Projektwerkstatt

POLITISCHE PROJEKTE IN UND UM GIESSEN

Von Tüddelkram bis zu Öko-Hipstern


1. Aktionen und Kampagnen
2. Mehr kreative und direkte Aktionen? Gerne ...
3. Veranstaltungen und ein gemeinsamer Terminkalender
4. Downloads für Aktionen
5. Von Tüddelkram bis zu Öko-Hipstern
6. Links

Fahrraddemos, aber bitte ohne Inhalt
Zweimal im Monat rollt die Critical Mass durch Gießen. Vor etlichen Jahrzehnten als Aktion für eine Verkehrswende erfunden, wurde sie zur Party zum Wohlfühlen. Folglich waren viele da, wenn das Wetter gut ist. Im Winter hingegen fanden sich oft unter 10 Personen ein. Es ging durch die Straßen, auch über große Kreuzungen. Mit dabei: Musik. Sonst nichts. Von außen war jahrelang nicht erkennbar, was das soll. Und von innen oft auch nicht. Wurden doch mal Flyer verteilt oder Spruchbänder gezeigt, hieß es sogar: "Ey, wir sind nicht politisch". Das stimmt nicht. Wer keine Position hat oder zeigt, wirbt für den Fortbestand des Bestehenden. Die Partykultur auf Rädern als Einzelevent in der Autostadt war ein Garant, dass Protestkultur nicht entstehen konnte und der Status Quo erhalten blieb.
In ihrer Art war die Critical Mass nicht allein ...

Angebote mit Öko-Touch für Hipster
Schicke Partys, hoch geförderte Fahrradangebote für Wenige, kulinarische Genußinseln, versteckte Insidertreffs ... die in gut situierten Verhältnissen aufgewachsene Generation hat die Öko-Idee für sich neu entdeckt: Als Label und Lifestyle.

Foto links: Wohlfühlfirlefanz für Menschen, die nichts wirklich verändern wollen: Abgefeiertes TransitionTown-Projekt mitten in Gießen - kurz danach vertrocknet



Tüddelkram und verbaler Glanz gehören zusammen. 2017 erschien aus der Szene des Öko- und Reichen-Nachwuchses der Gießener Falter. Mit euphorischen Worten wurde der Aufstieg Gießens in die A-Klasse des reichen Bürger*innentums beschworen. Tatsächlich steht die Stadt in einem solchen Wandel - doch den Falter gab es nur einmal. Kommerzialität hatte offenbar schnell Vorrang ...

Zum Glück ist das Geschichte. Inzwischen ist Gießen wieder ein Ort offensiver und kreativer Protestkultur - mit Aktionen für offene Grenzen, gegen den unsäglichen § 219a, für eine Verkehrswende oder Klimaneutralität bis 2035.

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