Stiftung Freiräume

KLIMASCHUTZ VON UNTEN, KOHLEABBAU STOPPEN

Personen


1. Einleitung
2. RWE und seine Geschäftspraktiken
3. Filz mit Parteien und Regierungen
4. Filz mit Ämtern und Behörden
5. RWE und die Kommunen
6. RWE und das Geflecht vieler Konzerne
7. RWE, Gewerkschaften und Lobbyverbände
8. Medien im Dienste von RWE
9. Personen
10. Weitere Links

Greenwashing und Klimawandelleugnung aus RWE-Etagen: Fritz Vahrenholt
Vahrenholt war mal prominentes Aushängeschild in früher Umweltbewegung, übernahm politische Ämter in der Frühphase von Umweltministerien und -behörden. Von dort wechselte er zur Industrie - und ist heute einer der übelsten Hetzer gegen Umweltschutz. Ganze Bücher füllt er mit der Behauptung, der Klimawandel sei eine Erfindung. Gleichzeitig war er Spitzenmanager von Deutschlands größtem CO2-Emittenten, nämlich RWE. Er leitete dort ausgerechnet die Sparte zu regenerativen Energien, RWE Innogy, die sich als grünes Feigenblatt präsentiert (Presseinfo RWE Innogy am 20.1.2010): "Europa bleibt der Kernmarkt für RWE Innogy, denn es ist das erklärte Ziel des Unternehmens, die CO2-Position des RWE-Konzerns insgesamt zu senken." Da bildet es einen seltsamen Widerspruch, wenn der Chef glaubt, dass es den Klimawandel gar nicht gibt ...


Im Original: Fritz Vahrenholt wörtlich
Pro Atomkraft und Zertifikatespekulation
Aus Vahrenholt, Fritz/Lüning/Sebastian (2012): "Die kalte Sonne", Hoffmann und Campe in Hamburg
Wäre Fukushima nach deutschen Standards gebaut worden, wären die Kernkraftwerke die einzig noch funktionierenden Einrichtungen in einem verwüsteten Gebiet gewesen. … Da erneuerbare Energien wie Windkraft und Solarstrom jederzeit Vorrang vor anderen Energieträgern haben, müssen die Schwankungen der erneuerbaren durch sogenannte Regelenergien ausgeglichen werden. Da aber im Fall einer starken Brise mehr Strom erzeugt würde als benötigt, müssen andere Kraftwerke heruntergefahren und im Fall der Flaute oder von Schwachwindzeiten heraufgefahren werden. Keine Technologie kann dies so schnell und in so großem Maße leisten wie die Kernenergie. ... (S. 345)
Um Emissionsziele auf marktwirtschaftliche Weise zu erreichen, ist ein weltweiter Emissionshandel mit globalen Obergrenzen völlig ausreichend. Da die Obergrenzen im Verlauf der nächsten Jahrzehnte noch ansteigen dürfen und erst danach gesenkt werden müssen, wird sich ein geringer CO2 Preis einstellen, der die Akzeptanz für alle Industrie und Entwicklungsländer erhöht. Denn nur ein weltweiter marktwirtschaftlicher Handel mit CO2 Zertifikaten kann dafür Sorge tragen, dass die begrenzten Finanzmittel der Welt effizient zur Emissionsminderung eingesetzt werden.

Auf der eigenen Internetseite www.kaltesonne.de
Entgegen den Prognosen ist die Erderwärmung seit über zehn Jahren zum Stillstand gekommen. ...
Entgegen neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen beharren einige klimawissenschaftliche Schwarzmaler so sehr auf ihren Katastrophenszenarien, dass man denkt, sie wären einer Klimareligion verfallen: Ich bin der Herr die Klimakatastrophe, Du sollst keine anderen Szenarien haben neben mir.

Die Lichter gehen aus ...
Aus "Die Energiewende zertrümmert Deutschland!", Interview in "DIE WELT" am 3.12.2012 mit Fritz Vahrenholt
Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass der Weltklimarat einen großen Irrtum begangen hat. Sein Fehler war, die unstreitige Erwärmung der letzten 30 Jahre allein dem CO2 zugemessen zu haben. Diese Dämonisierung ist zu eindimensional, ja geradezu banal. Schon jetzt sieht man, dass wir seit 15 Jahren ein Plateau haben. Die Temperatur beginnt abzusinken ...
fossilen Ressourcen. Deren weltweiten Peak haben wir aber längst noch nicht erreicht! Wir haben in Deutschland für 100 Jahre Erdgas in unserem Schiefergas. Aber das wird ja nicht einmal untersucht! Weltweit reicht der Kohlevorrat noch 200, 300 Jahre. Amerika ist kurz vor einer neuen Reindustrialisierung aufgrund gesunkener Erdgaspreise, Stichwort Schiefergas. Die Chinesen bauen alle acht Tage ein Kohlkraftwerk und haben mittlerweile eine Pro-Kopf-CO2-Erzeugung, die Frankreich und England überholt hat. Und im nächsten Jahr uns. Wir dürfen nicht glauben, dass wir mit unseren Maßnahmen in irgendeiner Weise überhaupt irgendeinen Einfluss auf das Weltklima haben. Alles das, was wir in Deutschland mit großen, großen Anstrengungen, aber auch Wohlstandsverlusten und Naturbeeinträchtigungen in den nächsten Jahrzehnten tun werden, nämlich die Verminderung von 300 Millionen, 400 Millionen Tonnen CO2, macht China in zwei Monaten wieder wett. ...
Das war immer ein Markenzeichen Deutschlands, dass wir mit 99,95 Prozent Versorgung Blackouts nicht kannten. Wenn wir aber in eine Situation kommen, wo ein Blackout eher zur Regel wird und dann am Ende klar wird, dass der Grund für diese ganzen Nachteile, nämlich die Klimaveränderung, obsolet ist. Dann werden sich die Menschen von den Erneuerbaren abwenden. ...
Die große Sorge, die ich allerdings habe, ist, dass wir in der Zwischenzeit zu viel zertrümmern. Denn wie gesagt, ich glaube, dass wir spätestens 2020 erkennen, dass das Klimagas CO2 maßlos überschätzt worden ist. Zertrümmert an Industrie, zertrümmert an sozialer Gerechtigkeit. Zertrümmert an Natur.
Das Interview ist auszugsweise auch auf der Seite von "EIKE - Europäisches Institut für Klima und Energie" enthalten. Deren Seite ist überschrieben mit den Slogan: "Nicht das Klima ist bedroht, sondern unsere Freiheit! Umweltschutz: Ja! Klimaschutz: Nein"

Aus "Die Klimakrieger", in: Die Zeit, 28.11.2012
Man könnte die deutsche Leugnerszene als harmlos belächeln, hätte nicht vor Kurzem ein politisches Schwergewicht die Bühne betreten.
Fritz Vahrenholt ist SPD-Mitglied. Er war mal Umweltsenator in Hamburg, Ende der neunziger Jahre wechselte er als Manager zum Ölkonzern Shell, später zum Energiekonzern RWE, heute sitzt er im Aufsichtsrat des Tochterunternehmens RWE Innogy.
Noch im Jahr 2006 befand RWE in einem Rechtsstreit mit Greenpeace, der Klimawandel sei nur "eine subjektive Wahrnehmung einer angenommenen Gefahr, die weder konkret noch gegenwärtig" sei. Ein Jahr zuvor hatte ein amerikanischer PR-Berater für RWE ein Strategiepapier zur Bekämpfung der Energiewende verfasst. Er empfahl, eine "Koalition mit anderen interessierten Konzernen" zu schmieden und von Amerikanern wie Marc Morano zu lernen.
Anfang Februar dieses Jahres veröffentlichte Vahrenholt im renommierten Verlag Hoffmann und Campe das Buch Die kalte Sonne. Vahrenholt behauptet nicht, die Klimaforscher seien Betrüger, aber er suggeriert, sie seien dümmer als er. In Wahrheit erwärme sich die Erde wesentlich langsamer als bisher angenommen. Er, Vahrenholt, habe das herausgefunden.
Als das Buch erscheint, startet die Bild-Zeitung eine große Serie über "Die CO2-Lüge". Vahrenholt wird ausführlich im Spiegel interviewt, der ZEIT ist er eine Titelgeschichte wert, er sitzt in den Talkshows Maybrit Illner im ZDF und Unter den Linden auf Phoenix. Der Hessische Rundfunk lädt ihn zum Gespräch, der Norddeutsche Rundfunk, der Südwestrundfunk.
Fritz Vahrenholt ist der prominente, vermeintlich seriöse Experte, auf den die deutschen Klimaskeptiker gewartet haben.
Als Vahrenholt am 20. September dieses Jahres vor den goldstrahlenden Altar der Dresdner Frauenkirche tritt, breitet er die Arme aus und lächelt gütig. "Ich habe eine gute Botschaft für Sie", sagt er: "Seit 14 Jahren gibt es keine Temperaturerhöhung mehr, jetzt kühlt sich zudem die Sonne ab, das heißt, die Temperatur wird weiter fallen." Dann ruft er ins Publikum: "Der berühmte hockey stick – alles falsche Messungen!"
Vor ihm sitzen Pensionäre in teuren Wanderjacken und nicken zustimmend. "Das Ende der Gewissheit" heißt die Veranstaltungsreihe der sächsischen Staatskanzlei. Vahrenholt befindet sich in guter Gesellschaft: Innerhalb der Vortragsreihe sprechen der ehemalige Ministerpräsident Kurt Biedenkopf, Verteidigungsminister Thomas de Maizière, der Sicherheitsexperte Winfried Nachtwei von den Grünen, die österreichische Schriftstellerin Kathrin Röggla.
Vahrenholt wird an diesem Abend als Wissenschaftler vorgestellt, als Experte für Klimafragen, als Umweltpolitiker, als Manager, als Buchautor.
Mit keinem Wort wird erwähnt, dass er eine Außenseitermeinung vertritt. Dass Fachjournalisten sein Buch als das populistische Werk eines Laien verrissen haben.
Ein paar Studenten stellen kritische Fragen, aber Vahrenholt hat für jedes Argument eine Studie, für jede These eine passende Zahl parat. Welche Studien, welche Zahlen seriös sind, geht unter. Am Ende sieht es aus, als säßen dort unten ein paar Spinner, als stünde dort oben vor dem Altar ein klar denkender Mann, der alles verstanden hat.
Als Fritz Vahrenholt in Dresden spricht, liegt der Tag, an dem Michael Mann und seine beiden Kollegen das "Hockeyschläger-Diagramm" veröffentlichten, 14 Jahre zurück. In diesem Zeitraum ist der jährliche Ausstoß von Kohlendioxid auf der Welt um mehr als 40 Prozent gestiegen.


Klimawandelleugner ist auch der RWE-Power-Ausbilder Wilhelm Stock. Das ist auf seiner Facebookseite gut zu sehen - und einiges andere, z.B. unter "Gefällt mir", was er toll findet:
  • Atomkraft - ja bitte
  • Frei.Wild (gilt als Rechtsrocksband)
  • Alternative für Deutschland
  • gegen-wind.net
  • IG BCE


Zwei Ausschnitte aus der Facebookseite des RWE-Ausbilders


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