Schwarzstrafen

MOBIL IN MITTELHESSEN???

Noch mehr Autobahn? A49-Weiterbau von Schwalmstadt zur A5


1. Einleitung
2. Wir wollen die Verkehrswende - wer macht mit?
3. Lumdatal: Reaktivierung der Bahn, Buslinien, Radverbindungen
4. Noch mehr Autobahn? A49-Weiterbau von Schwalmstadt zur A5


Noch mehr Autobahn: Nördlich und südlich Stadtallendorf soll weiter gebuddelt, gesägt, gepumpt, asphaltiert und zerstört werden - die A49, parallel zur A5 gebaute Autobahn von Kassel Richtung Süden frisst sich durch Äcker, Wiesen und Wälder, durch Natur- und Wasserschutzgebiete, vorbei an Dörfern und kleinen Städten.

Der Wald ist besetzt - Rodung für Winter 2019/20 daraufhin ausgesetzt!
Von den Besetzer*innen: Blog ++ Flyer ++ Instagram ++ Twitter ++ Wald-Handy 0163-6282203
Aus der Projektwerkstatt: Diese Seite ++ www.verkehrswende.tk ++ Flyer mit Infos und Forderungen
Indymedia 1.10. ++ Indymedia 12.10. ++ Auf der Waldkarte ++ Videos+Pressetexte auf Facebook
Ausgewählte Videos: Hessenschau ++ RTL ++ OP ++ Osthessen-News ++ OP am 11.10.2019
Audio/Podcast: HR-Info am 1.10.2019 ++ Radio Unerhört

Ausgewählte Presseberichte

Rodung für diese Saison gestoppt!?
Die Oberhessische Presse schreibt am 11.10.2019: "Alle Baumfällungen an der A-49-Trasse sind auf den Zeitraum 2020/2021 verschoben." ++ Presseerklärung des Staatsunternehmens Deges ++ Ähnlich auf RadioFFH ++ Reaktion aus dem Bündnis "Keine A49"

Lageplan von Besetzung (schwarzer Kreis), Mahnwache (rot) und der Trasse ++ Weg dorthin über Waldwege ab Sportplatz Dannenrod oder B62 ++ nächste Bahnhöfe: Stadtallendorf und Burg-/Nieder-Gemünden ++ Mindestens tagsüber: Mahnwache am Sportplatz Dannenrod

Verkehrswende statt Betonwüsten
Unterstützt die Forderungen der Schutzgemeinschaft Gleental! Und darüber hinaus:
  • Keinen Quadratmeter mehr für den motorisierten Individualverkehr - hier & nirgendwo!
  • Flächenverbrauch stoppen - keine neuen Straßen, keine neuen Gewerbegebiete!
  • Straßen erzeugen Verkehr – daher: A49 zurückbauen statt ausbauen!
  • Bahn statt Auto: Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf den Bahnlinien Kirchhain-Homberg und Alsfeld-Bad Hersfeld. Stärkung der Main-Weser- und der Vogelsbergbahn mit weiteren Haltepunkten und, bei letzterer, Begegnungsgleisen!
  • Fahrrad statt Auto: Ein Fahrradstraßennetz in allen Orten und Verbindungsrouten zwischen ihnen, vor allem zu den Zentren und zu Bahnhaltestellen!
  • Güterverkehr schrumpfen – regionale Wirtschaft stärken, globale Ausbeutung stoppen!
  • Güter auf die Bahn – mehr Güterverladestellen, Güterverkehr auch auf Nebenstrecken ermöglichen!
  • Güter aufs Fahrrad: Bereitstellung von Leih-Lastenräder in allen Gemeinden!
  • Nulltarif in RMV und NVV – Mobilität muss ökologisch und sozial gerecht werden!
  • Kurze Wege statt lange Fahrten: Läden, Schulen, Kindergärten, Arztpraxen ... zurück in Dörfer und Ortszentren!
  • Bessere Arbeitsbedingungen für Bus- und Lokführer*innen. Faire Ausstiegs- und Umschulungsangebote für Auto- und Straßenbauer*innen.


Der Wald - fotografiert genau auf dem Trassenverlauf. Unten: Zwei prächtige Bäume, die fallen würden.



Zweifelhaftes Greenwashing: Eine der Ausgleichsmaßnahmen, die schon im Vorfeld erfolgten - ein Teich an unpassender Stelle (künstlich verdichtet und per Wall aufgestaut), daneben ein Plastikwald, die bereits absterbende Jungeichen verdecken.

Auf Wikipedia wird zum geplanten Endstück der A49 geschrieben:
Das Planfeststellungsverfahren für den letzten Abschnitt zwischen Stadtallendorf Nord und der Bundesautobahn 5 sollte ursprünglich bereits im Jahre 2004 abgeschlossen sein; zunächst sollte die A 49 mitten durch den östlich von Stadtallendorf gelegenen Herrenwald geführt werden. Im Jahr 2003 schlug das Regierungspräsidium Gießen den Herrenwald wegen seiner vielen seltenen Lebensräume und Tierarten – unter anderem existiert dort eine Population von Kammmolchen – als europäisches Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet (FFH-Gebiet) vor. 2004 erfolgte die Anerkennung. Der damalige hessische Verkehrsminister Alois Rhiel (CDU) stellte daher im Herbst 2005 eine Alternativtrasse vor, die näher an Stadtallendorf liegt, den Herrenwald aber nur am Rande anschneidet. Diese soll nun verwirklicht werden. Der Planfeststellungsbeschluss für den letzten Abschnitt wurde am 30. Mai 2012 erteilt. Eine Klage zweier Naturschutzvereine gegen den Planfeststellungsbeschluss wurde vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig am 23. April 2014 abgewiesen. Der letzte Abschnitt soll ebenfalls in einem öffentlich-privaten Projekt (ÖPP) finanziert werden. Aufgrund der Finanzierungszusage wurde Mitte 2015 mit einer Fertigstellung der A 49 im Jahr 2021 gerechnet.


Beton- und Aspalt-Seilschaften
Für die Bundesregierung (Verkehrsministerium) soll deren Umsetzungsgesellschaft DEGES die A49-Planung vollstrecken. Auch die hessische Landesregierung (grüner Verkehrsminister) steht hinter dem Projekt. Vor Ort sind ebenfalls viele Gemeinden positiv zu Rodung, Versiegelung und mehr Verkehr(slärm) eingestellt - zum Teil in deutlichem Gegensatz zur Bevölkerung. Dazu gehört die Homberger Bürgermeisterin, aber auch der Gemeinderat von Gemünden. Der treibt es aber ziemlich seltsam und will sich quasi bestechen lassen. Gemeindegrundstücke werden der Autobahn geopfert, wenn diese für die Gemeinde wirbt.

Aus "A49: Gemündener stellen drei Forderungen für Grundstücksverkauf", in: Oberhessische Zeitung, 28.9.2019
Die Gemeinde Gemünden stellt drei Bedingungen für den Verkauf von Grundstücken, die von der Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) für den Bau der A 49 benötigt werden. Das war das einstimmige Votum der Gemeindevertreter, die am Donnerstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Ehringshausen tagten.
Die Bedingungen sind erstens ein Lärmschutzwall für die Gemeinde Gemünden, zweitens die Umbenennung des Ohmtaldreiecks in Gemündener Dreieck und drittens ein Hinweis an der künftigen Abfahrt auf Gemünden.

Protest

Alternativen

Reaktivierung stillgelegter und Stärkung vorhandener Bahnstrecken
Reaktivierung Kirchhain – Homberg (Ohm) (und eventuell weiter bis Gemünden)
Anbindung der knapp 7500 Einwohner zählenden Kleinstadt Homberg (Ohm) und der touristisch attraktiven Orte Amöneburg und Schweinsberg so wie der Anschluss mehrerer kleinerer Ortschaften an die Main – Weser – Bahn.

Materialien
Rechts: QR-Code für www.keine-a49.tk

Verkehrswende im Vogelsberg


Stillgelegte Bahnstrecken, z.T. mit Reaktivierungspotential

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