Martin Luther

(SELBST-)ORGANISIERUNG
TIPPS FÜR ALLTAG UND POLITIK

Methoden der politischen und Bildungsarbeit


1. Methoden der politischen und Bildungsarbeit
2. Kritik an NGOs und sozialen Bewegungen
3. Selbstorganisierung

HierarchNIE! - Ideen für den Abbau von Dominanzen (Seminar)
  • Dominanz- und Hierarchieabbau in kleinen Runden (Basis- und Projektgruppen, Seminare ...) auf Camps usw.

Beschreibung
Wer kennt sie nicht: Das zerredete Plenum, die intransparenten Zirkel der Wichtigleute, die immer schon alles vorher klarhaben, mit Sachzwängen und dominanter Stimme alles an sich ziehen bis hin zu den formalen Herrschaftsstrukturen der Vorstände oder Gesprächsleitungen. Gibt es keine Alternativen? Und zwar solche, die nicht alles verregeln, tot-bürokratisieren und damit Kreativität und Spontanität gänzlich abwürgen (ohne die verdeckten Dominanzen tatsächlich aufheben zu können).
Im Seminar geht es um konkrete Methoden - sie sollen erläutert, diskutiert, bei Bedarf weiterentwickelt und auch ausprobiert werden. Dauert das Seminar ein Wochenende oder sonst mehrere Tage, kann es Phasen geben, in denen z.B. Open Space, Selbstmoderation, eine Fish Bowl als Streitmethode und einiges mehr auch praktisch ausprobiert werden.
Ziel aller Methoden ist die Entscheidungsfindung „von unten“, d.h. der Abbau von Hierarchie und Zentralität in den Entscheidungsprozessen sowie das Fördern von Gleichberechtigung zwischen den Akteur_innen (in Gruppen, Projekten, WGs usw.) bzw. den selbstbestimmt handelnden Gruppen (in Netzwerken, Bündnissen, Einrichtungen usw.). Gleichzeitig geht es um die Förderung von Kreativität und Selbstentfaltungsmöglichkeiten. Uniformität ist Sache von Herrschaftsstrukturen, Kreativität und Organisierung von unten das Gegengift – intern und als politische Strategie.
Ideen und Wünsche der Teilnehmer_innen sollen im Seminar/Workshops Platz finden - wer also Vorschläge, Fragen, konkrete Situationen oder Projekte im Kopf hat und dafür nach Lösungen sucht, sollte die einbringen.

Mehr Infos:
  • Auch möglich als Einführung (kürzerer Workshop), dann aber meist ohne Erläüterung konkreter Methoden

Hierarchiearme Organisierung von Camps, Kongressen und anderen Großtreffen (Workshop oder Beratungsgespräch)
Camps, Kongresse, große Aktionen und Hauptversammlungen weisen oft formale Hierarchien auf. Daneben sind sie durchzogen von intransparenten Dominanzen, ausgelöst zum einen vom Machtanspruch oder Ungeschicklichkeiten organisierender Kreise sowie zum anderen von der Neigung vieler Teilnehmender, sich gerne fremd orientieren und zu Mitläufer_innen degradieren zu lassen. Das Seminar soll Methoden vermitteln, wie Dominanz- und Hierarchieabbau auf Camps, Kongressen usw. abgebaut werden können.

Offene Räume
Als "offener Raum" kann ein Aktionsfeld bezeichnet werden, in dem es keine Beschränkungen gibt, diesen zu nutzen und zu füllen - außer die anderen Akteur_innen, mit denen bei Interessenkollision (z.B. Nutzung der gleichen Infrastruktur, Flächen u.ä. zur gleichen Zeit) eine direkte Vereinbarung geschlossen wird. Ein Raum und seine Ausstattung (Technik, Räume, Wissen, Handlungsmöglichkeiten usw.) ist dann offen, d.h. gleichberechtigt für alle nutzbar, wenn die Beschränkungen formal und praktisch nicht bestehen, d.h. der Zugang zu den Handlungsmöglichkeiten darf weder durch verschlossene Türen, Vorbehalte, Passwörter usw. verwehrt werden können noch dürfen Wissensbarrieren hingenommen werden, die Einzelne von der Nutzung des offenen Raumes und seiner Teile ausschließen. Dieses bedarf in der Regel eines aktiven Handelns, um Transparenz herzustellen, Zugänge zu Informationen zu ermöglichen und Erklärungen z.B. für technische Geräte bereitzustellen. Die Idee offener Räume tritt als Gegenkultur zu Haus- und Eigentumsrechten auf, lehnt formale Hierarchien und Privilegien (exklusive Passwörter, Definitionsmachten usw.) auf. Sie stößt dabei auf Probleme. Im Seminar/Workshop sollen Idee, Funktionsweisen, Schwierigkeiten und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert werden.

Frühere Vorträge zu Organisierungsfragen ...
Organisierung von unten
Organisierung von unten ist der Sammelbegriff für eine Vielzahl von Einzelaspekten hierarchiefreier, kreativer, selbstbestimmter und horizontaler Organisierung - in Gruppen, bei Aktionen, in Häusern und Projekten. Von konkreten Aktionsformen (z.B. Direct Action) bis zu Dominanzabbau reicht das Spektrum. Die konkreten Fragen sind u.a.:
  • Keine Hierarchien, d.h. Kooperation gleichberechtigter Menschen sowie Netzwerk gleichberechtigter Gruppen
  • Herstellung eines diskriminierungsfreien Raumes
  • Gruppen behalten Handlungsautonomie
  • Mehr Vielfalt, mehr Lösungsvorschläge, Kreativität und Handlungsmöglichkeiten
  • Emanzipatorischer Prozeß auch in der Organisierung umsetzen
  • Schwerer dominier-, unterwander- und fremdbestimmbar
  • Wirkungsvoller und flexibler: Stärken kommen zur Geltung
  • Atmosphäre herstellen, in der Menschen sich trauen, Fragen zu stellen, abweichende Vorschläge zu machen usw.
  • Emanzipatorische Positionen und Visionen nach außen benennen
Mehr Infos:


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