Projektwerkstatt

LIBELLENEXUVIEN - SUCHEN, BESTIMMEN UND AUFBEWAHREN

Suchmethode


1. Einleitung
3. Schlüpfzeit
4. Schlüpfstandort
4. Suchmethode
6. Hinweis zum Bestimmungsschlüssel
7. Aufbewahrung der Exuvien und Bestimmungsliteratur
8. Exuvien-Familienbestimmungsschlüssel - TAFEL I
9. Exuvien-Familienbestimmungsschlüssel - TAFEL II
10. Exuvien Familienbestimmungsschlüssel
11. Exuvien-Familienbestimmungsschlüssel
12. Exuvien-Familienbestimmungsschlüssel

Um Exuvien zu finden, geht man langsam (eventuell mit Watstiefeln) am Ufer entlang. Nach meinen Erfahrungen sind die Exuvien am ehesten von der Wasserseite her zu entdecken. Im Hochsommer können tiefere Uferpartien auch schwimmend abgesucht werden. Während der Suche sollte man auch auf frischgeschlüpfte Tiere achten, die meistens einen Hinweis auf den Standort der Exuvien geben. Bei empfindiichen Randstrukturen (z.B. Röhricht) und in Mooren kann durch Tritt die Vegetation geschädigt werden. Deshalb sollte man die Suche in solchen Gewässern auf das Mindestmaß reduzieren oder davon absehen.
Im übrigen hat sich die Exuviensuche mit Hilfe eines Bootes bei größeren Still- und Fließgewässern bestens bewährt, weil
  • an der Vegetation geringere Schäden verursacht werden,
  • die Suche wasserseits erfolgt,
  • längere Uferstrecken mit geringerem körperlichen und zeitlichen Aufwand abgesucht werden können.

In LIBELLULA 3 (1984) beschreibt GERKEN die von mir noch nicht angewandte Fang-Stock-Methode für abgelegene und schwer ereichbare Schlupforte: "Das dem Netz abgewandte Ende des Stockes wird aufgerauht und erhält eine ca. 2 mm tiefe und 4 mm breite Kerbe, die vor dem Abnehmen der Exuvie befeuchtet wird. Die Exuvie haftet am so präparierten Stockende meist gut, so daß man sie auch bei leichtem bis mäßigem Wind von ihrer Unterlage (Gras, Schilf etc.) abstreifen kann. Ein dazu geeigneter Stock sollte etwa 1,5 m lang sein."
Nach der Beschreibung dürfte diese Methode nur für die nicht so fest verankerten Kleinlibellen geeignet sein. Auf dem DJN-Libellenseminar in Rußheim 1991 wurde versucht, mit einem angefeuchteten Paddelende (ohne Kerbe) vom Kanu aus Exuvien der Weidenjungfer (Lestes viridis) von der Ufervegeatation zu entfernen und einzubringen, was auch gut gelang.

Zum Transport der gefundenen Exuvien eignen sich am besten etwa handgroße Gefäße, wie z.B. Margarinebecher und Marmeladegläser.

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