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DISKURSIVE HERRSCHAFT: WIE SICH TRADITIONEN, NORMEN UND WAHRHEITEN EINBRENNEN

Diskurs, Kategorien, Erwartungen, Standards: Die Herrschaft im Kopf


1. Diskurs, Kategorien, Erwartungen, Standards: Die Herrschaft im Kopf
2. Diskurssteuerung
3. Beispiele für Diskurse und ihre Steuerung
4. Rollen und Zurichtung
5. Aufklärung: Demaskieren als Ziel
6. Links und Lesestoff

Der folgende Text ist Teil der Gesamtabhandlung "Freie Menschen in Freien Vereinbarungen" ... zum Anfang und zur Gliederung

Aus Helmut Willke, "Zur Relevanz der Systemtheorie von Niklas Luhmann", in: agora42 2/2016 (S. 11)
Kommunikation, und nicht etwa Handlung, ist für Luhmann die elementare soziale Operation, und aus der einfachen sprachbasierten Kommunikation bauen sich die komplexesten sozialen Systeme auf. ...
Am Anfang, und zunächst, besteht also ein enger Zusammenhang zwischen Personen und Organisation, und es sind immer und notwendig Personen, welche Organisationen auf den Weg bringen. Aber bald trennen sich die Wege. Die Organisation wird eigenständig und eigensinnig, ganz so, wie Kinder sich irgendwann (hoffentlich) selbstständig und relativ unabhängig vom Elternsystem machen. Am einfachsten lässt sich diese Eigenständigkeit der Organisation anhand der jeweiligen ,,Organisationskultur" zeigen. Organisationskultur entsteht aus Myriaden von Kommunikationen, die sich allmählich zu einem Gerüst verfestigen, in das sich die Personen durch Rekrutierung einfügen.


Der allmächtige Markt und die institutionelle Herrschaft (vor allem der Staat und von ihm legitimierte Institutionen) sind direkt sicht- und spürbar. Doch damit sind die vielen Beherrschungen, denen Menschen ausgesetzt sind, bei weitem nicht vollständig erfasst. Allerdings sind alle weiteren Formen schwieriger erkennbar, weil unterschwelliger. Sie verkleiden sich als scheinbar eigene Meinung oder sind gar nicht spürbar. Eine dieser verschleierten Beherrschungsformen ist die Steuerung des Denkens, Wertens und der eigenen Identität durch Diskurse, Deutungen und Erwartungshaltungen.

Durch gesellschaftliche Zurichtung (Erziehung, Erwartungshaltungen, Anschauung gesellschaftlicher Praxis als “Normalität”), Sprache, gerichtete Kommunikation und die Propagierung und Durchsetzung statt Vereinbarung von Standards (technische Normen, “das machen alle so” oder “so ist das nun mal”, Verhaltenskodex usw.) entstehen Fremdbestimmung und unterschiedliches Wertigkeitsempfinden zwischen Menschen. Alle werden in ihrem Leben für eine bestimmte soziale "Rolle" beeinflusst, d.h. "konstruiert": Frauen gegenüber Männern, Jugendliche gegenüber Erwachsenen, Menschen ohne Abschluss gegenüber solchen mit akademischem Grad, Arme gegenüber Reichen, ArbeitnehmerInnen gegenüber ArbeitgeberInnen oder Selbständigen, sog. Behinderte gegenüber "Gesunden", Nichtdeutsche gegenüber Deutschen (und jeweils umgekehrt). Diese und viele Unterschiede bestünden auch dann, wenn Menschen frei aller sonstigen Herrschaftsverhältnisse wären. Das ist nicht Schuld der Menschen oder ihrer Zusammenschlüsse, aber nichtsdestotrotz der Fall. Es ist auch nicht einheitlich, denn die oben genannten Personenkreise sind keine einheitlichen Gruppen - aber in der Tendenz sind sie gesellschaftlich "konstruiert", d.h. ihnen wird über Jahre und Jahrzehnte eine gesellschaftliche Rolle, Erwartungshaltung und ein Selbstwertgefühl vermittelt. Innerhalb dessen leben sie "funktional" in den realen Gesellschaftsverhältnissen, d.h. sie empfinden ihre Position als richtig für sich selbst, nehmen sie deshalb nicht mehr als konstruiert wahr und wehren sich nicht gegen diese. Das Konstrukt ist zur „Matrix“ ihres Lebens geworden, ohne dass ihnen das bewusst ist oder die eigene Rolle bewusst gewählt wurde.

Im Original: Was ist ein Diskurs?
Quelle: Wikipedia
Grob vereinfacht meint Foucault mit Diskurs das in der Sprache aufscheinende Verständnis von Wirklichkeit einer jeweiligen Epoche. Die Regeln des Diskurses definieren für einen bestimmten Zusammenhang, oder ein bestimmtes Wissensgebiet, was sagbar ist, was gesagt werden soll, was nicht gesagt werden darf, und von wem es wann in welcher Form gesagt werden darf (z.B. nur in Form einer wissenschaftlichen Aussage).

Aus Foucault, Michel (1991): "Die Ordnung des Diskurses"
Der Diskurs - dies lehrt uns immer wieder die Geschichte - ist auch nicht bloß das, was die Kämpfe oder die Systeme der Beherrschung in Sprache übersetzt: er ist dasjenige, worum und womit man kämpft; er ist die Macht, derer man sich zu bemächtigen sucht. ... (S. 11)
Dieser Wille zur Wahrheit stützt sich, ebenso wie die übrigen Ausschließungssysteme, auf eine institutionelle Basis: er wird zugleich verstärkt und ständig erneuert von einem ganzen Geflecht von Praktiken wie vor allem natürlich der Pädagogik, dem System der Bücher, der Verlage und der Bibliotheken, den gelehrten Gesellschaften einstmals und den Laboratorien heute. Gründlicher noch abgesichert wird er zweifellos durch die Art und Weise in der das Wissen in einer Gesellschaft eingesetzt wird. Es sei hier nur symbolisch an das alte griechische Prinzip erinnert: dass die Arithmetik in den demokratischen Städten betrieben werden kann, da in ihre Gleichheitsbeziehungen belehrt werden; dass aber die Geometrie nur in den Oligarchien unterrichtet werden darf, da sie die Proportionen der Ungleichheit aufzeigt.
(S. 15 f.)

Aus Christoph Spehr, 1999: "Die Aliens sind unter uns", Siedler Verlag München (S. 43+51f)
Das Individuum kann auch sich selbst nicht ohne weiteres trauen. Es wird nicht nur getäuscht (wovon die Demokraten ausgehen); es ist nicht nur Träger falschen Bewußtseins als Spiegelung falscher gesellschaftlicher Verhältnisse (wovon die Marxisten ausgehen). Es hat selbst teil an allen starken wie dunklen Kräften der Geschichte, kollektiven wie unbewußten Prozessen; es produziert sie selbst, und es ist mit seiner Aufgabe, all dies zu intergrieren, häufig überlastet. ...
Man kann den Kapitalismus nicht verstehen, wenn man nur die Industrieländer analysiert. In ähnlicher Weise kann man das Patriarchat nicht verstehen, wenn man nur die Männer und ihre Interessen analysiert. Und man kann die Aliens nicht verstehen, wenn man nicht auch uns analysiert.
Alle Herrschaftsbeziehungen sind fatale Symbiosen. Ihre Auflösung erfordert auch von den Beherrschten, sich zu verändern. ...
Herrschaft ist, wie Foucault herausgearbeitet hat, nicht einfach Unterdrückung. Sie ist schöpferisch. Sie ordnet die Verhältnisse, sie bringt Beziehungen und Identitäten hervor, sie ist kreativ. ... Wir sind keine Steine; wir können nicht ohne irgendeine soziale Form, ohne irgendeine psychische Verfassung, ohne irgendein gesellschaftliches Verhältnis existieren. Herrschaft realisiert eine Möglichkeit von uns; und solange wir keine andere finden, können wir nur dienen oder untergehen.

Aus Wilk, M, 1999: "Macht, Herrschaft, Emanzipation". Trotzdem Verlag Grafenau
Im Unterschied zur leicht zu identifizierenden "alten" pyramidal zentralistischen Herrschaftsstruktur, "haben wir es bei der "modernen Form staatlicher Herrschaft" mit einem System von Machtzirkulation zu tun, die sich der Wahrnehmung eher entzieht, indem sie Konfrontation meidet und nicht auf-, sondern durch die Menschen hindurchwirkt. Auch "durch uns" wirkt ein Staatssystem, das den gesamten sozialen Körper mit einem Funktionsgeflecht der Macht zu durchziehen sucht, das die Menschen integrativ okkupiert, Identifizierungsebenen schafft und den gesellschaftlichen Mainstream als Autoregulativ nutzt, und sich so Zugang geschaffen hat zu den Prägungsebenen von Werten und Glücksgefühlen“. ... (S. 22)
"Unser" Herrschaftssystem hat sich gewandelt, Instanzen "harter" Überwachung, wurden aufgegeben, wenn Mechanismen gegenseitiger Kontrolle die gleiche (oder bessere) gesellschaftliche Stabilität garantierten. Staatliche Herrschaft hat sich somit verfeinert, und bedient sich zur Aufrechterhaltung seiner Struktur weniger der Maßnahme der Unterdrückung, als vielmehr der Förderung der Akzeptanz und des freiwilligen Gehorsams.
Autoregulation und Selbstkontrolle, als disziplinierende Mechanismen, sind jedoch nur möglich, wenn das System bereit ist, seine BürgerInnen mit einem gewissen Maß von Fähigkeiten, Rechten und Kompetenzen auszustatten. Diese Befähigung ist ein Machtfaktor, der solange nicht stört, solange er systemerhaltend wirkt. Dies ist wesentlich von den Ein- und Anbindungsmechanismen des Staates abhängig. Versagen diese Mechanismen kann es zu Situationen kommen, in denen sich die Kompetenz und Befähigung antiautoritär und antistaatlich auswirken. ... (S. 23)
Für den/die Unterdrückte innerhalb der klassischen Hierarchie ist der eigene Standpunkt spürbarer, und es stellt sich, wenn überhaupt, sehr schnell das Problem der Möglichkeit zum und zur Wahl der Mittel des Widerstands. Unter den integrierenden Bedingungen des modernen Staats steht an erster Stelle das Problem der Entwicklung eines Gespürs für den schwer wahrnehmbaren „privilegierten Freiheitsverlust". Dieser unterdrückt nicht mittels Gewalt, sondern er bietet an: Die Teilnahme am Konsens, die Möglichkeit sozialen Aufstiegs und sozialer Sicherheit. Die Anpassung ins Regelwerk und die Übernahme der Herrschaftskonzeption erfolgt auf dieser Grundlage freiwillig und automatisch. ... (S. 24)
Die Systeme flächiger Herrschaftstruktur. die weniger hierarchisch auf, sondern durch den Menschen hindurch wirken. entmündigen durch Integration und durch einbindende "Teilkompetenz". (S. 47)


Der Diskurs formt das, was als normal betrachtet wird. Er trennt in Innen und Außen, dazugehörend und das Andere, Fremde oder sogar Bedrohliche. Er ist die Ordnung im Denken. Das macht ihn so wirkmächtig. Er kommt als harmlos wirkende Meinung herüber, die ja scheinbar alle oder zumindest viele Menschen rundherum auch haben. Der Diskurs ist das Selbstverständliche im Denken, er bedarf keines Einsatzes direkter Machtmittel. Wenn das Denken einer fremdbestimmten Ordnung unterworfen wird, können die offensichtlichen Waffen der Ordnung ruhen. Kein Mensch muss unterworfen werden, um das zu denken und so zu handeln, wie der Diskurs steht.

Im Original: Konstruktion von Norm und Ordnung
Aus Kappler, Marc (2006): "Emanzipation durch Partizipation?", Marburg (S. 36)
Ordnungsdenkern wie Luhmann geht es um den Erhalt des Systems und seiner Ordnung, wogegen es den hier angeführten TheoretikerInnen um die Kritik und Infragestellung der herrschenden Ordnung geht. Wenn nun in gesellschaftstheoretischen Diskursen Stabilität Trumpf ist, wie es Wolf-Dieter Narr betitelt, ist die Frage zu stellen: "Welche Stabilität für wen eigentlich?" Eine Kritik, die wirkliche Kritik sein will, muss somit über den Tellerrand der gesellschaftlichen Norm hinaus blicken und Interessen nachspüren. Gebi Mair fügt der Kritik-Affirmations-Linie Wolf-Dieter Narrs eine Emanzipation-Integrations-Linie bzw. eine Emanzipation-Lifestyle-Linie hinzu. Damit benennt er eine Unterscheidung verschiedener Politikkonzepte politischer Bewegungen. Anhand der Lesben- und Schwulenbewegung zeigt er auf, dass eine Integration in die bürgerliche Gesellschaft zum einen über Diskurse des Rechts und zum anderen über Konsum stattfindet. Bürgerrechtsbewegungen gehe es nicht um Emanzipation, sondern um Anerkennung nach dem Motto: "Staatlich geprüft und für normal befunden."
Die gängige Praxis einer solchen Politik ist die Orientierung am Mainstream, was nicht emanzipatorisch sei. „Emanzipatorische Politik hingegen zielt auf die Veränderung eben dieses Mainstreams“. Narr zufolge laufe ein harmonistisches Verständnis der bundesrepublikanischen Wirklichkeit einer Kritik der Norm entgegen und bedeute Affirmation. Durch eine solche Harmonie bleibe Emanzipation trotz zeitweiligen Richtwertcharakters folgenlos.


Aus Christoph Spehr, 1999: "Die Aliens sind unter uns", Siedler Verlag München (S. 154+228+257)
Welche Lösungen sich für ein Problem durchsetzen, hängt wesentlich davon ab, was überhaupt als Problem gesehen und wie es interpretiert wird; genau das macht einen Diskurs aus. "Entwicklung" ist zum Beispiel ein Diskurs, der auf den Sachverhalt ungleicher Lebenschancen in der Welt antwortet und das Problem in einer bestimmten Weise definiert, nämlich als ungenügende Entwicklung. Erfolgreiche Diskurse kann man nicht rein repressiv durchsetzuen, sie müssen auch Anknüpfungen für die Erfahrungen und Interessen der Beherrschten und der KritikerInnen bieten. Dafür bietet die repressive Toleranz ideale Voraussetzungen. Öffentliche Kritik ist zulässig und ermöglicht es, potentielle Rohrkrepierer schnell vom Markt zu nehmen; die ungleiche Verteilung der Ressourcen gerantiert wiederum, dass die Ausgestaltung des Diskurses in eine Richtung geht, die den herrschenden Interessen entgegenkommt. ...
Es gibt keinen Ort außerhalb der sozialen Konstruktion der Wirklichkeit. Welche Geschichte erzählt wird, hat mit Macht zu tun. Die Macht legt fest, was wahr ist. Sie bestimmt nicht nur die Lösungen, sie formuliert auch die Fragen und definiert die Probleme.
Deshalb besagt die Abwesenheit sichtbarer Gewalt nicht, dass die Zustände herrschaftsfrei wären. Jene furchtbaren Familien, in denen die Kinder der Autorität der Eltern folgen, "ohne dass man sie je hätte zwingen müssen", sind typische Beispiele. ...
Die Diskurse sind keine reine Theorie. Sie sind eine Praxis. Sie leiten heute das Handeln internationaler Institutionen und nationaler Regierungen. Eine Menge Geld fließt in einsprechende Programme der Umsetzung und der Öffentlichkeitsarbeit. Der intellektuelle Anspruch ist dabei bemerkenswert gering. Man strengt sich nicht besonders an, den neuen Diskursen mehr als Stammtischniveau zu verschaffen. Das ist auch nicht nötig. Die Post-Entwicklungs-Diskurse siegen durch Masse: durch die Anzahl ihrer Flugblätter und Publikationen; durch die Beharrlichkeit, mit der ihre Fragestellungen zur besten Sendezeit wiederholt werden; durch das Geld, mit dem sie sozialen Bewegungen das Angebot zum Mitmachen versüßen.

Aus Goldhagen, Daniel J. (1996): "Hitlers willige Vollstrecker" (S. 85)
Man muss sich das kognitive, kulturelle und teils sogar das politische Leben einer Gesellschaft wie ein "Gespräch" vorstellen.
Alles was wir über die gesellschaftliche Wirklichkeit wissen, ist dem Strom dieser ununterbrochenen "Gespräche" entnommen, die diese Realität konstituieren. Wie könnte es auch anders sein, da Menschen niemals auf eine andere Weise etwas hören oder erfahren? Mit Ausnahme weniger, außergewöhnlich origineller Leute sehen die einzelnen die Welt auf eine Art, die mit dem "Gespräch" ihrer Gesellschaft im Einklang steht.

Aus Hardt, M./Negri, A, 2002: Empire. Campus Verlag Frankfurt (S. 102)
Die Moderne setzte an die Stelle der traditionellen Transzendenz der Befehlsgewalt die Transzendenz der Ordnungsfunktion.


Ein enger Zusammenhang besteht zwischen Wahrheit, Normalität und Diskurs. Denn die Einteilung von wahr und falsch ist eine Ordnungsfunktion des Denkens. Was als wahr empfunden wird, unterliegt aber der diskursiven Beeinflussung. Die Wirkung ist enorm: Die Überzeugungskraft, wenn etwas als wahr gilt, ist ungleich höher als die eines Polizeiknüppels.

Diskurse müssen nicht gezielt wertender Natur sein. Es gibt viele Vorstellungen von der Welt, die als Allgemeingut das Denken und das gesellschaftliche Wesen prägen, ohne dass jemand benennen könnte, auf was sie beruhen außer ihrer ständigen Verwendung und damit Akzeptanz als gegebene Tatsache, quasi einer sozial geformten Natur. Geschlechter und Rassen waren das über lange Zeit, bis sie in neuerer Zeit als Kategorien allmählich in Frage gestellt werden.
In der modernen Physik wird schon länger darüber nachgedacht, ob die Zeit eine Illusion ist. Sie wäre eine wirkungsvolle, weil nicht nur überall vorhandene, sondern für das gesamte Denken der Menschen prägende, weil der Mensch Erlebnisse und Erwartungen in der Regel auf einer gedachten Zeitleiste einordnet. So erhält die Zeit eine zentrale Stellung in der Wahrnehmung von Welt, die sich im Kopf bildet.


Den Diskurs messen
Der Kapitalismus hat interessante Diskursmeß"geräte" hervorgebracht. Denn im Internet werden ständig die Verhaltensweisen der Nutzer_innen von Maschinen analysiert, um dann gezielt Werbung schalten zu können. Ganz nebenbei gibt diese Analyse gute Auskunft über die Denkkulturen des mainstreams. Zum Beispiel Google: Ein oder zwei Wörter eingeben - und Google ergänzt diese so, wie sehr viele dann weitertippen. Das zeigt, in welche Richtung die meisten ticken. Manche Begriffe sind gesperrt (z.B. "Juden"). Die Ergebnisse waren wohl zu übel. Der Spiegel berichtete in "Aus Sexismus programmiert" (Nr. 34/2016, S. 102) nicht nur darüber, sondern auch über einen Versuch von Microsoft:

Der Konzern brachte den Chatbot Tay heraus, die Simulation eines Teenagers, de von Tiwtter-Nutzern lernen sollte. Tays Problem: Sie plapperte alles nach, was ihr die Netztrolle vervierten. Nach 16 Stunden schaltete Microsoft Tay ab. Da hatte Tay bereits auf die Frage "Gab es den Holocaust?" geantwortet: "Er war erfunden (Emoji: klatschende Hänge." Den US-Präsidenten Barack Obama hatte sie "Affe" genannt."

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