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WAS TUT SICH DA IN DER LUFT? GIBT ES CHEMTRAILS, HAARP-ANLAGEN, MIND CONTROL, KLIMAWANDEL?

Chemtrails


1. Chemtrails
2. HAARP
3. Klimawandel-Leugnung

Unter dem Begriff werden mehrere, ähnliche Phänomene am Himmel zusammengefasst - allerdings je nach Strömung verbunden mit unterschiedlichen Zielen, die dahinterstehen sollen. Die gemeinsame Story: In die Abgase von Flugzeugen werden absichtlich Stoffe gemischt. Welche, wie genau und warum, da sind sich die Verschwörungsfans nicht einig.

Zu den Zielen von Chemtrails von einer Seite der Chemtrails-Gläubigen&KritikerInnen:
1) Wettermanipulation. Durch Chemikalien in der Erdatmosphäre soll ein Teil des Sonnenlichtes ins Weltall zurück reflektiert werden. Dadurch soll der globalen Erderwärmung entgegen gewirkt werden. Hierfür gibt es sogar ein US-Patent (Welsbach-Patent Number: 5,003,186).
2) Wetterkontrolle zu militärischen Zwecken in Kombination mit HAARP. Hierdurch wird Wetterbeeinflussung als Waffe genutzt. Hochwasser, Dürren, Hurrikans, Erdbeben usw. können in Kombination mit HAARP und ELF-Wellen gezielt erzeugt bzw. begünstigt werden. Dazu wird eine künstlich erzeugte Schicht in der Atmosphäre benötigt, die ELF-Wellen leitet bzw. reflektiert.
3) Weltweite Bevölkerungsreduzierung (durch großflächige und langsame Vergiftung). Aluminiumteilchen und Bariumsalze in der Atmosphäre sind natürlich sehr giftig.

Was ist drin in ChemTrails? Aus einer Mail vom 25.7.2014
Ein Pilot hat kürzlich aufgeschlüsselt, was in den Chemtrails enthalten ist: Aluminiumoxid, Bariumoxid, Bakterien (Anthrax, Pneumokokken u.a.), 9 Chemikalien, darunter Acetylcholinchlorid), 26 Schwermetalle (wie: Arsen, Gold, Blei, Quecksilber, Silber, Uran und Zink), 4 Schimmelpilzarten, 7 Viren, 2 Krebsarten, 2 Impfstoffe, Thorium, 2 Beruhigungsmittel und Salmonellen-Erreger.
Macht Spaß beim Spazierengehen und Wandern....?


Aus Michael Morris, "Was sie nicht wissen sollen" (Amadeus-Verlag in Fichtenau, S. 258)
Hervorzuheben ist dabei auch die Beobachtung, dass in den USA - ganz besonders Kalifornien und Arizona - extrem mit Chemtrails bombardiert werden. Das geschieht vor allem an Orten, wo sich viele geistig erwachte und politisch aktive Menschen aufhalten (Sedona und Mount Shasta), was zu einer stark erhöhten Krebsrate in diesen Gegenden führt.

Zur These, dass die versprühten Gifte die Weltbevölkerung reduzieren soll, werden manchmal angebliche Pläne hinzugefügt, die Bevölkerung solle auf 500 Mio. Menschen reduziert werden. Diese Zahl wirkt willkürlich und würde nicht einmal für die addierten Bevölkerungen von Europa und den USA mehr reichen. Allerdings werden sogar Begründungen dafür angeboten, die von geheimen Treffen bis zum Verweis auf irgendwelche sagenumwobenen Steine reichen, in die Menschen in früheren Zeiten irgendwelche Zahlen eingeritzt hatten. Von Chemtrails oder Bevölkerungszahlen war da zwar nichts zu lesen, für Spekulationen der mysteriösen Art reicht das aber.
Dabei ist klar: Die Behauptung über Gifte in Flugzeugabgasen lässt sich nicht widerlegen. Einmal, weil Abgase schon ohne heimliche Ergänzungen umwelt- und gesundheitsschädlich sind. Zum anderen aber aus einem grundsätzlichen Problem: Es gibt keine Beweischance für das Nichtvorhandensein von etwas. Selbst wenn also gar nichts dran wäre an der Behauptung, es würden ChemTrails versprüht - eine eindeutige Widerlegung dürfte nicht gelingen. Das wäre aber auch verkehrt herum: Wer etwas behauptet, muss Belege liefern. Und diese ließen sich dann überprüfen. Für das bisher Genannte sprechen nur wenige Anzeichen. Hingegen gibt es deutliche Hinweise, dass die ganze Geschichte komplett und frei erfunden ist. Diese sei hier als kurzer Überblick aufgelistet:
  • Viele öffentlich als vermeintliche Belege gezeigte Fotos von AnhängerInnen der Idee, es würden systematisch ChemTrails gesprüht, konnten hinsichtlich der Ursachen des Gezeigten bzw. der Quellen oder Herkunft der Bilder zugeordnet, in einigen Fällen sogar als Fälschungen enttarnt werden.
  • Analysen von Flugzeugabgasen sind auch für Laien möglich, der Kostenaufwand überschaubar. Dennoch werden solche Tests z.B. von der Bürgerinitiative Sauberer Himmel nicht gemacht, offenbar sogar gar nicht gewünscht. Das legt den Verdacht nahe, dass Unwissen und Spekulation als Basis der Organisierung, des Spendensammelns usw. absichtlich erhalten bleiben sollen.
  • Der Verweis auf amtliche Quellen für Wettermanipulationen ist zwar richtig, aber belegt nur, dass es tatsächlich Wetterbeeinflussungen mit chemischen Mitteln gibt. Das wird von vielen Behörden und Regierungen auch zugegeben. Daraus lässt sich aber nicht beweisen, dass auch weitere Sachen gesprüht werden nach dem Motto: Wer einmal sprüht ...
  • Die Sache mit der Bevölkerungsreduzierung enthält zudem einen seltsamen Widerspruch zu den üblichen Verdächtigen bei der Frage, wer das Böse auf der Welt vorantreibt. Denn die meisten Flugzeuge fliegen über Europa und Nordamerika. Wären da überall Gifte drin, würden vor allem NordamerikanerInnen und EuropäerInnen ausgelöscht. Kann das das Ziel gerade der dort üblicherweise von "VerschwörungstheoretikerInnen" lokalisierten Chefetagen der Welt sein? Wie retten sich dann diese Verantwortlichen vor ihren eigenen Giften?
  • Auf der ChemTrails-Seite von Psiram und im "Chemtrail-Handbuch" von Jörg Lorenz sind etliche Belege und Widerlegungen zusammengestellt. Sie sind ebenso wenig die endgültige Wahrheit wie die Behauptungen, dass es ChemTrails gibt. Sie bieten aber sehr viele Quellen und Beispiele für Manipulationen und Erfindungen. Um sich ein Bild zu machen und selbst zu entscheiden, was Legende und was gut belegt ist, seien sie empfohlen - und selbstverständlich der Blick auf Seiten wie die der BI "Sauberer Himmel" auch.
  • Auf jeden Fall unsinnig sind die Märchen über heimliche Flüge. Denn wie bei Lokomotiven und anderen Verkehrsmitteln gibt es auch bei Flugzeugen eine ganze Horde von Menschen, die ständig den Himmel und die Flughäfen beobachten, um mit einem bizarren Zeiteinsatz und Präzision ständige Echtzeitkarten über alle Flüge zu erstellen. Ein unregistrierter oder geheimer Flug würde dort sofort auffallen (Beispiel einer solchen "privaten Flugüberwachung").

Interessant ist noch dreierlei. Zum einen wechseln die Ziele und Motive der angeblichen Chemtrails ständig. War es früher Bevölkerungskontrolle, sind jetzt viele auf den Zug der Klimadebatte aufgesprungen. Daniel Prinz hat noch eine weitere Idee:

Aus Daniel Prinz (2014), „Wenn das die Deutschen wüssten …“ (Amadeus-Verlag, S. 197)
Von oben herab werden wir mit Chemtrails vergiftet (aus Flugzeugen versprühte, mit Metallen und Chemikalien angereicherte Kondensstreifen, die sich nicht auflösen, sondern ausdehnen und den Himmel verdunkeln), um uns erstens geistig weiter zu benebeln und zweitens, um der milliardenschweren Pharmaindustrie neue dauernd kranke Kunden auf Lebenszeit zu liefern.

Ebenso wechseln die Verursacher. Gab es jahrelang Fotos von vermeintlichen Chemtrails durch normale Verkehrsflugzeuge, so behaupteten andere, es seien spezielle und geheime Flüge. Wieder andere sagten, dass es nur Militärflugzeuge sind. Auch hier gilt: Alle gleichzeitig können nicht Recht haben. Geht es nach dem Motto: Wenn die gesamte Geschichte erfunden ist, sind die Details auch beliebig wechselbar?

Im Original: Ein Blick zum Himmel
Aus dem Umweltschutz-von-unten-Newsletter 4.6.2015
Viele von Euch werden sicherlich schon die vielen Fotos mit den Kondensstreifen gesehen haben. Mitunter entsteht da am Himmel ein fast regelmäßiges Gitternetz. „Jetzt sprühen sie wieder …“, sagt dann vielleicht jemand in Deiner Nähe – oder Du sagst es selbst, weil Du die Sache auch glaubst. Sieht in der Tat frappierend aus wie absichtlich gemacht. Neulich gab es einen Tag mit solchem Gitternetz am Himmel direkt über der Projektwerkstatt. Da habe ich mir die Zeit genommen, mal zu beobachten, wie das entsteht. Das Ergebnis war erstaunlich simpel.
Ein Flugzeug fliegt über mich hinweg, ganz weit oben. Es hinterlässt den weißen Streifen und verschwindet in der Ferne. Irgendwann kommt das nächste und fliegt tatsächlich in einem gewissen Abstand zum letzten, inzwischen etwas unscharf (verwehten) Streifen des Flugzeuges davor. Aber halt: Fliegt es nicht doch auf der gleichen Route? Hat sich vielleicht der vorherige Kondensstreifen bewegt? Na klar: Da oben geht ein Wind. Der drückt den Streifen allmählich zur Seite. Da oftmals (um die Flugrouten auszuschöpfen) die Flugzeuge in mehr oder weniger ähnlichem Abstand fliegen, wird jedes Mal der Streifen um das etwas gleiche Stück verschoben, bis das nächste Flugzeug kommt. Ich achte jetzt darauf und kann das genau nachvollziehen. Ich sehe dann auch, dass je weiter seitlich ein Streifen ist, desto mehr verwaschener ist er – weil er vor längerer Zeit entstanden und inzwischen weit gewandert ist. Irgendwann kommt wieder ein scharfer Streifen: Die nächste Flugroute. Bei den kreuzenden Streifen sehe ich das gleiche – ein bisschen anders, weil der Wind sich da ja anders auswirkt. Eigentlich einfach – und ich hätte darauf schon selbst kommen können, dass die Gitternetze eigentlich logisch sind, wenn die Wetterlage dazu führt, dass die Streifen eine Weile bestehen bleiben. Es wäre eher überraschend, wenn es sie nicht gäbe …
Viele so einfache Erklärungen für das, was manche zu „Chemtrails“ erklären, enthält das Chemtrails-Handbuch – rundum empfehlenswert, wenn nicht der Macho Jörg Kachelmann ein sehr unqualifiziertes Vorwort geschrieben hätte. Der Rest entlarvt aber eine Fälschung nach der anderen bzw. erklärt das, was als unerklärlich definiert wird.


Lohnenswert ist zudem ein Blick auf die Strukturen und Personen hinter der Chemtrails-Story. Einiges deutet darauf hin, dass es dort vor allem um Macht und Geld geht.

Im Original: Hinter den Kulissen der Chemtrails(gemeinde)
Aus dem Kapitel „Verschwörungstheorien“ in: Jörg Lorenz (2013): „Das Chemtrailhandbuch“, jmp-Verlag in Hannover (S. 44)
Dass die Wortführer der Chemtrail Hypothesen alles tun, um Belege für ihre Behauptungen zu vermeiden, zeigte sich Ende März 2013 in einem weiteren Fall in der Facebook-Gruppe "Werner Altnickel". Dort unterbreitete ein Mitglied dieser Gruppe einen konkreten Vorschlag für ein gemeinsames Wetterballon Projekt, bei dem Proben vom Himmel entnommen und anschließend analysiert werden sollten. Er ging von Kosten von 1.000 € aus und schrieb, was er selbst konkret organisieren würde. So zeigte er auf, wie man durch verschiedene Analysen Abweichungen ausschließen könnte, er wandte sich bereits an die Deutsche Flugsicherung und erklärte sich bereit, selbst 200 € zu investieren und diese für den Kauf eines Ballons und für Helium einzusetzen. Das Projekt war also viel weiter als es jemals ein Projekt zum Erbringen von Belegen durch die Chemtrail Gläubigen war.
Statt aber dieses Projekt weiter durchzuführen war die Reaktion, dass dieses Mitglied der Gruppe daraufhin gesperrt wurde es war offenbar zu nahe an der Realität. Der Moderator, der das Mitglied sperrte, ist der Ansprechpartner der Bürgerinitiative "Sauberer Himmel" für die Region Schwerin, Ludwigslust, Wittenberge und Parchim.

Geld machen mit der Angst vor Chemtrails & Co.
Aus einer Einladung zum "AGNIHOTRA VORTRAG und Workshop am 16. März 2014"
Wir sind in der heutigen Zeit starken Umwelteinflüssen ausgesetzt,besonders auch durch die Chemtrailsprühungen. ...
„Heilung der Atmosphäre durch Agnihotra“
Veranstaltungsort: Rodkopshof ... Energieausgleich € 12.-


Die Sache mit den Verschwörungs-Trails ist gefährlich, weil sie andere Informationen in den Hintergrund drängt. Biopolitiken, auch Bevölkerungskontrolle, und Umweltvergiftung finden nämlich tatsächlich statt - nur anders:
  • Es gibt biopolitische Überlegungen und Bevölkerungskontrollprogramme, die sich vor allem gegen Menschen in Asien und Afrika richten. Sie werden aus den gleichen Kreisen entworfen, die die Spirale von Armut, Hunger und Abhängigkeit in Gang gebracht haben und am Laufen halten. Zudem sind sie geschickt verpackt, etwa als finanzielle Hilfen für Geburtenkontrolle, AIDS- oder Hungerhilfe. Das ist noch harmlos. Beimischungen in eigentlich für ganz andere Einsatzzwecke deklarierte Medikamente und notlindernde Nahrungsmittel können Fruchtbarkeitshemmstoffe enthalten. Sie wurden zumindest entwickelt, möglicherweise sind sie auch schon im Umlauf.
  • Zudem ist klar, dass in Flugzeugabgasen viele (klima-)schädliche bis giftige Stoffe enthalten sind. Fliegen hat deshalb negative Folgen. Das Problem sind aber nicht besondere Beimischungen, sondern der Normalbetrieb, also das Kerosin und die Flughäfen selbst.

Zu unterscheiden von den Theorien der Bevölkerungsvernichtung durch ChemTrails sind Aufklärung und Spekulationen über militärische oder Wettermanipulationen mittels chemischer Stoffe in der Atmosphäre. Fraglos ist das denkbar. Kapitalismus und Imperialismus neigen immer dazu, technische Möglichkeiten zur Steigerung von Macht und Profit auch anzuwenden, wenn sie einmal erfunden sind. Wie weit solche Techniken inzwischen entwickelt oder auch schon angewendet wurden, ist allerdings wenig bekannt. Einige Einsatzbereiche werden aber auch offiziell gar nicht bestritten, z.B. Hagelabwehr oder Schönwettererzeugung bei Großereignissen.
  • Die wichtigste Internetseite der Chemtrails-Gläubigen in Deutschland
  • Über Dominik Storr, einer der wichtigsten ProtagonistInnen der Chemtrails (und anderer Geschichten)
  • Kritische Seiten mit spannenden Informationen z.B. über platte Fälschungen von Fotos der Chemtrail-Gläubigen - siehe z.B. rechts ein als vermeintliches Chemtrail-Sprühflugzeug gezeigter Flugzeuginnenraum. Das Original hat keine Beschriftungen, das in Chemtrailkreisen verbreitete (oberer Teil) dann schon ...
  • Gespräch über den Unsinn des Chemtrailsglaubens mit Jörg Bergstedt und MrMarxismo

Das Chemtrails-Handbuch
Leider gilt auch bei den Chemtrails: Die Kritik an den vereinfachten Welterklärungen ist oft ebenfalls derbe vereinfacht oder pauschal. Sätze wie "Verschwörungstheoretiker, die dieses Märchen verbreiten, kommen entweder aus der esoterischen, spirituellen oder rechten Szene" oder "oftmals steckt einfach nur ein krankhaftes Geltungsbedürfnis dahinter, andere Menschen zu "missionieren" oder diese Theorien als Propagandamittel für (meist rechte) politische Zwecke/Einstellungen zu benutzen" (Quelle) sind so unpräzise wie diffamierend.

Rezension
Jörg Lorenz: Das Chemtrailhandbuch
(2013, jmb in Hannover, 378 S., 19,90 €)
Wer Veranstaltungen über die vermeintlich absichtliche Vergiftung der Luft (als Gründe werden wechselnde Ziele von Wettermanipulation bis Bevölkerungsverringerung benannt) besucht, wird wissen, dass solche Mutmaßungen über böse Geschehnisse hohe Zugkraft besitzen. Somit war ein Buch, was solche Behauptungen untersucht überfällig. Das nun Vorliegende wirkt zwar stilistisch schnell zusammengeschrieben, bietet aber eine Fülle technischer Hinweise, warum die Chemtrail-Theorien unwahrscheinlich oder sogar bewusst erfunden und durch Fälschungen untermauert sind. Wer über Flugzeugtechnik, -beobachtungen, einfache Lufttests usw. informiert werden will, ist hier richtig. Dumm nur: Die Kritik an den vereinfachten Welterklärungen ist oft genauso derbe vereinfachend oder pauschal wie das Kritisierte. Dass ein Mackertyp ohne Fachhintergrund wie Jörg Kachelmann das Vorwort schreibt, mag die Auflage steigern, aber die Seriösität senken. Das genau wirft Jörg Lorenz doch ansonsten den „Chemtrail-Gläubigen“ (wie er sie nennt) vor. Sätze wie "Verschwörungstheoretiker, die dieses Märchen verbreiten, kommen entweder aus der esoterischen, spirituellen oder rechten Szene" sind so unpräzise wie diffamierend.

Offenbar sind sich vereinfachte WelterklärerInnen und ihrere KritikerInnen auch im Umgang mit Kritik recht ähnlich. Denn der Verlag reagierte sehr erbost auf diese Rezension:

... offensichtlich hat die schreibende Person hier mehrere Dinge miteinander verknüpft, und ein Fazit gezogen, welches mit dem Buch nicht das geringste zu tun hat: Der Abschnitt
Sätze wie "Verschwörungstheoretiker, die dieses Märchen verbreiten, kommen entweder aus der esoterischen, spirituellen oder rechten Szene" sind nur diffamierend
bezieht sich in keinster Weise auf das Buch, denn der Satz kommt darin nicht vor. Viel mehr ist es ein Satz, den der Rezensent offensichtlich von chemtrails-maerchen.blogspot.de/2008/08/fazit-und-abschluss.html rauskopiert hat. So entsteht ein falscher Eindruck, nämlich, dass in dem Buch irgendwelche Personen diffamiert werden. Dies ist nicht der Fall. Wir bitten um Richtigstellung in der nächsten Ausgabe.
Bitte haben Sie Verständnis, dass wir bei solch unsauberen Rezensionen und darüber hinaus sogar noch die Verlinkung auf Chemtrail-Anhänger-Seiten wie Renaturieren, die das Buch in den Dreck ziehen, weil sie ihre Geschäftsgrundlage (nämlich den verlinkten Orgonit-Shop auf der Seite...) in Gefahr sehen, keinerlei weitere Titel zur Verfügung stellen können.
Mit freundlichen Grüßen Jens Bolm, JMB Verlag


Gerne bestätigen wir, dass im Chemtrailshandbuch nur "Sätze wie" der Genannte vorkommen. Genau das ist aber auch ja nur behauptet worden. Die Originalzitate aus dem Buch hätten in der Tat fast identisch gelautet. Kachelmann bezeichnet die Chemtrailsgläubigen auf Seite 3 als "Neonazis und Verrückte" und fügt dann an: "Es ist alles Blödsinn. Es gab und gibt keine Chemtrails. Furchtbare Leute wollen uns in ihre rechtsextreme Gedankenwelt hineinziehen, uns verrückt machen ..." Ziemlich genau der gleiche Inhalt also.
Die vom Verlag erhoffte Unterwerfungsgeste blieb also aus. So machte er einen ganzen Absatz mit Hetze gegen die Projektwerkstatt. Darin heißt es:

Die Formulierung "Mackertyp" ist polemisch und unsachlich, mit dem Thema hat es nichts zu tun. Aber "ohne Fachhintergrund"? Sorry, aber der Herr ist Meteorologe und dürfte sich schon etwas mit dem Wetter auskennen.

Eine Quelle für die Behauptung, Kachelmann sei Meteorologe, bietet der Veralg nicht an. Wikipedia sieht das anders:

Als Kind wollte er nach eigenen Angaben Meteorologe werden und betrieb Wetterbeobachtungen und -aufzeichnungen als Hobby. Bereits während der Schul- und Semesterferien arbeitete er für verschiedene Wetterdienste. Er studierte an der Universität Zürich Geographie, Mathematik und Physik sowie im ersten Nebenfach Meteorologie, brach das Studium jedoch 1983 ab und absolvierte ein Volontariat bei der Boulevardzeitung Sonntagsblick.

Stattdessen tritt Kachelmann als www.insm.com/2009/12/13/315/" target="_blank">Werbefigur für die neoliberale NGO INSM auf und ist auch sonst für viel Blödsinn zu haben.


Jörg Bergstedt zum Thema Chemtrails (Workshop in der Projektwerkstatt, Dez. 2016)

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