Stiftung Freiräume

VERKEHRSWENDE DURCHSETZEN ... AKTIONEN, GRUPPEN, NETZWERKE USW.

Große Aktionen und Aktionstage


1. Aktionen für eine Verkehrswende (allgemein)
2. Aktionen gegen Autos
3. Aktionen pro Zu-Fuß-Gehen und für autofreie Zonen
4. Große Aktionen und Aktionstage
5. Umfassende Verkehrskonzepte für eine Stadt bzw. Region entwickeln
6. Materialien (Broschüren, Ausstellungen, Flyer ...)

Temporäre autofreie Zonen durch kreative Demos schaffen
Fünf Stunden wollten Verkehrsaktivistis in Gießen ihre Vorschläge für Fahrradstraßen, ÖPNV und autofreie Zonen für einen Teil der Innenstadt Wirklichkeit werden lassen. Das gelang: Teile der Südanlage, Goethestraße und die komplette Neue Bäue wurden zur autofreien Zone mit Zweirichtungs-Fahrradstraße. Auf der Fläche vor dem Stadttheater entstand zudem ein Straßenfest, um zu zeigen, was alles geht, wenn die Autos den Platz nicht mehr wegnehmen. Das Ganze war sogar legal - eine kreative Nutzung des Versammlungsrechts.

Das war aber nur der erste Aktionstag. Es folgten weitere - der größte am 3.5.3019. Alle Berichte auf einer Extraseite ...

Aktionscamps mit großen Aktionen
Große Camps bieten gute Möglichkeiten, Themen zu platzieren, Jahres-Höhepunkte zu schaffen und einen Ort der Vernetzung zu schaffen. Auch hier können die großen sozial-ökologischen Bewegungen ein Vorbild sein, z.B. vor etlichen Jahren die Sommercamps gegen Atomkraftanlagen oder in den letzten Jahren das Anti-Kriegs-Camp „War starts here“ oder die Klimacamps. Warum nicht mal ein Camp, welches in einer Region den Nulltarif als Reigen vieler Aktionen praktisch schafft? Oder in einer Stadt als Aktionstag eine autofreie Innenstadt organisiert (vorher angekündigt, so dass alle Menschen sich auch darauf einstellen können und freiwillig ihr Auto stehen lassen)?
Als geeignete Städte kommen die in Frage, in denen es erhebliche Probleme gibt, z.B.:
  • Grenzwertüberschreitungen mit Stickoxiden: München, Stuttgart, Augsburg, Mannheim, Köln, Aachen, Düsseldorf, Dortmund, Hannover, Hamburg, Kiel, Berlin, Halle, Dresden, Frankfurt (siehe hier)
  • ADAC-Test zum Autoverkehr in Städten: Autofahrer*innen finden Hamburg, Köln, Berlin und Stuttgart am schlimmsten, Radfahrer*innen Hamburg, Köln, Berlin und Duisburg, ÖPNV-Nutzer*innen nöhlen danach am meisten in Duisburg.

Reclaim the Streets
Der Begriff „Reclaim the Streets“ (RTS, zu Deutsch etwa „Holt euch die Straße zurück“) bezeichnet eine Akti-onsform mit dem übergeordneten Ziel des gemeinschaftlichen Aneignens des öffentlichen Raums und hat sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel). Straßen, Kreuzungen oder andere Orte werden durch Tanzen, Lagern, Möbel, Spielflächen usw. erobert – ungehorsam, unangemeldet. Oft wird ein Plan erarbeitet, welche Flächen nacheinander erobert werden. Zieht die Polizei dann an einer Stelle räumungsfähige Truppen zusammen, löst sich die RTS auf und taucht kurz danach am nächsten Ort wieder auf – ein Spiel, welches eines ganze Zeit gehen und auch Teil größerer Blockadekonzepte sein kann (dann z.B. als Mischung mehrerer RTS, anderer Blockaden, Critical Mass usw.).
Verschärfte Variante: Im Schutz von lauten Soundsystemen und z.B. unter den Röcken von Hochstelzenläufer*innen die Straße aufhacken.
Die Filme aus den großen RTS-Aktionen im England der 90er Jahre:

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