Martin Luther

WHO THE FUCK IS ... NATION?

Eine Nation ist ... (Definitionen)


1. Eine Nation ist ... (Definitionen)
2. Deutschland und das Wir-Gefühl
3. Nation von links

... eine Gruppe von Menschen, die sich zusammengehörig fühlen - wie die Deutschen
Aus Hilde Kammer/Elisabet Bartsch,1993, "Jugendlexikon Politik", Rowohlt Taschenbuch Verlag in Reinbek (S. 132 f.)
Im allgemeinen bezeichnet das Wort eine Gruppe von Menschen, die sich durch eine gemeinsame politische und kulturelle Vergangenheit zusammengehörig fühlt; das bedeutet, sie haben unter anderem eine gemeinsame Sprache, Religion, Heimat oder Geschichte. ...
Oft bildet eine Nation einen Staat. Es ist jedoch auch möglich, daß eine Nation zwei oder mehrere Staaten bildet. Bis 1990 lebten zum Beispiel Menschen einer Nation in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR, der Deutschen Demokratischen Republik.
Andererseits können Menschen verschiedener Sprachen und Kultur zusammen leben: in der Schweiz sind Deutsche, Franzosen, Italiener und Rätoromanen gleichberechtigte Bürger. Sie bilden die Schweizer Staats-Nation. Die Deutsch-Schweizer gehören trotzdem glelichzeitig der deutschen Kultur-Nation an.


Schicksalsgemeinschaft
Aus Herder-Lexikon Politik, Ausgabe für die Hess. Landeszentrale für politische Bildung, 1991 (S. 143 f.)
[v. lat. natus = geboren; natio = Volk, Volksstamm, erstmals im 14. Jh. gebracht], Schicksals- u. Lebensgemeinschaft eines Volkes als polit. Willens- oder völk. Abstammungsgemeinschaft, als Staats- oder Kultur-N. Die Gesch. der N. gipfelt im modernen Nationalstaat.

Nationalstaat
Aus Herder-Lexikon Politik, Ausgabe für die Hess. Landeszentrale für politische Bildung, 1991 (S. 146 f.)
Ein Staat, dessen Angehörige wenigstens überwiegend derselben Nation angehören.

Aus Manfred G. Schmidt, 1995, "Wörterbuch zur Politik", Alfred Kröner Verlag (S. 205 f.)
Mehrdeutige Bezeichnung einer in einem Sozialverband zusammengeschlossenen Großgruppe von Menschen, die sich von andere nGroßgruppen entweder durch Abstammung, Sprache, Wohngebiet, kulturelle Gepflogenheiten oder Zugehörigkeitsgefühl unterscheiden (ethnischer oder staatsloser Nationenbegriff im Sinne von "Volksnation" oder "Kulturnation" (F. Meinecke)) oder durch die nationalstaatliche politische Vereinigung von Personen einer ethnisch-sprachlich relativ homogenen Großgruppe bzw., so im Nationalitätenstaat, mehrerer ethnisch-sprachlicher Großgruppen ("Staatsbürgernation bzw. so F. Meinecke - "Staatsnation").

Nation im DDR-Staatsdenken
Aus "Nation" in: Klaus, Georg/Buhr, Manfred (1975), "Philosophisches Wörterbuch", VEB Bibliographisches Institut Leipzig (S. 833 f.)
Die gemeinschaftsbildenden Faktoren im Entwicklungsprozeß der Nation sind vor allem die auf der Grundlage der Produktivkkräfte entstehende Gemeinsamkeit des Wirtschaftslebens ...

Gesteigert: Nation als ideelles Volks-Gesamtinteresse
Aus Besson, W./Jasper, G. (1966), "Das Leitbild der modernen Demokratie", Paul List Verlag München (herausgegeben von der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung, S. 39)
Die Unabhängigkeit von den schwankenden Meinungen des durch die Demoskopie empirisch feststellbaren Volkswillens wird dem Parlament durch eine richtig verstandene Repräsentation ermöglicht. Diese verlangt vom Abgeordneten, daß er im Konflikt zwischen den festgestellten Meinungen des Volkes einerseits und seiner Überzeugung von den wohlverstandenen Interessen der Nation andrerseits sich für letztere und gegen den empirischen Volkswillen entscheide. Nur so wird er seiner Aufgabe als Repräsentant gerecht.

Nation = die emanzipierte Form von Volk!!?
Aus einem Referat von Hannah Arendt am 6. März 1963 (Quelle im Internet)
Die Nation, das heisst das durch den Nationalstaat politisch emanzipierte Volk, ...

Aus Karl Albrecht Schachtschneider (2012), "Die Souveränität Deutschland" (S. 36)
Wenn die freiheitliche Bürgerlichkeit im Staat gelebt werden können soll, müssen die Menschen, die zusammenleben, die Bürgerschaft, ein wirkliches Volk sein, eine Nation, das durch seine Sprache, Geschichte, Schicksal oder in anderer substanziellen Weise, vor allem durch den Willen zur Nation seinen Zusammenhalt und damit Solidarität gewährleistet (Rprp, S. 1177 ff). Die nationale Homogenität gibt der demokratischen Willensbildung die erforderliche Chance. Dieses Prinzip hat mit dem Begriff Deutsches Volk, der in der Präambel des Grundgesetzes steht und in Art. 20 GG, der außer Art. 1 GG die fundamentalen Strukturprinzipien Deutschlands formuliert, zum Ausdruck kommt, unabänderlichen Verfassungsrang. Diese Prinzipien würden auch gelten, wenn sie nicht im Grundgesetz stünden; denn die Deutschen sind ein Volk, das, wenn auch nicht ganz, auf einem Gebiet zusammenlebt und eine Verfassung hat, die mit den Deutschen geboren ist. Darum kann niemand in der Welt den Deutschen die Hoheit oder eben die Souveränität über ihr Leben geben oder nehmen.

Die gute Führung

Der Führer als Identitätsstifter
Aus der Zeitschrift RotFuchs, zitiert in Junge Welt11.2.2006 (S. 8)
Liebe zum Land Fidel Castros ...

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