Stiftung Freiräume

SOZIALFOREN

Das Sozialforum 2005 (Erfurt)


1. Sozialforen - eigentlich ein offener Raum ...
2. Weltsozialforen: Berichte und Kritiken
3. Europäische Sozialforen
4. Berichte, Kommentare usw.
5. Beispiele für offene bzw. vielfältige Strukturen in politischer Bewegung
6. Das Sozialforum 2005 (Erfurt)
7. Idee „Offener Raum“ auf dem Sozialforum 2005
8. Links

Beschreibung des Projektes in einer Sonderbeilage bei taz, ND und Junge Welt am 9.7.2005
Editorial: Sozialforum Erfurt: Vor neuen Gemeinsamkeiten
Drei linke Tageszeitungen gestalten gemeinsam ein journalistisches Schwerpunktthema zum Sozialforum 2005 in Erfurt. So wie diese ganze Bewegung einzigartig ist, erscheint auch dieses Projekt von jW, ND und taz als Ausdruck einer neuen Gemeinsamkeit. Ähnliches hat es in Deutschland noch nicht gegeben. Im Gegenteil. Zumindest im vergangenen Jahrhundert zeichnete sich die deutsche Linke eher durch unversöhnlichen Streit als durch gemeinsames Handeln aus. In unserer neuen Zeitrechnung seit Seattle und Genua hat sich da etwas verändert. In Porto Alegre und Mumbai, in Florenz, Paris und London trafen sich Menschen und Gruppen zum Gespräch, die bis dahin kaum voneinander wussten, geschweige denn miteinander geredet hatten. So wird es auch in Erfurt sein. Die Überzeugung, dass eine andere Welt möglich ist, führt bei einigem Nachdenken zu der Erkenntnis, dass sie nur durch gemeinsames Handeln zu schaffen ist. Der gemeinsame Auftritt dieser drei Zeitungen zur Förderung eines ersten Sozialforums in Deutschland macht sie von journalistischen Beobachtern zu einem Teil der Bewegung. Das ist neu und ein gutes Beispiel für andere.
HUGO BRAUN, Mitglied im Koordinierungskreis von Attac

INHALT DER BEILAGE 1. KOMMENTARE

Bewegung und Politik: An einem Wendepunkt
Kommentar von Arnold Schölzel, jW
jW-Chefredakteur winkt mit seinem typischen Zaunpfahl, nämlich Sozialforum pro Linkspartei - Auszug:
Die sozialen Bewegungender lezten Jahre, die 100 000 Protestierenden am 1. November 2003 in Berlin, die Motnagsdemonstraitonen, die Aktionen gegen "Hartz IV" und die Kundgebungen in Berlin am 2. und 3. Oktober 2004 haben die Welle der Zustimmung für die neue Partei vorbereitet ...

Bewegung und Strategie: Spannende Frage des Partners
Kommentar von Jürgen Reents, ND
Bringt ebenfalls die Linkspartei ins Spiel ... Auszug:
Die spannende, wenn auch alte Frage ist, ob die Sozialforumsbewegung einen politischen Partner finden kann, der ihr gegenüber unter Zurückstellung organisatorischer Egoismen zu glaubwürdigerem Respekt fähig ist. Schaut man auf die Sozialforumsthemen, wird sich eine solche Debatte vorrangig mit der Linkspartei auseinanderzusetzen haben. Am Sozialforum läge es, sich nicht selbst Fesseln aufzuerlegen und aus falsch verstandener Prinzipientreue eine Kooperation zu verweigern.

2. BERICHTE UND DOKUMENTATIONEN
  • "Wir brauchen ein Forum ..."
    "... um unsere Erfahrungen auszutauschen, um uns von der Wirkung der Lügen zu befreien, um unsere eigene Sprache zu finden und zu üben, um die Umwelt und unsere Rechte zu schützen. Denn wie etwa die Abstimmungen über die EU-Verfassung gezeigt haben: Demokratie ist möglich"
    (Dokumentation)
  • "Kein Ghetto für nette Gestalten"
    Der russische Globalisierungsbeobachter Boris Kagarlitzky meint: Nationale Sozialforen sind wichtig zur Verankerung der Bewegung. Auf europäischer Ebene braucht es mehr Verständnis zwischen Ost und West. Derzeit ist Athen 2006 im Visier
    (Interview, mehr ...)
  • Eben nicht der Kirchentag
    Kurz vor Beginn ist in Erfurt das erste Sozialforum in Deutschland noch nicht überall zu spüren. Doch immerhin ist der Bürgermeister selbst ein Bürgerbewegter, und auch Skeptiker arbeiten am Gelingen
    (Dokumentation)
  • Von Chiapas und Porto Alegre zu Erfurt
    Die Wurzeln der Sozialforum-Bewegung
    (Dokumentation)
  • Schub durch Politik
    Die Organisation in Erfurt lief erst schleppend, legt nun aber einen Endspurt hin: 5.000 werden erwartet
    (Bericht)
  • Es ist genug für alle da!
    Die Politik der vergangenen 30 Jahre hat die Armut-Reichtum-Schere weiter auseinander getrieben. Wenn künftig nur noch 20 Prozent der Arbeitenden für die herkömmliche Wirtschaft gebraucht werden, muss endlich Arbeit anders gedacht werden
    (Dokumentation)
  • Aufbruch in eine neue Kultur
    Die Menschen wissen, wie und was sie eigentlich verbrauchen sollten. Doch intellektuelle Argumente erreichen sie nicht. Gemeinschaftliche Projekte können über das Rauschen im Kanal hinweghelfen. Wie aber den Leuten einen Zugang schaffen?
    (Dokumentation, mehr ...)
  • "Ich war ein Wirtschaftskiller"
    John Perkins war beteiligt am wirtschaftlichen Ruin von Entwicklungsländern. Er schwatzte ihnen mit geschönten Statistiken riesige Bauprojekte auf. Die Länder überschuldeten sich, US-Konzerne profitierten. Und das System funktioniert noch immer
    (Interview, mehr ...)
  • Ein erweiterter Politikbegriff
    Wir reagieren auf Pläne und Programme anderer. Und wenn wir nicht erfolgreich sind, dann tricksen wir uns selbst aus. Dabei haben immer Einzelne angefangen, so entsteht Politik - auch in verrückten Zeiten wie diesen. Aber woher die Kraft nehmen?
    (Dokumentation)
  • Wäschetrommeln werden zu Hockern
    Ein Recyclingzentrum als Quelle von Design und neuen Formen der Zusammenarbeit: In Österreich bringen "sozialökonomische Betriebe" die Leute mit hoher Erfolgsquote wieder in den Arbeitsmarkt - und sparen dabei
    (Bericht)

3. ORGANISATORISCHES
  • Die Grundideen des Forums, die Arbeitsweise und die Finanzierung
  • Die Themen des Sozialforums
  • Der Zeitplan, die Anmeldung und die Anreise

Gegenüber der vorliegenen Beilage gibt es Abweichungen, die zunächst unklar sind. So gibt es in der Jungen Welt ein Interview mit Ulrich Franz vom Sozialforum in Wuppertal, in dem dieser deutliche Kritik äußert (S. 7)
In Erfurt werden die großen Organisationen dominieren, ist im Augenblick mein Eindruck.

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