Schwarzstrafen

GEGEN KOHLE ... MACH ICH ALLES!
KLIMASCHUTZ VON UNTEN, TAGEBAUE STOPPEN

Braunkohle und Widerstand


1. Kohle, Klima, Katastrophen
2. Braunkohle und Widerstand
3. RWE & Rheinisches Braunkohlerevier
4. Mitteldeutsches Braunkohlerevier
5. Lausitz
6. Klimacamp/Ende Gelände 2015 ... und die Strafprozesse
7. Prozesse wegen Aktionen im Jahr 2013 (u.a. Klimacamp in Manheim = Tagebau Hambach)
8. Prozesse wegen Aktionen im Jahr 2012
9. Links und Materialien

Direkte Aktionen

Politische Einflussnahme

Hintergründe und Fachthemen

Technische Informationen

Rückblicke, Geschichte des Widerstands
Ein typisches Problem vieler Rückblicke ist, dass sie erst da ansetzen, wo das Thema populär ist. So werden die Aktionen und Akteur*innen verschwiegen, die das eigentlich Wichtigste schafften: Eine Sache in die öffentliche Debatte zu treiben. Selbst den Hambacherforst, das Symbol des Braunkohlewiderstandes schlechthin, haben viele Geschichtsschreiberlinge vergessen. Dazu gehört sogar das Filmkollektiv cinerebelde, welches - oft mit anarchistischer Attitüde - bemerkenswort viele bürgerliche Widerstandsaktionen zeigt und in seinem Film "Beyond the red lines" es schafft, den Hambacherforst gar nicht zu erwähnen.

Kohlezugblockaden? Hambacherforst? Gabs nicht, gibts nicht ...
Die kompletten Absätze über die Geschichte der Klimaschutzbewegung in Deutschland in der Broschüre "Solidarity will win" (Gruppentipps von Ende-Gelände/IL-Leuten)
In der zweiten Hälfte der 2000er Jahre halfen eine Reihe von Klimacamps, Besetzungen und Blockaden in Großbritannien und Deutschland, einer antikapitalistischen
Klimabewegung in Europa Fuß zu fassen. Für die Aktivist*innen stellten insbesondere der G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 und die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen 2009 Wendepunkte dar, an denen sich die Mainstreambemühungen zur Eindämmung der anhaltenden Klimakrise mehrmals als hohle Versprechen zeigten. Dies führte bei einer ganzen Reihe von Klimagruppen zu der Überzeugung, dass Klimaschutz Handarbeit sein muss, was bedeutet, sich selbst direkt dafür einzusetzen, dass die fossilen Brennstoffe im Boden bleiben.
Eine Reihe von Protesten zivilen Ungehorsams, die seit 2015 unter dem Motto „Ende Gelände” in verschiedenen Teilen Deutschlands organisiert wurden, demonstrieren, wie mit taktisch klugem Protest die Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen auf die politische
Tagesordnung gesetzt werden kann. Ende Gelände sieht sich in der Tradition der Anti-AKW-Bewegung und baut auf den organisatorischen Fähigkeiten der Proteste gegen den Transport von Atomabfällen seit Mitte
der 2000er Jahre auf.
Im August 2015 blockierten rund 1500 Aktivist*innen als Teil des Klimacamps im Rheinland das Tagebaugebiet Garzweiler von RWE. Im Mai 2016 blockierten etwa 4000 Menschen den Tagebau Welzow-Süd in der Lausitz und andere Kohleinfrastrukturen. Dabei wurde das Kraftwerk Schwarze Pumpe nahezu stillgelegt. Im August 2017 kehrten Tausende von Aktivist*innen ins Rheinland
zurück, um die Kohle-Infrastruktur des Garzweiler Werks zu lähmen. An den Aktionstagen blockierten sie die Schienen der RWE-Braunkohlezüge
und bremsten so die Produktion. Im November 2017 gingen während der UN-Klimakonferenz in Bonn (COP23) abermals Tausende von Aktivist*innen in den Tagebau von RWE, um die Kohlebagger zu blockieren.

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