegen-das-einsperren@projektwerkstatt.de.

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