Kritik der Konsumkritik

WIDERSTAND GEGEN GENTECHNIK

Dokumentationen des Widerstandes: Wie die Agrogentechnik vertrieben wurde ...


1. Dokumentationen des Widerstandes: Wie die Agrogentechnik vertrieben wurde ...
2. 4. September 2012: Treffen der Gentechnik-Seilschaften
3. 10. September 2012: Vorwurf des Betrugs durch Gentechnik„mafia“ vor Gericht!
4. Jahresanfang 2012: Rumgeeiere von BASF und KWS
5. Aus und vorbei: AgroBioTechnikum und Schaugarten Üplingen bleiben 2012 dicht
6. 2012: Weitere Felder und Standorte
7. Aktionen und Themen 2012
8. Rückblicke bis 2010
9. 2011
10. Links und Infos zur Gentechnik

Es gibt zwei Dokumentationen dazu, wie es gelang, so große Konzerne mit ihrer profitorientierten Technik in die Flucht zu schlagen.


Witzige und spannende Einblicke in Widerstandsformen (durchaus vergleichbar) bietet auch der Roman "Hinter den Laboren" www.aktionsversand.tk.

Ausblick 2013
In Deutschland gibt es in der (Sommer-)Saison 2013 keine gv-Pflanzen. Das verkündeten im Frühjahr auch schon verschiedene Medien und Internetseiten, so am 25.3.2013 Uwe Schrader laut Mitteldeutscher Zeitung, am 9.4.2013 die Propagandaplattform TransGen und am 17.4. der Agrarnachrichtendienst ProPlanta. Als Grund führte Schrot&Korn in der Ausgabe 6/2013: "Wesentlich beigetragen zum Rückzug der Agro-Gentechnik in Deutschland haben zum anderen die Menschen, die ihrer Ablehnung konkrete Taten folgen ließen. 2005 gründeten Bio-Bauern und Imker die Initiative Gendreck weg und begannen – öffentlich angekündigt – Felder zu besetzen. Hinzu kamen Aktivisten, die in unangekündigten nächtlichen Aktionen Anbauversuche beendeten. Ihnen ist es zu verdanken, dass für 2013 im Standortregister (www.standortregister.de) noch kein Versuchsfeld angemeldet ist. Doch hat das Leibniz-Ins-titut für Pflanzengenetik bereits die Erlaubnis, im Herbst manipulierten Winterweizen auszusäen."

  • Das AgroBioTechnikum in Groß Lüsewitz einschließlich der Felder dort ist als gv-Versuchsstandort Geschichte (schon vermeldet). Am 22. April gab es dazu eine bunte Talkrunde mit Rückblick auf die vergangenen Protestjahre. Mittel- und langfristig aber ist nichts sicher, weil Kerstin Schmidt doch wieder Geld beantragt hat im BMBF für neue Versuche. Bekommt sie es, will sie östlich Rostock und in Üplingen wieder aktiv werden.
  • Üplingen als Standort ist ebenfalls im zweiten Jahr frei von gv-Beeten. Die Geldbemühungen von Kerstin Schmidt würden aber auch hier neue Gefahr bedeuten. Entscheidend bleibt, ob die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz die Ackerfläche wieder für diese Zwecke verpachtet. Stadt Braunschweig und die evangelische Kirche sind hier entscheidend, aber wohl beide der Gentechnikmafia ausreichend wohlgesonnen. Ausführend ist jedoch eine Behörde, die zum Landwirtschaftsministerium Niedersachsen gehört – und das ist jetzt in grüner Hand! Wir dürfen gespannt sein, ob hier eher gekünastelt wird (sprich: alles darf weiterlaufen wie bisher) oder sich etwas ändert …
  • Für den Zeitraum Herbst 2013 (ursprünglich schon 2012 geplant, klappte aber nicht) bis Ende August 2016 ist ein Winterweizenversuch des IPK Gatersleben für den Standort Üplingen geplant (Antrag für 2014 bis 2016).
  • Auf dem Limburgerhof (BASF-Agrarbetriebsgelände südlich Ludwigshafen) sind keine Versuche angemeldet oder beantragt.
  • Genehmigt sind weiterhin das Monsanto-Rübenfeld in Gerbitz (oder Thulendorf, Üplingen), das KWS-Rübenfeld in Üplingen, zudem die Felder der Uni Rostock für Tabak (mögliche Orte: Thulendorf, Üplingen) und Weizen (mögliche Orte: Thulendorf, Üplingen) sowie von Mais der Firma Pioneer (in Zabeltitz, Üplingen oder Thulendorf).
  • Pflanzen zum Anbau wird es wohl kaum geben. MON810 ist in Deutschland verboten, die BASF-Kartoffel Amflora will selbst BASF nicht mehr. Laut der Gentechnik-Propagandaplattform TransGen will die EU bis 2014 keine anderen Pflanzen zulassen.
  • Seit Ende März 2013 (geplant bis einschließlich 2014) läuft der umstrittene Impfversuch an Fohlen in Grabow (Mecklenburg-Vorpommern), seit dem 20.3. im Standortregister eingetragen (Filmbeitrag auf TV Schwerin).

Selbst nachsehen?
  • Zum offiziellen Standortregister des BVL: Hier müssen Versuche drei Tage und kommerzielle Felder drei Monate vor der Aussaat eingetragen werden.
  • Zum Freisetzungsregister: Hier werden die Anträge für Freisetzungen mindestens drei Monate vor Genehmigung eingetragen - oft dauert es deutlich länger. Hier ist also vorab zu sehen, um welche Versuche es in Zukunft gehen könnte und welche zur Zeit genehmigt sind (gilt meist für einige Jahre).
  • IPAS - das Förderprogramm des BMBF, nach dem gv-Freisetzungen aus Bundesmitteln bezuschusst werden können (das BioSicherheits-Programm ist beendet).

Rundherum
  • Grenzen sind nur für viele Menschen schwer überwindbar, nicht aber für Pollen. Daher lohnt der Blick über den Tellerrand. So will die ETH Zürich, Global Player der Agrogentechnik aus der Schweiz, dort ein Feldbefreiungs-sicheres Versuchsgelände errichten und auch deutsche Firmen einladen, dort Felder anzulegen. Dicht an der westlichen Grenze liegt die Niederländische Universität Wagingen - und dort wird einiges an Versuchen gemacht. Aktuell zum Beispiel eine Anlage mit gentechnisch veränderten Äpfeln.

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