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IFZ, FRIEDT, KOGEL: HINTER DEM KULISSEN DER UNI-GENFORSCHUNG IN GIEßEN

Die Versuchsfelder und -aktivitäten am und um das IFZ


1. Einleitung
2. IFZ - HighTech für Profite unter der Flagge der Umweltsicherung
3. Kogels Einstellung zur Gentechnik
4. Weitere Personen in um die Gentechnikforschung
5. Die Versuchsfelder und -aktivitäten am und um das IFZ
6. IFZ: Labore, Netzwerke und Geldgräber
7. Die Konsequenz: Versuch stoppen, da Versuchsleiter unseriös ist!
8. Links zum Gengersten-Versuch

Wer betreibt den Gengerstenversuch?

Aus dem Giessener Anzeiger vom 25.04.2006
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt "zur biologischen Sicherheit gentechnisch veränderten Getreides" (Biosafety), das rein universitären Charakter habe und nicht von der Wirtschaft unterstützt werde, wird ebenfalls im Rahmen des Biosicherheitsprogramms der Bundesregierung "Biologische Sicherheit gentechnisch veränderter Pflanzen" gefördert. Neben dem Institut für Phytopathologie und angewandter Zoologie der Universität Gießen, ist an diesem Projekt der Lehrstuhl für Biochemie an der Universität Erlangen-Nürnberg beteiligt.

Die Wahrheit ist anders. Die Sache mit der Biosicherheitsforschung war vorgeschoben, um Akzeptanz und Fördermittel zu ergaunern. Tatsächlich kündigte Kogel 2004 "Freilandversuche" zur Methoden- und Produktentwicklung an, und zwar "in Kooperation mit nationalen Saatgutfirmen" an.

Gen-Gerste-Versuchsfeld im Jahr 2006, 2007 und 2009

Beschwerden über den Gengersteversuch
  • Beschwerde beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
  • Beschwerde bei der Überwachungsstelle (RP Gießen, Umweltamt Marburg)

Genmaisanbau 2007 und 2008
In Gießen am Oberen Hardthof 2007 (Versuchsstation Weilburger Grenze)

In Groß Gerau auf dem Versuchsgut der Uni Gießen 2007 und (geplant) 2008

Für 2008 auch in Rauischholzhausen geplant

Raps-Versuche seit 2001

Noch älter ...
  • Polemik gegen Friedts Genversuche im Jahr 1997
  • Siehe auch die Extra-Seite zur Geschichte ...

... und noch mehr!
  • DFG-Forschungsprojekts 666: "Zur Krankheitsanfälligkeit von Kulturpflanzen". Mehr auf der Uni-Seite selbst ...
  • Welch Geistes Kind die Uni-"Wissenschaftler" da sind, zeigt die Gehirnwäscheveranstaltung für jobsuchende Studies: Nur die Hardcore-TechnokratInnen der großen Firmen kommen hier zu Wort. Das ist die Welt der Friedts, Kogels & Co. (Ankündigungsflyer der Uni als PDF)

Versuche der Uni Gießen
Aus der Liste der vom Bund geförderten Gentechnikprojekte: Download als Antwort auf Grünen-Anfrage ++ Download vom BMBF-Server (PDF):



Eintragung zum bekannten Gengerste-Versuch (oben), dann Weizen (unten)!

Feldbefreiung am 21. April 2008: Der Weizenversuch ist gestopp!


Im gleichen Forschungsförderungsplan stehen auch konventionelle Züchtungsversuche der Uni zu Wein und Raps:



Lügen da alle?
Kogel
Wollte sich zunächst als kritischer Wissenschaftler inszenieren (mit Erfolg - Medien, Parteien ... fielen zunächst auf ihn rein). Seine Gengerste wollte er auf ihre Umweltauswirkungen untersuchen, Versuche mit Mais und Raps fand er falsch. Doch ein Jahr und ein hohes Amt (Uni-Vizepräsident) später war alles anders. Dafür bekommt Kogel einen besonderen Preis: Eine Extra-Seite über seine Lügen, Projekte und Aussagen.

Lauterbach
Im Zusammenhang mit der Kritik am Gen-Gerste-Feld behauptete Uni-Pressesprecherin Lauterbach, dass sie gegen Gentechnik sei - und deshalb für den Genversuch mit Gerste. Am 13.6.2006 dann veröffentlichte sie diese Presseinfo zur knallharten Gentechnik-Forschung des Instituts von Prof. Friedt an der Uni. Wes (Gentec-)Brot ich ess, des Lied ich sing ...


Propagandaschau der Uni Gießen am 17.2.2008 in Rauischholzhausen: Lauterbach (links) und Friedt einträchtig für Gen-Mais


Hormuth
Uni-Präsident Hormuth leugnet im Gießener Anzeiger vom 16.6.2006 die Genversuche von Prof. Friedt sogar noch nach der Presseinformation. Auszug: "Die JLU erforsche Umweltsicherheit und Biosicherheit mit den verschiedensten Methoden. Weitere Projekte mit gentechnisch veränderten Pflanzen seien ihm derzeit nicht bekannt, so Hormuth." (Hormuth ist 2010 verstorben)

Friedt
Über jeden Zweifel erhaben: Er war immer für Gentechnik und ist es heute noch. Platt, alle Kritiken ignorierend. Feuer und Flamme für diese Technologie. Leitet die Maisversuche der Uni und den Lehrstuhl für Pflanzenzüchtung.
Am 29.4.2008, nachdem auch sein letztes Feld (in Groß Gerau) durch eine Feldbesetzung verloren ging, leistete er sich einen bösen Schnitzer. Im Interview des RTL formulierter er trocken: "Hessen ist glaub ich nicht gentechnikfrei", und fügte dann an: "Es gibt einzelne Landwirte meines Wissens, die solchen Mais anbauen, so dass man in keinem Fall sagen kann, das's gentechnikfrei". So simpel die Aussage klingt - sie beinhaltet einen Hammer, denn alle Genfelder müssen angemeldet werden und für Hessen ist keines mehr angemeldet außer den durch Proteste verhinderten Versuchsfeldern (die ja auch nicht von Landwirten angelegt werden sollten). Gibt es illegale Genfelder in Hessen? Und ist ein wichtiger Uni-Professor Mitwisser von Straftaten??? Die Besetzung könnte noch einige weitere Folgen haben ... die Grüne Landtagsfraktion griff den Vorgang auf, ließ sich aber schnell wieder beruhigen.

Im Original: Friedts böser Schnitzer
Aus einem Brief der Grünen-Landtagsabgeordneten Ursula Hammann an Umweltminister Dietzel (5.5.2008)
Sehr geehrter Herr Minister Dieztel,
anlässlich der Äußerungen von Prof. Friedt, Uni Giessen, im Fernsehsender RTL Hessen am 29. April 2008 (www.rtl-hessen.de) zum Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf hessischen Feldern, möchten wir Sie dringend um Aufklärung bitten.
Prof. Friedt hat im Fernsehen während eines Interviews geäußert, dass Hessens Felder in 2008 nicht frei von Gentechnik seien, da hiesige Landwirte GVO-Mais anbauen würden. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, wäre das ein klarer Verstoß gegen das geltende Gentechnikgesetz, der strafrechtlich geahndet werden muss. Der Anbau und die Freisetzung von GVO-Pflanzen müssen rechtzeitig im Standortregister angemeldet werden. Für 2008 sind außer den jetzt von der Uni Giessen zurückgezogenen Flächen keine weiteren Standorte in Hessen gemeldet. Von daher gehen wir GRÜNE weiterhin davon aus, dass Hessens Felder in 2008 frei von Gentechnik sind.
Ich möchte Sie dennoch dringend bitten die Aussagen von Prof. Friedt zu überprüfen und zu klären, ob, wo und von wem gegebenenfalls GVO-Pflanzen illegal angebaut und damit Verstöße gegen das Gentechnikgesetz vorgenommen wurden.
Bitte unterrichten Sie mich umgehend über die Ergebnisse Ihrer Recherchen und die getroffenen Konsequenzen.


Strafanzeige gegen Friedt wegen der Aussage (Presseinformation am 17.5.2008)
Gibt es illegale Gentechnikfelder?
Feldbesetzer aus Hessen kritisieren mangelnde Aufklärung – Strafanzeige erstattet

Als Ende April auch das letzte angemeldete Genversuchsfeld in Hessen durch eine Feldbesetzung gestoppt wurde, verlor einer der Versuchsleiter die Beherrschung. Am 29.4. behauptete der Gießener Universitätsprofessor Friedt, dass es „seines Wissens“ nach Landwirte gibt, „die solchen Mais anbauen“. Gemeint war der gentechnisch manipulierte MON810-Mais. Der Satz erregte Aufsehen, denn solche Felder wären (da nicht angemeldet) illegal. Doch aufgeklärt wurde der Fall nicht. Darum haben Feldbesetzer jetzt Anzeige erstattet – gegen unbekannte Genmais-Landwirte oder gegen den Prof. Friedt. Hätte der nämlich gelogen, könnte das die Vortäuschung einer Straftat sein. Nun liegt die Angelegenheit bei der Gießener Staatsanwaltschaft.
Hintergrund der Auseinandersetzung war die Besetzung des Genmais-Versuchsfeldes der Universität Gießen in Groß Gerau. Es war zu diesem Zeitpunkt bereits das letzte verbliebene Areal in Hessen, auf dem noch legal gentechnisch veränderte Pflanzen hätten angebaut werden können. Drei andere Flächen waren durch BürgerInnenproteste und eine Feldbesetzung bereits ausgefallen. Nun musste sich die Uni auch aus Groß Gerau zurückziehen, denn die FeldbesetzerInnen wurden schnell durch viele Menschen, Gruppen und auch Parteien aus der Region unterstützt. In dieser Situation gab der zuständige und offensichtlich enttäuschte Prof. Friedt dem RTL-Fernsehen ein Interview, in dem er wörtlich sagte: "Hessen ist glaub ich nicht gentechnikfrei". Dann fügte er an: "Es gibt einzelne Landwirte meines Wissens, die solchen Mais anbauen, so dass man in keinem Fall sagen kann, das's gentechnikfrei".
Der Satz beinhaltete einen Skandal – oder war reine Erfindung. Doch die Reaktion fiel äußerst träge aus. Außer einer Anfrage der Grünen Landtagsfraktion an den Umweltminister geschah nichts. Dieser wiederum fragte den Täter. Das ist den FeldbesetzerInnen zu wenig: „Es besteht der Verdacht, dass illegal Gentechnik auf Feldern ausgebracht wurde. Offenbar haben hier viele Angst, dass das auch herauskommt – oder dass bekannt wird, dass Gießener Professoren lügen“. Inzwischen haben sie Strafanzeige gestellt, denn der Verdacht von Straftaten bestünde unabhängig davon, ob Friedts Aussage auf Fakten basiert: „Wenn sie stimmt, so hat Prof. Friedt Wissen über Gefahren, die zudem Ordnungswidrigkeiten oder eventuell sogar Straftaten sind. Dem wäre sofort nachzugehen. Wenn sie nicht stimmt, so hat sich Prof. Friedt der Vortäuschung von Straftaten verdächtig gemacht“, steht in der Strafanzeige, die am Samstag der Staatsanwaltschaft zuging. Hoffnung auf Aufklärung von offizieller Seite aber haben die FeldbesetzerInnen kaum: „Bislang haben Justiz und andere Obrigkeiten immer zusammengehalten. Wirkungsvoll ist hingegen der Protest durch die Menschen selbst.“ Deshalb freuten sich die FeldbesetzerInnen auch über die Nachrichten aus Groß Gerau, wo sind inzwischen ein Bürgerbündnis gegen Gentechnik zusammengefunden habe.
„Aufmerksame, aktive und mutige Menschen braucht es überall!“ So rufen die FeldbesetzerInnen zu weiteren Aktionen und dazu dazu auf, Wissen über illegale Genfelder zu melden. Auf ihrer Seite finden sich Kontaktadressen und ein Email-Formular.


Geht doch ... Uni Gießen ohne Gentechnik erfolgreicher
Aus "Konventionell schlägt Gentechnik", in: Innovationsreport am 7.4.2010
In manchen Fällen hat die konventionelle Züchtung durchaus die Nase vorn: an der Universität Gießen wurde eine neue salzresistente Maishybridsorte gezüchtet - mit konventionellen Methoden und ohne Gentechnik.

Hessen
Gießen und die Genbastler an den Agrar-Instituten sind Hessens Agro-Gentechnik-Hauptstadt . Das zeigt eine Karte, die das Regierungspräsidium in Gießen (zuständig für alle Genversuche in Hessen) auf der Internetseite bereithält. Doch dort ist auch zu sehen, dass es weitere Orte gibt. Die Größe der Kreise bedeutet die Zahl der Versuche. Der große Kreis steht für "über 50":



Marburg
In der Liste geförderter Gentechnikforschung der Bundesregierung (Download als PDF) taucht auch Marburg einmal auf:


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