Kritik der Konsumkritik

UMWELTSCHUTZ VON UNTEN UND DIE KRITIK ÜBLICHER ÖKO-ARBEIT

Emanzipatorische Ökologie = Umweltschutz von unten


1. Emanzipatorische Ökologie = Umweltschutz von unten
2. Kritische Blicke auf aktuelle Themen und Strategien im Umweltschutz
3. Gentechnik
4. Nulltarif, Mobilität, (Aktions-)Schwarzfahren

Macht macht Umwelt kaputt - über den Zusammenhang von Herrschaft und Umweltzerstörung
Herrschaft bedeutet die Möglichkeit, Abläufe und Verhältnisse so regeln zu können, dass andere die negativen Folgen erleiden müssen. Umweltzerstörung basiert regelmäßig auf diesem Prinzip: Industrie und ihre Staaten graben in armen Regionen nach Energiequellen und Rohstoffen, transportieren schiffeweise Nahrungsmittel oder Holz zu sich und kippen den Müll wieder in die Peripherien zurück. Städte nutzen das Umland für Bauflächen, Straßentrassen und Müllhalden. Die Natur zählt nichts, weil die Menschen in ihr still sind oder still gehalten werden. Wer Umwelt dauerhaft schützen will, muss daher die Machtfrage stellen. Doch was geschieht tatsächlich? Selbst Umweltverbände setzen auf Staat, Umweltpolizei, Gesetze und Firmen, um die Welt grün zu halten. Diese Schüsse gehen nach hinten los - schon seit Jahrzehnten. Nötig ist eine Umweltschutzstrategie, die die Menschen ermächtigt, ihr Leben wieder selbst zu organisieren – ohne Hierarchien und Privilegien. Nur ein Umweltschutz von unten ist grundlegend und dauerhaft wirksam.
Referent: Jörg Bergstedt, Autor von "Reich oder rechts?" und "Monsanto auf Deutsch"
Infoseite: www.umwelt-und-macht.tk

Auch möglich (und das dann jederzeit, weil ohne Referent_in): Filmabend "Macht macht Umwelt kaputt"

Film als DVD bestellen ++ auf Youtube angucken oder in HD-Auflösung downloaden ++ Liste aller Filme


Bericht über die Veranstaltung in Erding (Erdinger Anzeiger am 18.4.2015)


Umweltschutz von unten
Es gibt viele Gründe, warum Umweltschutz "out" ist. Viele davon sind: Vereinsmeierei, Konkurrenzdenken, kommerzielle Ziele, Bürokratie und Hierarchie sowie Filz mit Politik und Konzernen stehen einer druckvollen Arbeit im Wege. Der wichtigste Punkt aber war und ist: Umweltschutz organisiert sich immer vor oben, d.h. die Menschen werden zur Zielgruppe von Strafandrohung, Bildungsarbeit, Appellen und finanziellen Steuerungen. Niemals sind sie AkteurInnen. Bei der Frage, wie Innenhöfe, Straßen, Stadtteile oder Landschaften gestaltet werden sollen, wenden sich UmweltschützerInnen an den Staat, neuerdings auch immer öfter an die Firmen als zunehmender Machtfaktor. Die Konzepte aus der Öko-Ecke stützen die Machtsysteme, zur Zeit begleiten sie die neoliberale Weltordnung. Das ökonomisches Diktat wird nicht in Frage gestellt, sondern begrünt: Ökosteuer, Ökoaudit oder Selbstverpflichtung. Die Folgen: Umweltschutz verliert an Akzeptanz in der Bevölkerung, weil die bevormundet wird. Und er ist nicht mehr bündnisfähig mit sozialen Bewegungen, die Selbst- und Mitbestimmung zum Ziel haben.
Emanzipatorischer Umweltschutz will etwas ganz anderes: Die Menschen werden zu AkteurInnen. Die Straßen, Häuserblöcke und Landschaften müssen den Menschen gehören, die in ihnen leben. Niemand kann über Flächen und Orte bestimmen, ohne selbst betroffen zu sein. "Demokratisierung von Flächen- und Rohstoffverbrauch" heißt das Gegenkonzept zu Ordnungsrecht oder dem kapitalistischen Instrument Ökosteuer. Vision ist eine Welt von unten. Die kleinen Schritte dahin bestehen aus konkreten Projekte, die die Menschen zu den EntscheiderInnen machen: Windanlagen, die den Menschen drumherum gehören (statt teurer Großanlagen ohne örtliche Akzeptanz), Stromnetze im Besitz der BürgerInnen, ökologische Bauernhöfe im Gemeinschaftsbesitz, lokale Ökonomien ohne Apparate und vieles mehr.

Mögliche Formen der Veranstaltung: Kurzvortrag (mit oder ohne Diskussion), Workshop, Tages- oder Wochenendseminar

Mehr Infos:

RWE - der Kampf um Kohle und Posten
Klimawandel ist in aller Munde - und manchem Keller. Dennoch baggern große Energiekonzerne tiefe Löcher in die Erde, vertreiben die EinwohnerInnen ganzer Dörfer, um dann ihre Häuser abzureißen. Gleichzeitig blasen sie riesige Mengen klimaschädlicher Gase, dazu gesundheitsschädliche Stoffe von Feinstaub bis Radioaktivität in die Luft. Widerstand scheint zwecklos. Der Grund: Ein enger Filz der Konzerne mit Parteien und Behörden sichert die lukrative Rücksichtslosigkeit ab. Der größte Klimakiller agiert im bevölkerungsreichsten Bundesland, aber auch andernorts: RWE und Landespolitik, dazu Bundesbehörden, regionale Ämter und PolitikerInnen, Parteien und Lobbyisten ruinieren Umwelt und Gesundheit! Die brisante und unterhaltsame Ton-Bilder-Schau wirft einen Blick hinter diese Kulissen nordrhein-westfälischer Machtpolitik, zeigt aber auch den zähen und zunehmenden Protest gegen Kohleabbau und Klimawandel.
Infos: Seiten zum Kohleabbau und www.ausgeCO2hlt.de

Form der Veranstaltung: 1,5stündige Ton-Bilder-Schau (Power-Point, Audio, Filme)
Es kann dann ergänzend mehr folgen - z.B. ein Tagesseminar oder Workshop am Folgetag (auch als Frühstück zum Weiterdiskutieren o.ä.)!
Notwendige Technik: Beamer, Leinwand, Lautsprecher (zum Anschluss an Laptop mit kleiner Klinke, also z.B. Computer-/Aktivboxen)
  • Infoseiten zum Thema und zum Vortrag
  • Vorlagen (Entwurf) für Flyer und Plakat (zum Selbsteintragen von Zeit/Ort usw.)

Weitere mögliche Themen (auf Anfrage, da externe ReferentInnen)
  • Schrumpftum statt Wachstum
    Konsumkritische Bewegungen in Frankreich (Asbusting, Décroissance, etc.)
  • Atomkraft
    - Internationale Atomgeschäfte
    - Internationaler Widerstand gegen Atomkraft
    - Widerstand gegen Castortransporte (auch als Mobilisierungveranstaltung geeignet)

Frühere Vorträge: Thema Energie von unten ...
Energie(versorgung) von unten
Regenerative Energie heißt das Zauberwort, mit dem die (Um-)Welt wieder in Ordnung kommt. Doch was steckt hinter diesem Etikett. Viele große Strommonopolisten haben auch ein sogenanntes Ökostromangebot in ihr Sortiment aufgenommen. Damit lassen sie sich die ohnehin bestehenden - sehr geringen - Öko-Anteile ihres Mischstroms nun teurer bezahlen. Den reinen Atomstrom gibt´s dann zum Billigpreis. Als Global Players mischen sie dann anderswo weiterhin in den umweltzerstörerischen Großprojekten mit. Wem können VerbraucherInnen hier noch trauen, und auf was gilt es zu achten? Strom-ErzeugerInnen-VerbaucherInnen-Gemeinschaften könnten ein Weg sein, die Energieversorgung lokal selbst zu organisieren, ohne die großen Konzerne. Projekt A hat ein Blockheizkraftwerk im Keller, eine Solaranlage auf dem Dach oder ein Windkraftanlage im Garten stehen und schließt sich direkt mit den Verbrauchern B und C zusammen, um den Strom gemeinsam zu erzeugen und zu verbrauchen.

Form der Veranstaltung: Kurzvortrag (mit oder ohne Diskussion) oder Workshop


Links und Infos

Tipp zum Downloaden von Filmen: Am einfachsten über Rechtsklick und dann "Ziel speichern unter ..." (o.ä.)!

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