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ZITATE ZU SCHULE UND SCHULKRITIK (IVAN ILLICH)

Schule als "sakraler" Ort


1. Schule als "sakraler" Ort
2. Schule als Opium, Entwicklungshilfe und Legitimation für Hierarchien
3. Schulen und die mythische Aufladung von Zertifikaten
4. Fabriken zu Lernorten machen
5. Links

Es gibt keinen Grund, aus dem wir die mittelalterliche Tradition fortsetzen sollten, derzufolge die Menschen für das "weltliche Leben" dadurch vorbereitet wurden, daß man sie in einem sakralen Bezirk einsperrte, mochte das nun Kloster, Synagoge oder Schule sein.
(Ivan Illich (1972): "Die Schule als heilige Kuh." In: Schulen helfen nicht - Über das mythenbildende Ritual der Industriegesellschaft. S.32-33)

Die Schule wird heute mit Bildung identifiziert, wie einst die Kirche mit Religion.
(Ivan Illich (1972): "Die Schule als heilige Kuh." In: Schulen helfen nicht - Über das mythenbildende Ritual der Industriegesellschaft. S.13)

Gleiche Bildungschancen sind in der Tat ein wünscheswertes Ziel; wer das aber mit Schulpflicht gleichsetzt, verwechselt die Erlösung mit der Kirche. Die Schule ist zur Weltreligion eines modernisierten Proletariats geworden und macht den Armen des technischen Zeitalters leere Erlösungsversprechen.
(Ivan Illich: Entschulung der Gesellschaft)

Ist erst einmal die Phantasie einer ganzen Bevölkerung "verschult" oder auf die Überzeugung gedrillt, daß die Schule das Monopol der Bildung besitze, dann kann man die Analphabeten besteuern, um den Kindern der Reichen eine kostenlose Schul- und Hochschulbildung zu verschaffen.
(Ivan Illich (1972): "Geplante Armut als Frucht technischer Hilfe." In: Schulen helfen nicht - Über das mythenbildende Ritual der Industriegesellschaft. S.129-130)

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