Projektwerkstatt

ASPEKTE EINER BILDUNG "VON UNTEN"

Hierarchiefreiheit in internen Prozessen umsetzen


1. Widerstand und Vision verbinden: Bildung von unten als ständig "umkämpften" Raum denken
2. Unabhängigkeit von Markt, Staat und anderen Institutionen
3. Hierarchiefreiheit in internen Prozessen umsetzen
4. Abschließendes

Bildung "von unten" soll Raum schaffen für abweichende Meinungen, Weltanschauungen und radikale Ideen - keine Frage. Es geht aber nicht darum, einfach die Inhalte auszutauschen, sondern vor allem, die Rahmenbedingungen für ein Lernen in Freiheit zu verbessern. Vorgaben, Lehrpläne, von anderen fremdbestimmte Zeit - all das sind Lusttöter für Neugierde und Lernprozesse, die nicht grundsätzlich besser werden, wenn dabei auch mal "sinnvolle" Dinge vermittelt werden. Das bedeutet, die Herrschaftsfrage in allen Details "einzublenden" und dementsprechende Lösungen zu finden, um Hierarchien und Normen abzubauen. Ziel ist die Herstellung eines Zustands, in dem keine Kontrolle mehr möglich ist - wo Menschen ihr Verhältnis zueinander und auftretende Probleme direkt miteinander klären müssen, ohne Herrschaft ausüben zu können. Die Abschaffung von formalen Hierarchien wie Vorständen oder abgehobenen Gremien mit Sonderrechten sind erste Schritte. Weitergehender wäre der Aufbau von Häusern, freien Schule oder Werkstätten, die als Plattformen organisiert sind und damit einen Freiraum schaffen, in dem Menschen sich selbst entfalten können. Dabei geht es immer auch um die Herstellung von unterschiedlichsten Möglichkeiten, um zu lernen, sich Wissen anzueignen bzw. dieses weiter zu geben - gepaart mit Zwangsfreiheit und kooperativen Verhältnissen dürfte dies die optimalste Umgebung für selbstbestimmte Bildung sein. Dazu gehört auch, gängige Schema der Wissensvermittlung (Frontalunterricht, Belehrung "von oben" usw.) zu überwinden, in die Hierarchien eingeschrieben sind: Experimente mit kreativen, Gleichberechtigung und Selbstorganisierung fördernden Methoden könnten deutlich breiter angegangen werden - bisher ist in diesem Feld eher die Wirtschaft im Vordertreffen (natürlich mit dem Hintergedanken, die "Ressource" Kreativität in den Menschen für die Verwertung nutzbar zu machen). Jede Konferenz, jedes Sommercamp oder sonstiges Projekt kann ein Ort sein, solche Methoden auszuprobieren.

Hier nur ein Beispiel:
  • Open Space ... ein Verfahren für größere Treffen, dass die Kaffeepause zum zentralen Gestaltungsprinzip macht und dabei Transparenz herzustellen versucht. Ohne Kontrolle und festen Zeitplan wuseln kleine, produktiven Runden umher, die sich nach spontanen Interessen zusammen setzen, sich mischen, auflösen oder ganz anders entwickeln. Gegenüber statischen, plenaren Organisationsformen vor allem in puncto kreativem Lernen und direktem Austausch zwischen Menschen ein echter Fortschritt.
  • Hierarchieabbau, kreative Gruppenprozesse und viele konkrete Methoden - von Brainstorming über Fishbowl bis zu Offener Plattform: www.hierarchnie.siehe.website

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